Für Marcel von Behren ist immer Grillsaison

Claudia Hyna

Petershagen-Friedewalde (mt). Marcel von Behren kocht gerne. Und er mag gutes Essen. Dazu kommt: Der Mann aus Friedewalde hat die Ruhe weg. Beste Voraussetzungen, um stundenlang an einem Smoker Gerichte zuzubereiten, die erst nach mehreren Stunden zu wahren Gaumenschmeichlern werden. Für Nicht-Eingeweihte: In einem Smoker wird das Fleisch bei geringer Temperatur über lange Zeit gegart oder geräuchert.

Auf seiner Internetseite samt Blog möchte er zeigen, dass es eine Welt jenseits von Bratwurst und Nackensteak gibt. Die Leidenschaft fürs Grillen hat er von seinem Vater übernommen, aber erst vor drei Jahren entdeckte Marcel von Behren (32) die hohe Schule rund um Smoker, Gasgrill, Kokelkiste & Co.. Er legte sich mehrere Geräte zu und investierte in Zubehör. Am Ende stand ein Pulled Oork (Barbecuebraten) auf der Speisekarte, das er zwölf Stunden im Smoker gegart hatte. Eines seiner Lieblingsrezepte ist eine „Bacon Bomb“, ein Hackbraten gefüllt mit Käse und aktuell mit Spargel – ebenfalls langsam gegart, alternativ tut es auch der Backofen. Sein Spezialrezept für den Smoker: er füllt ihn mit dem Holz alter Rotweinfässer, das gebe ein besonderes Aroma. Eine ungewöhnliche Kreation sind seine Nutella French Rolls, das ist mit Nutella bestrichener Toast, der mit Bacon umwickelt wird – selbst Skeptiker waren fasziniert, berichtet er.

MT- - © Foto: Claudia Hyna
MT- (© Foto: Claudia Hyna)

„Das Grillen ist eine Wissenschaft für sich“, gibt er gerne zu. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen müsse, sei Geduld. Seine Tipps für ein perfektes Grillergebnis: Die Kohle muss voll glühen. Als Anzünder sollten auf keinen Fall entzündliche und hochexplosive Stoffe wie Spiritus genommen werden – und zwar nicht nur wegen der Gefährlichkeit, sondern auch weil der Geschmack ins Fleisch geht. „Das ist nur noch widerlich.“ Marcel von Behren verwendet Baumwollanzünder, die er mit etwas Kohle (am besten aus Kokosnussschalen) in einen Grillkamin gibt. Ein häufiger Fehler sei außerdem, das Grillgut zu früh zu drehen. „Pro Seite sollte es höchstens zwei Mal die Glut sehen“, so seine Empfehlung. Für eine Todsünde hält er es im übrigen, Bier auf das Fleisch zu kippen.

Grillseminare bietet der Friedewalder, für den das ganze Jahr Saison ist, im BBQ-Saloon in Minden-Kutenhausen an. Die Themen sind Burger, Low carb, Steaks, Grillen mit Dutch oven oder Smoker. Am 8. Juni gibt es ein Seminar mit Klaus Glaetzner von „Klaus grillt“ – ein Blogger der Grillszene, der aus dem Fernsehen und über seinen Youtube-Kanal bekannt ist.

Im richtigen Leben arbeitet der Familienvater im Service bei der Firma Jenz in Friedewalde. Seine Freizeit verbringt er am liebsten draußen. Entweder in seinem Garten, bei Radtouren mit den Pedalos des TuS Freya oder eben beim Grillen. „Das ist eine schöne Abwechslung zum Büroalltag.“

www.smoker-area.de

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Für Marcel von Behren ist immer GrillsaisonClaudia HynaPetershagen-Friedewalde (mt). Marcel von Behren kocht gerne. Und er mag gutes Essen. Dazu kommt: Der Mann aus Friedewalde hat die Ruhe weg. Beste Voraussetzungen, um stundenlang an einem Smoker Gerichte zuzubereiten, die erst nach mehreren Stunden zu wahren Gaumenschmeichlern werden. Für Nicht-Eingeweihte: In einem Smoker wird das Fleisch bei geringer Temperatur über lange Zeit gegart oder geräuchert. Auf seiner Internetseite samt Blog möchte er zeigen, dass es eine Welt jenseits von Bratwurst und Nackensteak gibt. Die Leidenschaft fürs Grillen hat er von seinem Vater übernommen, aber erst vor drei Jahren entdeckte Marcel von Behren (32) die hohe Schule rund um Smoker, Gasgrill, Kokelkiste & Co.. Er legte sich mehrere Geräte zu und investierte in Zubehör. Am Ende stand ein Pulled Oork (Barbecuebraten) auf der Speisekarte, das er zwölf Stunden im Smoker gegart hatte. Eines seiner Lieblingsrezepte ist eine „Bacon Bomb“, ein Hackbraten gefüllt mit Käse und aktuell mit Spargel – ebenfalls langsam gegart, alternativ tut es auch der Backofen. Sein Spezialrezept für den Smoker: er füllt ihn mit dem Holz alter Rotweinfässer, das gebe ein besonderes Aroma. Eine ungewöhnliche Kreation sind seine Nutella French Rolls, das ist mit Nutella bestrichener Toast, der mit Bacon umwickelt wird – selbst Skeptiker waren fasziniert, berichtet er. „Das Grillen ist eine Wissenschaft für sich“, gibt er gerne zu. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen müsse, sei Geduld. Seine Tipps für ein perfektes Grillergebnis: Die Kohle muss voll glühen. Als Anzünder sollten auf keinen Fall entzündliche und hochexplosive Stoffe wie Spiritus genommen werden – und zwar nicht nur wegen der Gefährlichkeit, sondern auch weil der Geschmack ins Fleisch geht. „Das ist nur noch widerlich.“ Marcel von Behren verwendet Baumwollanzünder, die er mit etwas Kohle (am besten aus Kokosnussschalen) in einen Grillkamin gibt. Ein häufiger Fehler sei außerdem, das Grillgut zu früh zu drehen. „Pro Seite sollte es höchstens zwei Mal die Glut sehen“, so seine Empfehlung. Für eine Todsünde hält er es im übrigen, Bier auf das Fleisch zu kippen. Grillseminare bietet der Friedewalder, für den das ganze Jahr Saison ist, im BBQ-Saloon in Minden-Kutenhausen an. Die Themen sind Burger, Low carb, Steaks, Grillen mit Dutch oven oder Smoker. Am 8. Juni gibt es ein Seminar mit Klaus Glaetzner von „Klaus grillt“ – ein Blogger der Grillszene, der aus dem Fernsehen und über seinen Youtube-Kanal bekannt ist. Im richtigen Leben arbeitet der Familienvater im Service bei der Firma Jenz in Friedewalde. Seine Freizeit verbringt er am liebsten draußen. Entweder in seinem Garten, bei Radtouren mit den Pedalos des TuS Freya oder eben beim Grillen. „Das ist eine schöne Abwechslung zum Büroalltag.“ www.smoker-area.de