20 Bauplätze mittendrin: Lahde wächst vielleicht schon ab Sommer Oliver Plöger Petershagen. Südlich des Freibads wird ein neues Wohngebiet mit etwa 20 Bauplätzen entstehen. Der Rat hatte grünes Licht gegeben, bereits im Sommer könnten die erste Häuser gebaut werden. Die Stadt will mit dem Projekt eine innerstädtische Baulücke schließen und auf den Bedarf an Bauflächen in Lahde reagieren. Bereits Anfang des Jahres hatte die Verwaltung auf eine Warteliste verwiesen – das Interesse sei groß. „Seit mehr als zwölf Jahren ist die Stadt bestrebt, den Bebauungsplan Südliches Freibad voranzubringen“, so Anette Spieß aus der Bauverwaltung der Stadt Petershagen. Dabei sollen die 20 Bauplätze über einen Vorhabenträger zur Verfügung gestellt werden. Zuletzt hatte es eine öffentliche Auslegung der Planunterlagen geben und die weitere Beteiligung der Behörden.Auftraggeber ist die S-Immobilien Entwicklungsgesellschaft der Sparkasse Minden-Lübbecke. Das neue Baugebiet liegt südlich des Freibads zwischen Bultweg und Bahnhofstraße. Erschlossen wird es über die Bahnhofstraße.Das Gebiet grenzt an den Entwicklungsbereich der städtischen Rahmenplanung, die vom Land gefördert wird und in den in den nächsten Jahren, so wörtlich, „klare Funktionsprofile ausbilden“ soll. Wer hier wohnt, könnte künftig verstärkt von der Schwerpunktsetzung Bildung, Sport und Freizeit profitieren. Wann und wie die bestehenden Visionen umgesetzt werden, steht allerdings noch in den Sternen. Längerfristig sei es laut Verwaltung auch geplant, das Jugendzentrum nach Lahde zu verlagern. Beim Stift Lahde im Baugebiet Auf der Höge hat die Diakonie gerade Einweihung gefeiert, in unmittelbarer Nähe sind im Gebiet Auf der Höge noch Bauplätze frei. Warum das Verfahren für den Plan Südlich Freibad mehr als ein Jahrzehnt gedauert hat, ist nicht ganz klar, möglicherweise waren Grundstücksverhandlungen der Grund, typisch bei einem so großen Gebiet. Im Planungs- und Umweltausschuss ging es um den Satzungsbeschluss. Es habe Anregungen gegeben, alles im üblichen Rahmen und nichts, was man nicht bewerkstelligen könnte, wie Spieß meinte. Der Bebauungsplan sei nach dem Beschluss rechtskräftig, demnächst gehe es um den Abschluss des Erschließungsvertrags. „Irgendwann im Sommer wird dann mit den ersten Häusern angefangen.“ Bei den Ausgleichsmaßnahmen müssen Nistkästen und Fledermausunterkünfte angebracht werden, außerdem wird es eine eintausend Quadratmeter große Ausgleichsfläche im Bereich Bückeburger Aue geben. Die Fläche werde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und durch städtebaulichen Vertrag gesichert, heißt es aus der Verwaltung Doch nicht nur in Lahde geht es in Sachen Bauland voran: Auch in Windheim soll das Baugebiet Fössenbarg verstärkt durch die S-Immo beworben werden. Den Bebauungsplan gibt es seit 2003, von den zur Verfügung stehenden rund 28 Grundstücken seien bislang aber nur neun bebaut. Im Ausschuss ging es um Satzungsänderungen, die den Bereich attraktiver machen sollen, darunter das Verbot von Kies-, Splitt- und Schottergärten und den Wegfall für Beschränkungen von Solarkollektoren. Anlagen für erneuerbare Energien sind jetzt – anders als in der ursprünglichen Planung – ohne Einschränkungen möglich. Auch die privaten Anliegerwege seien noch einmal angepasst worden.

20 Bauplätze mittendrin: Lahde wächst vielleicht schon ab Sommer

Grüne Wiese in Lahde: Hier sollen Bauwillige Platz bekommen. Der Bereich grenzt an das Entwicklungsgebiet, das sich die Stadt im Zuge der Rahmenplanung vorgenommen hat. MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen. Südlich des Freibads wird ein neues Wohngebiet mit etwa 20 Bauplätzen entstehen. Der Rat hatte grünes Licht gegeben, bereits im Sommer könnten die erste Häuser gebaut werden. Die Stadt will mit dem Projekt eine innerstädtische Baulücke schließen und auf den Bedarf an Bauflächen in Lahde reagieren. Bereits Anfang des Jahres hatte die Verwaltung auf eine Warteliste verwiesen – das Interesse sei groß.

„Seit mehr als zwölf Jahren ist die Stadt bestrebt, den Bebauungsplan Südliches Freibad voranzubringen“, so Anette Spieß aus der Bauverwaltung der Stadt Petershagen. Dabei sollen die 20 Bauplätze über einen Vorhabenträger zur Verfügung gestellt werden. Zuletzt hatte es eine öffentliche Auslegung der Planunterlagen geben und die weitere Beteiligung der Behörden.

Auftraggeber ist die S-Immobilien Entwicklungsgesellschaft der Sparkasse Minden-Lübbecke. Das neue Baugebiet liegt südlich des Freibads zwischen Bultweg und Bahnhofstraße. Erschlossen wird es über die Bahnhofstraße.

Das Gebiet grenzt an den Entwicklungsbereich der städtischen Rahmenplanung, die vom Land gefördert wird und in den in den nächsten Jahren, so wörtlich, „klare Funktionsprofile ausbilden“ soll. Wer hier wohnt, könnte künftig verstärkt von der Schwerpunktsetzung Bildung, Sport und Freizeit profitieren. Wann und wie die bestehenden Visionen umgesetzt werden, steht allerdings noch in den Sternen. Längerfristig sei es laut Verwaltung auch geplant, das Jugendzentrum nach Lahde zu verlagern. Beim Stift Lahde im Baugebiet Auf der Höge hat die Diakonie gerade Einweihung gefeiert, in unmittelbarer Nähe sind im Gebiet Auf der Höge noch Bauplätze frei.

Warum das Verfahren für den Plan Südlich Freibad mehr als ein Jahrzehnt gedauert hat, ist nicht ganz klar, möglicherweise waren Grundstücksverhandlungen der Grund, typisch bei einem so großen Gebiet. Im Planungs- und Umweltausschuss ging es um den Satzungsbeschluss. Es habe Anregungen gegeben, alles im üblichen Rahmen und nichts, was man nicht bewerkstelligen könnte, wie Spieß meinte. Der Bebauungsplan sei nach dem Beschluss rechtskräftig, demnächst gehe es um den Abschluss des Erschließungsvertrags. „Irgendwann im Sommer wird dann mit den ersten Häusern angefangen.“

Bei den Ausgleichsmaßnahmen müssen Nistkästen und Fledermausunterkünfte angebracht werden, außerdem wird es eine eintausend Quadratmeter große Ausgleichsfläche im Bereich Bückeburger Aue geben. Die Fläche werde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und durch städtebaulichen Vertrag gesichert, heißt es aus der Verwaltung

Doch nicht nur in Lahde geht es in Sachen Bauland voran: Auch in Windheim soll das Baugebiet Fössenbarg verstärkt durch die S-Immo beworben werden. Den Bebauungsplan gibt es seit 2003, von den zur Verfügung stehenden rund 28 Grundstücken seien bislang aber nur neun bebaut. Im Ausschuss ging es um Satzungsänderungen, die den Bereich attraktiver machen sollen, darunter das Verbot von Kies-, Splitt- und Schottergärten und den Wegfall für Beschränkungen von Solarkollektoren. Anlagen für erneuerbare Energien sind jetzt – anders als in der ursprünglichen Planung – ohne Einschränkungen möglich. Auch die privaten Anliegerwege seien noch einmal angepasst worden.

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