Corona-Pandemie RKI: "Fulminanter Verlauf" der vierten Welle droht im Herbst Angela Wiese Berlin. 61,7 Prozent der Impfberechtigten in Deutschland waren am 7. September nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vollständig geimpft. Aber reicht das aus? "Die Zahl der Ungeimpften ist noch zu groß", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag bei einer Bundespressekonferenz in Berlin. Angesichts der grassierenden Delta-Variante, sei eine Überlastung des Gesundheitssystems weiter nicht ausgeschlossen. Spahn: Impfung entscheidet auch darüber, wie der Herbst wird „Jede einzelne Impfentscheidung entscheidet auch darüber, wie sicher wir gemeinsam durch Herbst und Winter kommen", sagte der CDU-Politiker. Spahn verwies darauf, dass von den Covid-19-Patienten auf Intensivstationen momentan deutlich über 90 Prozent nicht geimpft seien. "Was wir gerade sehen, ist eine Pandemie der Ungeimpften." Zu Fragen nach einem möglichen erneuten Lockdown, die ihm oft gestellt würden, sagte Spahn: „Die Debatte muss doch andersherum gehen: Wir haben das Mittel in der Hand, uns zurück in Freiheit und Normalität zu impfen". Man sei schon ein ganzes Stück vorangekommen, „aber wir müssen eben noch einige, viele weitere überzeugen, diesen Weg mit uns zu gehen." Auch RKI-Chef Lothar Wieler sagte: Die Corona-Pandemie könne im Herbst einen "fulminanten Verlauf nehmen", wenn die Zahl der Impfungen nicht deutlich gesteigert werde. Schon jetzt, so schätzt das RKI, hätten Impfungen Hunderttausende Infektionen und Zehntausende Krankenhausaufenthalte verhindern können. Spahn: "Gemeinsame Impfwoche" ab Montag Spahn rief für die Woche ab kommenden Montag zu einer "gemeinsamen Impfwoche" auf. Bund, Länder und Kommunen sollten dann ihre Anstrengungen in der Impfkampagne vor Ort bündeln. In den sozialen Medien laufe die Aktion unter dem Hashtag #hierwirdgeimpft, zudem gebe es eine gleichnamige Internetsteite. Auch der Einzelhandel kündigte an, die Impfkampagne zu unterstützen. "Der Handel steht für Leben statt Lockdown", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes HDE, Stefan Genth, bei der Pressekonferenz. Der Handel wolle einen "Aufbruch in eine Zeit, in der wir mit dem Virus leben, leben müssen." Bislang seien in Einkaufszentren bundesweit bereits mehr als 100.000 Impfdosen verabreicht worden. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r
Corona-Pandemie

RKI: "Fulminanter Verlauf" der vierten Welle droht im Herbst

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Mitte) und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (links). © AFP

Berlin. 61,7 Prozent der Impfberechtigten in Deutschland waren am 7. September nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vollständig geimpft. Aber reicht das aus?

"Die Zahl der Ungeimpften ist noch zu groß", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag bei einer Bundespressekonferenz in Berlin. Angesichts der grassierenden Delta-Variante, sei eine Überlastung des Gesundheitssystems weiter nicht ausgeschlossen.

Spahn: Impfung entscheidet auch darüber, wie der Herbst wird

„Jede einzelne Impfentscheidung entscheidet auch darüber, wie sicher wir gemeinsam durch Herbst und Winter kommen", sagte der CDU-Politiker. Spahn verwies darauf, dass von den Covid-19-Patienten auf Intensivstationen momentan deutlich über 90 Prozent nicht geimpft seien. "Was wir gerade sehen, ist eine Pandemie der Ungeimpften."

Zu Fragen nach einem möglichen erneuten Lockdown, die ihm oft gestellt würden, sagte Spahn: „Die Debatte muss doch andersherum gehen: Wir haben das Mittel in der Hand, uns zurück in Freiheit und Normalität zu impfen". Man sei schon ein ganzes Stück vorangekommen, „aber wir müssen eben noch einige, viele weitere überzeugen, diesen Weg mit uns zu gehen."

Auch RKI-Chef Lothar Wieler sagte: Die Corona-Pandemie könne im Herbst einen "fulminanten Verlauf nehmen", wenn die Zahl der Impfungen nicht deutlich gesteigert werde. Schon jetzt, so schätzt das RKI, hätten Impfungen Hunderttausende Infektionen und Zehntausende Krankenhausaufenthalte verhindern können.

Spahn: "Gemeinsame Impfwoche" ab Montag

Spahn rief für die Woche ab kommenden Montag zu einer "gemeinsamen Impfwoche" auf. Bund, Länder und Kommunen sollten dann ihre Anstrengungen in der Impfkampagne vor Ort bündeln. In den sozialen Medien laufe die Aktion unter dem Hashtag #hierwirdgeimpft, zudem gebe es eine gleichnamige Internetsteite.

Auch der Einzelhandel kündigte an, die Impfkampagne zu unterstützen. "Der Handel steht für Leben statt Lockdown", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes HDE, Stefan Genth, bei der Pressekonferenz. Der Handel wolle einen "Aufbruch in eine Zeit, in der wir mit dem Virus leben, leben müssen." Bislang seien in Einkaufszentren bundesweit bereits mehr als 100.000 Impfdosen verabreicht worden.

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