100 Kilometer für krebskranke Kinder: Runde um Runde um den Raderhorster Ring Oliver Plöger Petershagen-Raderhorst. Am Anfang gab es die Idee, an einem 24-Stunden-Megamarsch über 100 Kilometer teilzunehmen. Das fiel allerdings wegen Corona ins Wasser. Deswegen gab es in Raderhorst jetzt einen „Walk“ über den Raderhorster Ring. Der sollte so lange absolviert werden, bis die 100-Kilometer-Marke erreicht ist. Kurzum: Vier Läufer bewegten sich etwa hundert Mal über den Ring, zwei kamen am Ende an: Fabian Lange (31) und André Blaume (38). Angefeuert von den Raderhorstern hatten die beiden Sportler keine Durchhänger. „Wir hatten uns vor zwei Wochen getroffen und mit dem Training begonnen“, meinten sie. Mirko Peek (23) musste nach 45 Runden mit Blasen am linken Fuß aufgeben, Stefan Paschen schaffte immerhin noch 60 Runden. Dass sie es nicht ganz geschafft hatten, nahmen sie sportlich, zumal es um die „gute Sache“ ging. Dazu trugen Sponsorengelder bei und der Erlös aus Getränken und Gegrilltem, das am Dorfplatz angeboten wurde. Am Ende kamen nämlich exakt 2.222,22 Euro für die gute Sache zusammen. Und die „gute Sache“ ist die Mindener Initiative Krebskranker Kinder, deren zweite Vorsitzende Eva Prasuhn den Betrag jetzt in einer Feierstunde dankbar entgegennahm. Das Geld werde dazu beitragen, die Zeit der Therapie für die Kinder und Eltern zu erleichtern. „Wir wollen den betroffenen Familien helfen, den Familienalltag in die Klink zu holen und der Familie so Raum für sich zu geben“, erklärt Prasuhn. Für viele Monate sei die Klinik oft das zweite Zuhause. Der Verein, der komplett ehrenamtlich agiert, sei derzeit dabei, die physiotherapeutischen Programme für die Kinder zu unterstützen, wozu etwa die Anschaffung eines Trimmrads gehört. „Wir helfen den Familien aber auch, wenn es darum geht, die Kinder zur Strahlentherapie nach Essen zu bringen“, so Eva Prasuhn zum MT. Über das Engagement der Raderhorster freut sich auch Ortsbürgermeister Heiko Deterding (CDU). Dass die Leute nach diversen Fest-Absagen endlich wieder nach draußen wollen, habe auch die große Beteiligung von über 100 Zuschauern an dem Rundenmarsch gezeigt.

100 Kilometer für krebskranke Kinder: Runde um Runde um den Raderhorster Ring

Eva Prasuhn freut sich über das gute Spendenergebnis des 24-Stunden-Laufs in Raderhorst. Dafür sorgten auch (im Hintergrund von links): Fabian Lange, André Blaume und Mirko Peek. © MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen-Raderhorst. Am Anfang gab es die Idee, an einem 24-Stunden-Megamarsch über 100 Kilometer teilzunehmen. Das fiel allerdings wegen Corona ins Wasser. Deswegen gab es in Raderhorst jetzt einen „Walk“ über den Raderhorster Ring. Der sollte so lange absolviert werden, bis die 100-Kilometer-Marke erreicht ist. Kurzum: Vier Läufer bewegten sich etwa hundert Mal über den Ring, zwei kamen am Ende an: Fabian Lange (31) und André Blaume (38). Angefeuert von den Raderhorstern hatten die beiden Sportler keine Durchhänger. „Wir hatten uns vor zwei Wochen getroffen und mit dem Training begonnen“, meinten sie.

Mirko Peek (23) musste nach 45 Runden mit Blasen am linken Fuß aufgeben, Stefan Paschen schaffte immerhin noch 60 Runden. Dass sie es nicht ganz geschafft hatten, nahmen sie sportlich, zumal es um die „gute Sache“ ging. Dazu trugen Sponsorengelder bei und der Erlös aus Getränken und Gegrilltem, das am Dorfplatz angeboten wurde. Am Ende kamen nämlich exakt 2.222,22 Euro für die gute Sache zusammen.

Und die „gute Sache“ ist die Mindener Initiative Krebskranker Kinder, deren zweite Vorsitzende Eva Prasuhn den Betrag jetzt in einer Feierstunde dankbar entgegennahm. Das Geld werde dazu beitragen, die Zeit der Therapie für die Kinder und Eltern zu erleichtern. „Wir wollen den betroffenen Familien helfen, den Familienalltag in die Klink zu holen und der Familie so Raum für sich zu geben“, erklärt Prasuhn. Für viele Monate sei die Klinik oft das zweite Zuhause.

Der Verein, der komplett ehrenamtlich agiert, sei derzeit dabei, die physiotherapeutischen Programme für die Kinder zu unterstützen, wozu etwa die Anschaffung eines Trimmrads gehört. „Wir helfen den Familien aber auch, wenn es darum geht, die Kinder zur Strahlentherapie nach Essen zu bringen“, so Eva Prasuhn zum MT.

Über das Engagement der Raderhorster freut sich auch Ortsbürgermeister Heiko Deterding (CDU). Dass die Leute nach diversen Fest-Absagen endlich wieder nach draußen wollen, habe auch die große Beteiligung von über 100 Zuschauern an dem Rundenmarsch gezeigt.

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