Impfzentren in NRW öffnen: Wer ab Februar Post bekommt Düsseldorf. Bedienstete in NRW-Krankenhäusern sollen ab Mitte Januar geimpft werden. Das Land will den Mitarbeitern, die im Alltag eng mit Covid-Patienten zu tun haben, ab dem 18. Januar (3. Kalenderwoche) ein Impfangebot machen. Das sind in NRW rund 90.000 Menschen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Parallel dazu sollen Menschen ab 80 Jahren ab dem 18. Januar einen Brief erhalten. In diesem sollen sie über den Start der Impfzentren informiert werden. Laut Laumann sollen die 53 Impfzentren in NRW, davon sieben in OWL, ab Februar öffnen. Anfangs sollen dort dann Bürger ab 80 Jahren geimpft werden, parallel dazu die Beschäftigten in der ambulanten Pflege. Laumann geht davon aus, dass es bis Ende März dauern wird, diese Personen zu impfen. Menschen über 80 Jahren sollen sich über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) einen Termin geben lassen können, so Laumann. Einzelheiten nannte er noch nicht. Das Angebot gilt für rund 1,2 Millionen Menschen in NRW. 81.300 Menschen geimpft Bis Dienstag wurden im Bundesland 81.300 Menschen geimpft, so Laumann. Bis Ende der Woche werden es 140.000 sein – fast ausschließlich in den Pflegeeinrichtungen. „Dann haben wir vorerst alles verimpft, was möglich war", so Laumann. Bis jetzt habe das Land 280.000 Impfdosen erhalten; die andere Hälfte liegt in einem Zentrallager und wird für die anstehende Zweitimpfung aufbewahrt. Die ist nach drei Wochen fällig. In NRW wird mit dem zweiten Durchgang in der dritten Kalenderwoche begonnen. Laut Laumann sei der verfügbare Impfstoff in NRW bislang zügig verimpft worden. „Unsere Strukturen funktionieren. Es läuft relativ problemlos ab." Damit reagierte er auf scharfe Kritik aus einigen Kommunen, wonach der Impfstart in Heimen chaotisch abgelaufen sei. Kritik an Impfstrategie Spätestens Anfang nächster Woche solle NRW weiteren Impfstoff erhalten. Laumann: „Wir werden bis einschließlich der siebten Kalenderwoche 920.000 Impfdosen der Firma Biontec bekommen." Damit könne das Land bis zum 21. Februar 460.000 Menschen impfen. Die SPD im Landtag hat die Impfstrategie kritisiert. Es mangele an verlässlichen Informationen für die Menschen, wann sie geimpft werden, sagte Fraktionschef Thomas Kutschaty. „Wer nicht zeitnah geimpft wird, muss bis dahin mehr getestet werden." Laumann geht davon aus, dass sich die Anzahl der Impfungen in NRW erheblich erhöhen wird, sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen. Auf die Frage nach der bislang eher geringen Impfbereitschaft des Pflegepersonals sagte er: „Verstehen kann ich das nicht." Jeder Mensch müsse aber für sich entscheiden, ob er sich impfen lässt. Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Impfzentren in NRW öffnen: Wer ab Februar Post bekommt

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). © picture alliance/dpa/Reuters/Pool

Düsseldorf. Bedienstete in NRW-Krankenhäusern sollen ab Mitte Januar geimpft werden. Das Land will den Mitarbeitern, die im Alltag eng mit Covid-Patienten zu tun haben, ab dem 18. Januar (3. Kalenderwoche) ein Impfangebot machen. Das sind in NRW rund 90.000 Menschen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf.

Parallel dazu sollen Menschen ab 80 Jahren ab dem 18. Januar einen Brief erhalten. In diesem sollen sie über den Start der Impfzentren informiert werden. Laut Laumann sollen die 53 Impfzentren in NRW, davon sieben in OWL, ab Februar öffnen. Anfangs sollen dort dann Bürger ab 80 Jahren geimpft werden, parallel dazu die Beschäftigten in der ambulanten Pflege. Laumann geht davon aus, dass es bis Ende März dauern wird, diese Personen zu impfen.

Menschen über 80 Jahren sollen sich über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) einen Termin geben lassen können, so Laumann. Einzelheiten nannte er noch nicht. Das Angebot gilt für rund 1,2 Millionen Menschen in NRW.

81.300 Menschen geimpft

Bis Dienstag wurden im Bundesland 81.300 Menschen geimpft, so Laumann. Bis Ende der Woche werden es 140.000 sein – fast ausschließlich in den Pflegeeinrichtungen. „Dann haben wir vorerst alles verimpft, was möglich war", so Laumann. Bis jetzt habe das Land 280.000 Impfdosen erhalten; die andere Hälfte liegt in einem Zentrallager und wird für die anstehende Zweitimpfung aufbewahrt. Die ist nach drei Wochen fällig. In NRW wird mit dem zweiten Durchgang in der dritten Kalenderwoche begonnen.

Laut Laumann sei der verfügbare Impfstoff in NRW bislang zügig verimpft worden. „Unsere Strukturen funktionieren. Es läuft relativ problemlos ab." Damit reagierte er auf scharfe Kritik aus einigen Kommunen, wonach der Impfstart in Heimen chaotisch abgelaufen sei.

Kritik an Impfstrategie

Spätestens Anfang nächster Woche solle NRW weiteren Impfstoff erhalten. Laumann: „Wir werden bis einschließlich der siebten Kalenderwoche 920.000 Impfdosen der Firma Biontec bekommen." Damit könne das Land bis zum 21. Februar 460.000 Menschen impfen.

Die SPD im Landtag hat die Impfstrategie kritisiert. Es mangele an verlässlichen Informationen für die Menschen, wann sie geimpft werden, sagte Fraktionschef Thomas Kutschaty. „Wer nicht zeitnah geimpft wird, muss bis dahin mehr getestet werden."

Laumann geht davon aus, dass sich die Anzahl der Impfungen in NRW erheblich erhöhen wird, sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen. Auf die Frage nach der bislang eher geringen Impfbereitschaft des Pflegepersonals sagte er: „Verstehen kann ich das nicht." Jeder Mensch müsse aber für sich entscheiden, ob er sich impfen lässt.

Infografik: Rund 265.000 Impfungen in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

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