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Protestieren gegen Corona-Regeln

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Protest gegen Corona-Regeln - © Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Hier in Stuttgart kamen besonders viele Menschen zusammen. (© Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Ein Platz voller Menschen - solche Bilder hat man in letzter Zeit fast nie gesehen. Wegen des Coronavirus sollen die Menschen weiterhin Abstand halten und möglichst wenig andere Leute treffen.

Am Wochenende sah es in Deutschland aber teilweise anders aus. In verschiedenen deutschen Städten versammelten sich Hunderte Menschen, um zu protestieren. In Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg kamen sogar mehrere Tausend Leute zusammen. Auch in Berlin gab es mehrere größere Treffen.

Wer so eine Demonstration organisiert, muss die vorher anmelden. Kleinere Treffen werden auch in der Corona-Krise häufig erlaubt. Bei größeren Demos wird es schon ein Problem. Schließlich ist es dabei schwieriger, Abstand zu halten. Teilweise nahm die Polizei auch Menschen fest, die sich nicht an die Regeln hielten.

Viele Veranstaltungen verliefen aber auch friedlich. Unter den Teilnehmern waren sehr unterschiedliche Leute: Familien mit Kindern, Männer und Frauen, ältere Leute und jüngere. Aber worüber ärgern sich die Leute so sehr?

Auch das ist unterschiedlich. Manchen gehen die strengen Regeln in der Corona-Krise zu weit. Sie fühlen sich zu sehr in ihrer Freiheit eingeschränkt. «Wir wollen unser Leben zurück», stand auf einem Plakat. Ein Mädchen hielt ein Pappschild hoch mit dem Satz «Wir wollen wieder in die Schule». Manche glauben auch einfach nicht, dass das Coronavirus so gefährlich ist, wie es die Wissenschaftler sagen.

Andere Leute hingegen ärgerten sich über die großen Treffen - oder protestierten sogar selbst dagegen. Sie machen sich Sorgen, dass sich das Virus durch große Demonstrationen schneller verbreiten könnte. Die meisten Menschen blieben aber wie zuletzt auch zu Hause. Befragungen in Deutschland kamen gerade zu dem Ergebnis: Die Mehrheit der Menschen ist mit der Arbeit der Regierung zufrieden und findet die Regeln noch okay.

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DEUProtestieren gegen Corona-RegelnEin Platz voller Menschen - solche Bilder hat man in letzter Zeit fast nie gesehen. Wegen des Coronavirus sollen die Menschen weiterhin Abstand halten und möglichst wenig andere Leute treffen.Am Wochenende sah es in Deutschland aber teilweise anders aus. In verschiedenen deutschen Städten versammelten sich Hunderte Menschen, um zu protestieren. In Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg kamen sogar mehrere Tausend Leute zusammen. Auch in Berlin gab es mehrere größere Treffen.Wer so eine Demonstration organisiert, muss die vorher anmelden. Kleinere Treffen werden auch in der Corona-Krise häufig erlaubt. Bei größeren Demos wird es schon ein Problem. Schließlich ist es dabei schwieriger, Abstand zu halten. Teilweise nahm die Polizei auch Menschen fest, die sich nicht an die Regeln hielten.Viele Veranstaltungen verliefen aber auch friedlich. Unter den Teilnehmern waren sehr unterschiedliche Leute: Familien mit Kindern, Männer und Frauen, ältere Leute und jüngere. Aber worüber ärgern sich die Leute so sehr?Auch das ist unterschiedlich. Manchen gehen die strengen Regeln in der Corona-Krise zu weit. Sie fühlen sich zu sehr in ihrer Freiheit eingeschränkt. «Wir wollen unser Leben zurück», stand auf einem Plakat. Ein Mädchen hielt ein Pappschild hoch mit dem Satz «Wir wollen wieder in die Schule». Manche glauben auch einfach nicht, dass das Coronavirus so gefährlich ist, wie es die Wissenschaftler sagen.Andere Leute hingegen ärgerten sich über die großen Treffen - oder protestierten sogar selbst dagegen. Sie machen sich Sorgen, dass sich das Virus durch große Demonstrationen schneller verbreiten könnte. Die meisten Menschen blieben aber wie zuletzt auch zu Hause. Befragungen in Deutschland kamen gerade zu dem Ergebnis: Die Mehrheit der Menschen ist mit der Arbeit der Regierung zufrieden und findet die Regeln noch okay.