UPDATE: Überfahrenes Tier in Petershagen war ein Wolf

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Auf diesem Foto ist ein Wolf zu sehen. Das LANUV hat bestätigt, dass es sich bei dem in Petershagen überfahrenen Tier um einen Wolf handelte. - © Symbolfoto: dpa
Auf diesem Foto ist ein Wolf zu sehen. Das LANUV hat bestätigt, dass es sich bei dem in Petershagen überfahrenen Tier um einen Wolf handelte. (© Symbolfoto: dpa)

Petershagen-Heimsen (cko/zim). Es ist ein Wolf, der bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag auf der Bundesstraße 482 angefahren und getötet wurde. Peter Schütz, Pressesprecher vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigt das am Montagnachmittag. Das Tier war im NRW-Umweltministerium untersucht worden.

Bereits am Vormittag hatte die Behörde die Identität bestätigt, die Aussage kurze Zeit später wieder zurückgezogen. Man wollte Gewissheit haben. „Wir müssen das ganz genau wissen“, sagte Schütz auf MT-Anfrage. Der Pressesprecher teilte jedoch schon vormittags mit, dass es ein „sehr wolfsähnliches Tier ist“. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass ein tschechischer Wolfshund überfahren worden ist. Merkmale und Genetik werden auch deshalb untersucht um herauszufinden, ob das nächtliche Ereignis auf der B 482 ein Wildunfall war. Wäre das Tier ein Hund, hätte der auch einen Eigentümer. „Das wird dann versicherungstechnisch ganz anders bewertet.“

Allerdings erhofft man sich durch die Untersuchungen auch Rückschlüsse darauf, woher der mögliche Wolf stammt. Denn die Tiere legen oft weite Wege zurück. So ist beispielsweise kürzlich ein Jungwolf in NRW gesichtet worden, dessen Eltern im Landkreis Cuxhaven leben. „Für einen Wolf ist das aber nur mittelweit“, sagt Schütz. Auch sei es interessant zu wissen, wie alt das Tier ist. Junge Wölfe seien oft unbedarft, heißt es. Die Älteren könnten Gefahren wie Autos wesentlich besser einschätzen.

Wie die Polizei gegenüber dem MT bestätigt, wurden die Beamten um 1.38 Uhr zu einem Wildunfall an der B 482 gerufen. Bei dem nächtlichen Unfall in Heimsen waren die Autofahrerin und ihre Beifahrerin in Richtung Minden unterwegs. Ihren Aussagen zufolge ist ihnen das Tier auf einer Brücke direkt entgegen gekommen und sie haben es mit ihrem Auto erfasst. Die Polizei verständigte daraufhin - wie in solchen Fällen üblich - einen Jagdpächter. Der äußerte den Verdacht, dass es sich möglicherweise um einen Wolf handelt.

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UPDATE: Überfahrenes Tier in Petershagen war ein WolfPetershagen-Heimsen (cko/zim). Es ist ein Wolf, der bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag auf der Bundesstraße 482 angefahren und getötet wurde. Peter Schütz, Pressesprecher vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigt das am Montagnachmittag. Das Tier war im NRW-Umweltministerium untersucht worden. Bereits am Vormittag hatte die Behörde die Identität bestätigt, die Aussage kurze Zeit später wieder zurückgezogen. Man wollte Gewissheit haben. „Wir müssen das ganz genau wissen“, sagte Schütz auf MT-Anfrage. Der Pressesprecher teilte jedoch schon vormittags mit, dass es ein „sehr wolfsähnliches Tier ist“. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass ein tschechischer Wolfshund überfahren worden ist. Merkmale und Genetik werden auch deshalb untersucht um herauszufinden, ob das nächtliche Ereignis auf der B 482 ein Wildunfall war. Wäre das Tier ein Hund, hätte der auch einen Eigentümer. „Das wird dann versicherungstechnisch ganz anders bewertet.“ Allerdings erhofft man sich durch die Untersuchungen auch Rückschlüsse darauf, woher der mögliche Wolf stammt. Denn die Tiere legen oft weite Wege zurück. So ist beispielsweise kürzlich ein Jungwolf in NRW gesichtet worden, dessen Eltern im Landkreis Cuxhaven leben. „Für einen Wolf ist das aber nur mittelweit“, sagt Schütz. Auch sei es interessant zu wissen, wie alt das Tier ist. Junge Wölfe seien oft unbedarft, heißt es. Die Älteren könnten Gefahren wie Autos wesentlich besser einschätzen. Wie die Polizei gegenüber dem MT bestätigt, wurden die Beamten um 1.38 Uhr zu einem Wildunfall an der B 482 gerufen. Bei dem nächtlichen Unfall in Heimsen waren die Autofahrerin und ihre Beifahrerin in Richtung Minden unterwegs. Ihren Aussagen zufolge ist ihnen das Tier auf einer Brücke direkt entgegen gekommen und sie haben es mit ihrem Auto erfasst. Die Polizei verständigte daraufhin - wie in solchen Fällen üblich - einen Jagdpächter. Der äußerte den Verdacht, dass es sich möglicherweise um einen Wolf handelt.