Deutsche lassen sich Haustiere fast elf Milliarden Euro kosten

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Symbolfoto: Christoph Soeder/dpa - © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Göttingen (dpa/lni) – Die Deutschen greifen nach einer Studie der Göttinger Wirtschaftswissenschaftlerin Renate Ohr für ihre Haustiere immer tiefer in die Tasche. «Im vergangenen Jahr wurden rund 10,7 Milliarden Euro für Hunde, Katzen, Vögel und Kleintiere ausgegeben», sagte die emeritierte Professorin für Volkswirtschaftslehre am Dienstag. Dies seien 1,6 Milliarden Euro mehr als fünf Jahre zuvor und 0,32 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Basis ihrer Studie sei eine von der AGILA Haustierversicherung unterstützte Befragung von mehr als 5000 Heimtierhaltern, sagte Ohr. Zudem habe sie zahlreiche Informationen von Institutionen und Unternehmen ausgewertet. Danach gebe es auf dem Heimtiersektor nach Schätzungen inzwischen etwa 210 000 Vollzeitarbeitsplätze, gut 10 000 mehr als vor zehn Jahren, berichtete die Forscherin. Bereits in früheren Jahren hatte Ohr vergleichbare Untersuchungen zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland durchgeführt.

Am meisten Geld geben deutsche Tierfreunde demnach für die nach Schätzungen gut neun Millionen Hunde aus, nämlich rund 5,6 Milliarden Euro pro Jahr, wie Ohr sagte. Auf Platz zwei rangieren Katzen, für die etwa 3,9 Milliarden Euro aufgewendet werden.

Mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben für Heimtiere, nämlich 5,7 Milliarden Euro, werden der Wissenschaftlerin zufolge für Futter und Zubehör aufgewendet. Weitere drei Milliarden Euro investierten die Halter in die Gesundheit ihrer Tiere. Ferner entstehen Ausgaben unter anderem für Versicherungen, die Unterbringung in Tierheimen, für Hundepensionen und Hundeschulen oder Tierbücher und -zeitschriften.

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Deutsche lassen sich Haustiere fast elf Milliarden Euro kostenGöttingen (dpa/lni) – Die Deutschen greifen nach einer Studie der Göttinger Wirtschaftswissenschaftlerin Renate Ohr für ihre Haustiere immer tiefer in die Tasche. «Im vergangenen Jahr wurden rund 10,7 Milliarden Euro für Hunde, Katzen, Vögel und Kleintiere ausgegeben», sagte die emeritierte Professorin für Volkswirtschaftslehre am Dienstag. Dies seien 1,6 Milliarden Euro mehr als fünf Jahre zuvor und 0,32 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Basis ihrer Studie sei eine von der AGILA Haustierversicherung unterstützte Befragung von mehr als 5000 Heimtierhaltern, sagte Ohr. Zudem habe sie zahlreiche Informationen von Institutionen und Unternehmen ausgewertet. Danach gebe es auf dem Heimtiersektor nach Schätzungen inzwischen etwa 210 000 Vollzeitarbeitsplätze, gut 10 000 mehr als vor zehn Jahren, berichtete die Forscherin. Bereits in früheren Jahren hatte Ohr vergleichbare Untersuchungen zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland durchgeführt. Am meisten Geld geben deutsche Tierfreunde demnach für die nach Schätzungen gut neun Millionen Hunde aus, nämlich rund 5,6 Milliarden Euro pro Jahr, wie Ohr sagte. Auf Platz zwei rangieren Katzen, für die etwa 3,9 Milliarden Euro aufgewendet werden. Mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben für Heimtiere, nämlich 5,7 Milliarden Euro, werden der Wissenschaftlerin zufolge für Futter und Zubehör aufgewendet. Weitere drei Milliarden Euro investierten die Halter in die Gesundheit ihrer Tiere. Ferner entstehen Ausgaben unter anderem für Versicherungen, die Unterbringung in Tierheimen, für Hundepensionen und Hundeschulen oder Tierbücher und -zeitschriften.