15. Kunstwerkstatt in Hävern: „Der Stein will nicht wie ich“ Ulrich Westermann Petershagen-Hävern (Wes). Einmal im Jahr ist die Hamburger Bildhauerin und Kulturpädagogin Sonja Mosick in Hävern zu Gast. Zum 15. Mal verwandelte sich unter ihrer Leitung ein Teil der Hofstätte Holthöfer in eine Kunstwerkstatt. Diesmal hatten sich sieben Hobbykünstlerinnen eingefunden, um unter dem Motto „Die Steine warten auf dich – Schule der Kreativität“ in Aktion zu treten. Die Kunstwerkstatt geht auf Mosicks Aufenthalt in Hävern vor über 15 Jahren zurück. Damals entstand die Idee, gemeinsam mit einheimischen und auswärtigen Mitwirkenden verschiedener Altersgruppen künstlerisch aktiv zu werden. Mosick selbst ist seit 1997 als freischaffende Bildhauerin und Seminarleiterin in Hamburg tätig. „Der Stein will nicht immer wie ich“, hatte eine Hobbykünstlerin bereits zu Beginn erkannt. Mosick beruhigte: „Um die verschiedenen Ziele zu erreichen, sollte das Werkstück als lebendiges Material betrachtet werden.“ Sonja Mosick hatte für das zweitägige Programm farbigen Sandstein, Selenit und Speckstein mitgebracht.Eingefunden hatte sich eine bunt gemischte Gruppe. Die weiteste Anreise über 355 Kilometer hatte Iris Nagel aus Hessen. Der Widderkopf, den sie aus dem Stein gearbeitet hatte, bekommt einen Platz auf dem Wohnzimmerschrank. Sonja Mosick empfahl, diese Skulptur mit Olivenöl einzureiben und mit einem weichen Tuch zu polieren.Von Anfang an gehört Gastgeberin Friederike Holthöfer zu den Teilnehmerinnen. Zu ihrer Sammlung, die im Laufe der Jahre entstanden ist und auf der Außenanlage der Hofstätte präsentiert wird, gehören unter anderem der Frosch „Grinsebacke“, ein Löwenkopf und eine Eule. Diesmal hatte sie sich für einen „Durchbruch“ entschieden: einen Stein, den sie mit einem Loch ausstattete. Zudem setzte sie ihre Arbeit an einem im vergangenen Jahr begonnenen „Doppelkopf“ mit unterschiedlichen Nasenflügeln und Augen fort.Carla Latijuhouwers aus Hamburg war zum siebten Mal dabei. An ihrem Arbeitstisch entstand ein Platanenblatt. „Es sieht aus wie ein Drachenfuß“, meinte die Hobbykünstlerin. Kerstin Schittko (Schweringen) wies darauf hin, dass ihr Stein eine Wandlung durchlaufen habe: „Die Idee, eine Weltkugel zu erstellen, bleibt bestehen. Von Anfang an nicht eingeplant waren die Hände, von denen die Kugel getragen wird. Allerdings muss ich noch daran arbeiten.“Auch Simone Foth aus Hamburg war mit Feuereifer bei der Sache. Sie wollte mit ihrer Skulptur das Element Wasser mit einem Fischschwarm in den Mittelpunkt stellen: „Mal sehen, wo die Reise hingeht.“Anke Kirchhof-Knoch aus Petershagen hatte es zunächst mit einem 30 Kilogramm schweren Sandstein zu tun. In dem Drei-Jahres-Projekt soll ein Kunstwerk zum Thema „Gegensätze“ entstehen.

15. Kunstwerkstatt in Hävern: „Der Stein will nicht wie ich“

In der Kunstwerkstatt in Hävern wurden unter der Leitung von Sonja Mosick (links) Steinrohlinge in Skulpturen verwandelt. Foto: Ulrich Westermann

Petershagen-Hävern (Wes). Einmal im Jahr ist die Hamburger Bildhauerin und Kulturpädagogin Sonja Mosick in Hävern zu Gast. Zum 15. Mal verwandelte sich unter ihrer Leitung ein Teil der Hofstätte Holthöfer in eine Kunstwerkstatt. Diesmal hatten sich sieben Hobbykünstlerinnen eingefunden, um unter dem Motto „Die Steine warten auf dich – Schule der Kreativität“ in Aktion zu treten.

Die Kunstwerkstatt geht auf Mosicks Aufenthalt in Hävern vor über 15 Jahren zurück. Damals entstand die Idee, gemeinsam mit einheimischen und auswärtigen Mitwirkenden verschiedener Altersgruppen künstlerisch aktiv zu werden. Mosick selbst ist seit 1997 als freischaffende Bildhauerin und Seminarleiterin in Hamburg tätig.

„Der Stein will nicht immer wie ich“, hatte eine Hobbykünstlerin bereits zu Beginn erkannt. Mosick beruhigte: „Um die verschiedenen Ziele zu erreichen, sollte das Werkstück als lebendiges Material betrachtet werden.“ Sonja Mosick hatte für das zweitägige Programm farbigen Sandstein, Selenit und Speckstein mitgebracht.

Eingefunden hatte sich eine bunt gemischte Gruppe. Die weiteste Anreise über 355 Kilometer hatte Iris Nagel aus Hessen. Der Widderkopf, den sie aus dem Stein gearbeitet hatte, bekommt einen Platz auf dem Wohnzimmerschrank. Sonja Mosick empfahl, diese Skulptur mit Olivenöl einzureiben und mit einem weichen Tuch zu polieren.

Von Anfang an gehört Gastgeberin Friederike Holthöfer zu den Teilnehmerinnen. Zu ihrer Sammlung, die im Laufe der Jahre entstanden ist und auf der Außenanlage der Hofstätte präsentiert wird, gehören unter anderem der Frosch „Grinsebacke“, ein Löwenkopf und eine Eule. Diesmal hatte sie sich für einen „Durchbruch“ entschieden: einen Stein, den sie mit einem Loch ausstattete. Zudem setzte sie ihre Arbeit an einem im vergangenen Jahr begonnenen „Doppelkopf“ mit unterschiedlichen Nasenflügeln und Augen fort.

Carla Latijuhouwers aus Hamburg war zum siebten Mal dabei. An ihrem Arbeitstisch entstand ein Platanenblatt. „Es sieht aus wie ein Drachenfuß“, meinte die Hobbykünstlerin. Kerstin Schittko (Schweringen) wies darauf hin, dass ihr Stein eine Wandlung durchlaufen habe: „Die Idee, eine Weltkugel zu erstellen, bleibt bestehen. Von Anfang an nicht eingeplant waren die Hände, von denen die Kugel getragen wird. Allerdings muss ich noch daran arbeiten.“

Auch Simone Foth aus Hamburg war mit Feuereifer bei der Sache. Sie wollte mit ihrer Skulptur das Element Wasser mit einem Fischschwarm in den Mittelpunkt stellen: „Mal sehen, wo die Reise hingeht.“

Anke Kirchhof-Knoch aus Petershagen hatte es zunächst mit einem 30 Kilogramm schweren Sandstein zu tun. In dem Drei-Jahres-Projekt soll ein Kunstwerk zum Thema „Gegensätze“ entstehen.

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