Internet Facebook, Whatsapp und Instagram: Das war der Grund für den Mega-Ausfall Talin Dilsizyan New York. Rund sechs Stunden ohne Facebook, WhatsApp und Instagram: Ein ungewöhnlich langer Total-Ausfall hat am Montag Milliarden Nutzern des Online-Netzwerks zugesetzt. Während Facebook sich zunächst nicht zu den Ursachen der Störung äußerte, tippten Experten auf einen Konfigurationsfehler in der Netzwerk-Infrastruktur, der alle Facebook-Dienste unerreichbar machte. In der Desktop-Ansicht von Facebook sahen Nutzer in Deutschland ab etwa 18 Uhr eine Fehlermeldung. Bei Whatsapp und Instagram wurden neue Inhalte nicht mehr geladen. Die technischen Probleme betrafen zudem den Facebook Messenger. Am Montagabend verzeichnete das Portal Allestörungen.de zwischenzeitlich rund 100.000 Meldungen über Ausfälle bei Whatsapp, 33.000 zu Instagram sowie 20.664 zu Facebook. Whatsapp hatte mitgeteilt, dass das Team daran arbeite, die Probleme zu beheben, die "einige Nutzer" beträfen. We’re aware that some people are experiencing issues with WhatsApp at the moment. We’re working to get things back to normal and will send an update here as soon as possible. Thanks for your patience! — WhatsApp (@WhatsApp) October 4, 2021 Facebook entschuldigte sich in Form mehrerer Posts hochrangiger Mitarbeiter, es habe eine "fehlerhafte Neukonfiguration" an seinen Rechnern vorgenommen, die für den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren verantwortlich seien, teilte der Vize-Präsident für Infrastruktur, Santosh Janardhan, in der Nacht mit. Diese habe dafür gesorgt, dass die Dienste des Unternehmens den rund 3,5 Milliarden Nutzern nicht zur Verfügung gestanden hätten. Das technische Team von Facebook entschuldigte sich, als ihre Dienste in der Nacht wieder online gingen. "An die riesige Gemeinschaft von Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt, die sich auf uns verlassen: Es tut uns leid", tweetete das Team am Montag. "Wir haben hart daran gearbeitet, den Zugang zu unseren Apps und Diensten wiederherzustellen und freuen uns, dass sie jetzt wieder online sind. Danke, dass ihr uns unterstützt habt." Warum waren die Dienste nicht erreichbar? Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden, schrieb der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. "Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus." Schlimmer noch: Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versucht hätten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter. About five minutes before Facebook's DNS stopped working we saw a large number of BGP changes (mostly route withdrawals) for Facebook's ASN. pic.twitter.com/dMTevg6hqj — John Graham-Cumming (@jgrahamc) October 4, 2021Facebook-Sprecher Andy Stone hat auf Twitter mitgeteilt, dass sich das Unternehmen bewusst sei, dass einige "Probleme beim Zugriff auf unsere Apps und Produkte haben". "Wir arbeiten daran, damit alles wieder so schnell wie möglich normal funktioniert und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten". We’re aware that some people are having trouble accessing our apps and products. We’re working to get things back to normal as quickly as possible, and we apologize for any inconvenience. — Andy Stone (@andymstone) October 4, 2021Die Störung war so schwer in Griff zu bekommen, dass Facebook der New York Times zufolge ein Team in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken musste, um einen „manuellen Reset" der Server zu versuchen. Das ist in etwa so, wie wenn man beim PC zuhause den Reset-Knopf drückt, weil nichts mehr geht. Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser in Büros und andere vernetzte Technik ausgefallen, schrieb die New York Times weiter. Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der Zeitung, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Mit Material von dpa.
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Facebook, Whatsapp und Instagram: Das war der Grund für den Mega-Ausfall

Die Fehlermeldung, die viele Nutzer in Deutschland bis in die Nacht zu sehen bekamen. © picture alliance / AA

New York. Rund sechs Stunden ohne Facebook, WhatsApp und Instagram: Ein ungewöhnlich langer Total-Ausfall hat am Montag Milliarden Nutzern des Online-Netzwerks zugesetzt. Während Facebook sich zunächst nicht zu den Ursachen der Störung äußerte, tippten Experten auf einen Konfigurationsfehler in der Netzwerk-Infrastruktur, der alle Facebook-Dienste unerreichbar machte.

In der Desktop-Ansicht von Facebook sahen Nutzer in Deutschland ab etwa 18 Uhr eine Fehlermeldung. Bei Whatsapp und Instagram wurden neue Inhalte nicht mehr geladen. Die technischen Probleme betrafen zudem den Facebook Messenger. Am Montagabend verzeichnete das Portal Allestörungen.de zwischenzeitlich rund 100.000 Meldungen über Ausfälle bei Whatsapp, 33.000 zu Instagram sowie 20.664 zu Facebook.

Whatsapp hatte mitgeteilt, dass das Team daran arbeite, die Probleme zu beheben, die "einige Nutzer" beträfen.

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Facebook entschuldigte sich in Form mehrerer Posts hochrangiger Mitarbeiter, es habe eine "fehlerhafte Neukonfiguration" an seinen Rechnern vorgenommen, die für den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren verantwortlich seien, teilte der Vize-Präsident für Infrastruktur, Santosh Janardhan, in der Nacht mit. Diese habe dafür gesorgt, dass die Dienste des Unternehmens den rund 3,5 Milliarden Nutzern nicht zur Verfügung gestanden hätten.

Das technische Team von Facebook entschuldigte sich, als ihre Dienste in der Nacht wieder online gingen. "An die riesige Gemeinschaft von Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt, die sich auf uns verlassen: Es tut uns leid", tweetete das Team am Montag. "Wir haben hart daran gearbeitet, den Zugang zu unseren Apps und Diensten wiederherzustellen und freuen uns, dass sie jetzt wieder online sind. Danke, dass ihr uns unterstützt habt."

Warum waren die Dienste nicht erreichbar?

Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden, schrieb der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. "Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus."

Schlimmer noch: Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versucht hätten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

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Facebook-Sprecher Andy Stone hat auf Twitter mitgeteilt, dass sich das Unternehmen bewusst sei, dass einige "Probleme beim Zugriff auf unsere Apps und Produkte haben". "Wir arbeiten daran, damit alles wieder so schnell wie möglich normal funktioniert und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten".

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Die Störung war so schwer in Griff zu bekommen, dass Facebook der New York Times zufolge ein Team in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken musste, um einen „manuellen Reset" der Server zu versuchen. Das ist in etwa so, wie wenn man beim PC zuhause den Reset-Knopf drückt, weil nichts mehr geht.

Bei Facebook selbst seien neben der internen Kommunikationsplattform zum Teil auch digitale Türschlösser in Büros und andere vernetzte Technik ausgefallen, schrieb die New York Times weiter. Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der Zeitung, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich.

Mit Material von dpa.

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