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Kommt die Maskenpflicht in Innenräumen zurück? Was die Bundesländer planen Berlin (dpa). Wegen der wieder zunehmend angespannten Corona-Lage in Deutschland fordern Krankenhäuser und Ärztevertreter eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen. Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es derzeit nur noch in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus können die Länder sie bei Bedarf in Innenräumen einführen. "Sobald die Inzidenz über 1.000 klettert, müssen wir auch eine Maskenpflicht für Bars, Gastronomie und Restaurants in Betracht ziehen. Dann haben wir nämlich in Wirklichkeit eine Inzidenz von 3.000", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Johannes Nießen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zur Einordnung: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag mit 687,5 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 680,9 gelegen (Vorwoche: 787,5; Vormonat: 248,2). Aber welche Bundesländer wollen überhaupt zurück zur Maskenpflicht in Innenräumen? Eine Übersicht: Was die einzelnen Länder planen Nordrhein-Westfalen Das NRW-Gesundheitsministerium sieht trotz steigender Neuinfektionsraten (Inzidenz am Dienstag 621,4) derzeit keinen Anlass, die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen zu verschärfen: So sei "die aktuelle Lage zwar angespannt, aber beherrschbar", heißt es vom Ministerium. Wegen der großen Erfahrung der Bevölkerung nach zwei Corona-Wintern setzt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf Eigenverantwortung der Menschen. Impfungen bleiben nach seiner Überzeugung auch in diesem Winter die entscheidende Waffe gegen das Coronavirus. "Wichtig ist jetzt, dass die Menschen ihren Impfstatus überprüfen und mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission abgleichen", sagte er. Niedersachsen Die Belastung der Kliniken in Niedersachsen nimmt angesichts steigender Corona-Zahlen wieder zu. An einigen Standorten werden bereits wieder Operationen verschoben. Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat deshalb zu Schutzimpfungen aufgerufen. "Die Herbstwelle ist in vollem Gange und der Infektionsdruck in der Bevölkerung aktuell ausgesprochen hoch", erklärte die SPD-Politikerin. "Auch wenn wir derzeit noch ein Stück weit von der Warnstufe 1 entfernt sind, nehmen wir die aktuelle Entwicklung der Lage ausgesprochen ernst", sagte sie weiter. Bei der Warnstufe 1 werde vor allem die Maske in Innenräumen das angemessene Mittel sein. Am Dienstag lag die Inzidenz bei 736,2. Berlin Für die Hauptstadt (Inzidenz bei 414,2) kündigte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote einen Vorschlag zur Wiedereinführung der Maskenpflicht zum Beispiel in Geschäften oder Museen an. "Wir sehen gerade, dass die Infektionen in Berlin sehr stark ansteigen, wodurch das Gesundheitssystem sehr stark belastet wird", sagte die Grünen-Politikerin. Brandenburg Auch in Berlins Nachbarland Brandenburg wird die Ausweitung der Maskenpflicht diskutiert. "Eine moderate Ausweitung der Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, wie Berlin sie jetzt erwägt, halte ich für ein geeignetes Mittel", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Inzidenz liegt aktuell bei 671,7. Hessen Das RKI gab die Inzidenz für Hessen am Dienstag mit 898,0 an, die zweithöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Trotzdem gelten auch hier die bekannten Regeln zur Maskenpflicht. "Unser Maßstab ist und bleibt, das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Wir haben das Infektionsgeschehen fest im Blick. Sollte der Pandemieverlauf stärkere Schutzmaßnahmen erforderlich machen oder eine neue pathogenere Virusvariante auftreten, würde eine neue Verordnung notwendig", sagt Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). Rheinland-Pfalz "Wir rechnen damit, dass die Infektionszahlen in den kommenden Herbst- und Wintermonaten wieder steigen werden, allerdings ist die Ausgangslage in diesem Jahr eine sehr viel bessere", sagt der Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch (SPD). Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI bei 793,2. Das Land behalte zunächst aber die geltenden Regeln weitestgehend bei. Schleswig-Holstein Auch im nördlichsten Bundesland gilt die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Da die Impfquote vergleichsweise hoch ist, mache das Land keinen Gebrauch von verschärfenden Regeln. Sollte sich die Pandemie-Situation in Schleswig-Holstein verändern, könne sie jederzeit angepasst werden. Mit 533,4 gehört die Inzidenz im Land zu den niedrigsten in Deutschland. Bremen "Die Lage in unseren Krankenhäusern ist sehr ernst und darauf müssen wir reagieren, um unser Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Die Pandemie ist noch nicht vorbei und in den Krankenhäusern spitzt sich die Situation zu", sagt Bremens Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard (Linke). Bisher seien keine Verschärfungen geplant, der Senat will in seiner Sitzung am Dienstag aber über weitere Corona-Schutzmaßnahmen beraten. Aktuell liegt die Inzidenz in Bremen bei 604,6. Hamburg In Hamburg gelten zunächst bis zum 29. Oktober die bundesweit aktuellen Regeln zu Maskenpflicht. "Es ist vorgesehen, dass die Regelungen – soweit sich keine erheblichen Veränderungen im Infektionsgeschehen oder andere Anpassungsbedarfe ergeben – in dieser Form bis zum April des kommenden Jahres Gültigkeit behalten", heißt es bei der Sozialbehörde. Mit 280,2 hat Hamburg aktuell bundesweit die niedrigste Inzidenz. Mecklenburg-Vorpommern Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) fühlt sich mit den geltenden Regeln "gut auf die nächsten Monate vorbereitet"; heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Voraussetzungen für den beginnenden Herbst und Winter sind deutliche bessere im Vergleich zu früheren Phasen der Pandemie." Ein Expertengremium beobachte die Entwicklung sehr genau - die Inzidenz liegt am Dienstag bei 621,5. Die Ministerin appellierte insbesondere an Risikogruppen, sich impfen zu lassen. Sachsen-Anhalt In Sachsen-Anhalt (Inzidenz bei 631,2) gilt die sogenannte Eindämmungsverordnung noch bis Ende Oktober. Damit wurden die bundesweiten Regeln zur Maskenpflicht umgesetzt. Sachsen Auch in Sachsen (Inzidenz bei 558,3) gelten die bundesweiten Regeln bis auf Weiteres. Thüringen Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat die Thüringer dazu aufgerufen, in Innenräumen und bei Ansammlungen von Menschen wieder eine Maske zu tragen. "Das Risiko einer Infektion ist gerade sehr hoch. In Innenräumen oder in Situationen, in denen viele Menschen aufeinander treffen und die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, ist es jetzt wieder an der Zeit, sich solidarisch zu zeigen und eine Schutzmaske zu tragen", sagte sie. Vorgeschrieben sei dies jedoch nicht. Die Inzidenz in Thüringen liegt bei 542,9. Bayern Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in Innenräumen ausgesprochen. "Da bin ich derzeit zurückhaltend. Jeder kann sich doch schützen, indem er freiwillig eine Maske aufzieht und sich impfen lässt", sagte der CSU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag". Im Zuge des Oktoberfests waren die Infektionszahlen in Bayern und speziell München drastisch gestiegen. Inzwischen sinken sie wieder, am Dienstag liegt die Inzidenz in Bayern bei 782,1. Die dortigen Kliniken stehen nun enorm unter Druck und registrieren so viele Patienten mit Corona wie nie zuvor. Baden-Württemberg In Baden-Württemberg (Inzidenz bei 742,8) bereitet sich die Regierung auf eine Verschärfung der Regeln vor. "Schon jetzt appelliere ich an die Menschen, eigenverantwortlich zu handeln, und dort, wo viele Menschen in Innenräumen zusammenkommen, auch eine Maske zu tragen", wird Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bei "watson" zitiert. Saarland Im Saarland mit der bundesweit höchsten Inzidenz (1.228,8) bleibt es zunächst noch bei einem Appell, nachdem ein Regierungssprecher zuvor angekündigt hatte, dass die Regierung "sehr zeitnah" neue Entscheidungen zu Corona-Maßnahmen bekannt geben werde. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) rief die Menschen dazu auf, wieder Masken in Innenräumen zu tragen. Eine Verschärfung der Corona-Regeln, etwa mit einer Ausweitung der Maskenpflicht, sei zunächst nicht vorgesehen. Dies sei aber ein möglicher Schritt, wenn sich die Situation nicht verbessere.
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Kommt die Maskenpflicht in Innenräumen zurück? Was die Bundesländer planen

Bis Ende Oktober gelten die aktuellen Corona-Regeln noch, doch Rufe nach einer Maskenpflicht in Innenräumen werden lauter. © Bernd Weißbrod

Berlin (dpa). Wegen der wieder zunehmend angespannten Corona-Lage in Deutschland fordern Krankenhäuser und Ärztevertreter eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen. Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es derzeit nur noch in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus können die Länder sie bei Bedarf in Innenräumen einführen.

"Sobald die Inzidenz über 1.000 klettert, müssen wir auch eine Maskenpflicht für Bars, Gastronomie und Restaurants in Betracht ziehen. Dann haben wir nämlich in Wirklichkeit eine Inzidenz von 3.000", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Johannes Nießen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zur Einordnung: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag mit 687,5 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 680,9 gelegen (Vorwoche: 787,5; Vormonat: 248,2).

Aber welche Bundesländer wollen überhaupt zurück zur Maskenpflicht in Innenräumen? Eine Übersicht:

Was die einzelnen Länder planen

Nordrhein-Westfalen

Das NRW-Gesundheitsministerium sieht trotz steigender Neuinfektionsraten (Inzidenz am Dienstag 621,4) derzeit keinen Anlass, die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen zu verschärfen: So sei "die aktuelle Lage zwar angespannt, aber beherrschbar", heißt es vom Ministerium. Wegen der großen Erfahrung der Bevölkerung nach zwei Corona-Wintern setzt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf Eigenverantwortung der Menschen. Impfungen bleiben nach seiner Überzeugung auch in diesem Winter die entscheidende Waffe gegen das Coronavirus. "Wichtig ist jetzt, dass die Menschen ihren Impfstatus überprüfen und mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission abgleichen", sagte er.

Niedersachsen

Die Belastung der Kliniken in Niedersachsen nimmt angesichts steigender Corona-Zahlen wieder zu. An einigen Standorten werden bereits wieder Operationen verschoben. Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat deshalb zu Schutzimpfungen aufgerufen. "Die Herbstwelle ist in vollem Gange und der Infektionsdruck in der Bevölkerung aktuell ausgesprochen hoch", erklärte die SPD-Politikerin. "Auch wenn wir derzeit noch ein Stück weit von der Warnstufe 1 entfernt sind, nehmen wir die aktuelle Entwicklung der Lage ausgesprochen ernst", sagte sie weiter. Bei der Warnstufe 1 werde vor allem die Maske in Innenräumen das angemessene Mittel sein. Am Dienstag lag die Inzidenz bei 736,2.

Berlin

Für die Hauptstadt (Inzidenz bei 414,2) kündigte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote einen Vorschlag zur Wiedereinführung der Maskenpflicht zum Beispiel in Geschäften oder Museen an. "Wir sehen gerade, dass die Infektionen in Berlin sehr stark ansteigen, wodurch das Gesundheitssystem sehr stark belastet wird", sagte die Grünen-Politikerin.

Brandenburg

Auch in Berlins Nachbarland Brandenburg wird die Ausweitung der Maskenpflicht diskutiert. "Eine moderate Ausweitung der Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, wie Berlin sie jetzt erwägt, halte ich für ein geeignetes Mittel", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Inzidenz liegt aktuell bei 671,7.

Hessen

Das RKI gab die Inzidenz für Hessen am Dienstag mit 898,0 an, die zweithöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Trotzdem gelten auch hier die bekannten Regeln zur Maskenpflicht. "Unser Maßstab ist und bleibt, das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Wir haben das Infektionsgeschehen fest im Blick. Sollte der Pandemieverlauf stärkere Schutzmaßnahmen erforderlich machen oder eine neue pathogenere Virusvariante auftreten, würde eine neue Verordnung notwendig", sagt Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne).

Rheinland-Pfalz

"Wir rechnen damit, dass die Infektionszahlen in den kommenden Herbst- und Wintermonaten wieder steigen werden, allerdings ist die Ausgangslage in diesem Jahr eine sehr viel bessere", sagt der Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch (SPD). Am Dienstag lag die Inzidenz laut RKI bei 793,2. Das Land behalte zunächst aber die geltenden Regeln weitestgehend bei.

Schleswig-Holstein

Auch im nördlichsten Bundesland gilt die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Da die Impfquote vergleichsweise hoch ist, mache das Land keinen Gebrauch von verschärfenden Regeln. Sollte sich die Pandemie-Situation in Schleswig-Holstein verändern, könne sie jederzeit angepasst werden. Mit 533,4 gehört die Inzidenz im Land zu den niedrigsten in Deutschland.

Bremen

"Die Lage in unseren Krankenhäusern ist sehr ernst und darauf müssen wir reagieren, um unser Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Die Pandemie ist noch nicht vorbei und in den Krankenhäusern spitzt sich die Situation zu", sagt Bremens Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard (Linke). Bisher seien keine Verschärfungen geplant, der Senat will in seiner Sitzung am Dienstag aber über weitere Corona-Schutzmaßnahmen beraten. Aktuell liegt die Inzidenz in Bremen bei 604,6.

Hamburg

In Hamburg gelten zunächst bis zum 29. Oktober die bundesweit aktuellen Regeln zu Maskenpflicht. "Es ist vorgesehen, dass die Regelungen – soweit sich keine erheblichen Veränderungen im Infektionsgeschehen oder andere Anpassungsbedarfe ergeben – in dieser Form bis zum April des kommenden Jahres Gültigkeit behalten", heißt es bei der Sozialbehörde. Mit 280,2 hat Hamburg aktuell bundesweit die niedrigste Inzidenz.

Mecklenburg-Vorpommern

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) fühlt sich mit den geltenden Regeln "gut auf die nächsten Monate vorbereitet"; heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Voraussetzungen für den beginnenden Herbst und Winter sind deutliche bessere im Vergleich zu früheren Phasen der Pandemie." Ein Expertengremium beobachte die Entwicklung sehr genau - die Inzidenz liegt am Dienstag bei 621,5. Die Ministerin appellierte insbesondere an Risikogruppen, sich impfen zu lassen.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt (Inzidenz bei 631,2) gilt die sogenannte Eindämmungsverordnung noch bis Ende Oktober. Damit wurden die bundesweiten Regeln zur Maskenpflicht umgesetzt.

Sachsen

Auch in Sachsen (Inzidenz bei 558,3) gelten die bundesweiten Regeln bis auf Weiteres.

Thüringen

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat die Thüringer dazu aufgerufen, in Innenräumen und bei Ansammlungen von Menschen wieder eine Maske zu tragen. "Das Risiko einer Infektion ist gerade sehr hoch. In Innenräumen oder in Situationen, in denen viele Menschen aufeinander treffen und die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, ist es jetzt wieder an der Zeit, sich solidarisch zu zeigen und eine Schutzmaske zu tragen", sagte sie. Vorgeschrieben sei dies jedoch nicht. Die Inzidenz in Thüringen liegt bei 542,9.

Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in Innenräumen ausgesprochen. "Da bin ich derzeit zurückhaltend. Jeder kann sich doch schützen, indem er freiwillig eine Maske aufzieht und sich impfen lässt", sagte der CSU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag". Im Zuge des Oktoberfests waren die Infektionszahlen in Bayern und speziell München drastisch gestiegen. Inzwischen sinken sie wieder, am Dienstag liegt die Inzidenz in Bayern bei 782,1. Die dortigen Kliniken stehen nun enorm unter Druck und registrieren so viele Patienten mit Corona wie nie zuvor.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg (Inzidenz bei 742,8) bereitet sich die Regierung auf eine Verschärfung der Regeln vor. "Schon jetzt appelliere ich an die Menschen, eigenverantwortlich zu handeln, und dort, wo viele Menschen in Innenräumen zusammenkommen, auch eine Maske zu tragen", wird Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bei "watson" zitiert.

Saarland

Im Saarland mit der bundesweit höchsten Inzidenz (1.228,8) bleibt es zunächst noch bei einem Appell, nachdem ein Regierungssprecher zuvor angekündigt hatte, dass die Regierung "sehr zeitnah" neue Entscheidungen zu Corona-Maßnahmen bekannt geben werde. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) rief die Menschen dazu auf, wieder Masken in Innenräumen zu tragen. Eine Verschärfung der Corona-Regeln, etwa mit einer Ausweitung der Maskenpflicht, sei zunächst nicht vorgesehen. Dies sei aber ein möglicher Schritt, wenn sich die Situation nicht verbessere.

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