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Gott in der Schule

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Reli-Unterricht - © Foto: Friso Gentsch/dpa
Viele Kinder haben jede Woche Reli-Unterricht. Manche besuchen stattdessen auch Ethik oder Philosophie. (© Foto: Friso Gentsch/dpa)

Warum Christen das Fest Ostern feiern, und was in der Bibel über den brennenden Dornbusch steht: Solche Sachen lernen Kinder im Fach Religion. Die meisten Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen einen katholischen oder evangelischen Reli-Unterricht. Aber nicht alle.

Warum gibt es das Fach Religion überhaupt?

Es steht in unserem wichtigsten Gesetz, dem Grundgesetz: Reli-Unterricht ist in den Schulen ein normales Fach. Was dort gelehrt wird, entscheiden der Staat und die Glaubensgemeinschaften zusammen. Der Unterricht soll Kindern helfen, in religiösen Fragen Entscheidungen zu treffen. Etwa, woran sie glauben wollen.

Welche Kinder besuchen den Reli-Unterricht?

Ungefähr jedes dritte Kind in Deutschland geht in katholischen Unterricht, ebenso viele in evangelischen Unterricht. Die anderen besuchen zum Teil Unterricht anderer Religionen, etwa Judentum oder Islam. Einige haben auch Ethik oder Philosophie. Dort wird allgemein über verschiedene Religionen und über gutes Handeln gesprochen.

Wer entscheidet, in welchen Reli-Unterricht Kinder gehen?

Normalerweise entscheiden das die Eltern. Zumindest, so lange ein Kind noch nicht zwölf Jahre alt ist. Ab zwölf dürfen Kinder dabei mitreden. Ab 14 Jahren kann jeder Schüler und jede Schülerin selbst entscheiden. Nur in den Bundesländern Bayern und Saarland müssen sie dafür warten, bis sie 18 Jahre alt sind.

Darf ein Katholik in den evangelischen Reli-Unterricht?

Ja, das kommt vor, wenn auch nur selten. Auch andersherum passiert das nicht oft. Und auch wer gar nicht getauft ist, kann trotzdem bei einem Reli-Unterricht mitmachen.

Kann jemand wegen Reli sitzenbleiben?

Schülerinnen und Schüler bekommen für das Fach Religion oder Ethik auch Noten. In einigen Bundesländern aber ist es so, dass man wegen einer Sechs in Religion nicht sitzenbleibt.

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DEUGott in der SchuleWarum Christen das Fest Ostern feiern, und was in der Bibel über den brennenden Dornbusch steht: Solche Sachen lernen Kinder im Fach Religion. Die meisten Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen einen katholischen oder evangelischen Reli-Unterricht. Aber nicht alle.Warum gibt es das Fach Religion überhaupt?Es steht in unserem wichtigsten Gesetz, dem Grundgesetz: Reli-Unterricht ist in den Schulen ein normales Fach. Was dort gelehrt wird, entscheiden der Staat und die Glaubensgemeinschaften zusammen. Der Unterricht soll Kindern helfen, in religiösen Fragen Entscheidungen zu treffen. Etwa, woran sie glauben wollen.Welche Kinder besuchen den Reli-Unterricht?Ungefähr jedes dritte Kind in Deutschland geht in katholischen Unterricht, ebenso viele in evangelischen Unterricht. Die anderen besuchen zum Teil Unterricht anderer Religionen, etwa Judentum oder Islam. Einige haben auch Ethik oder Philosophie. Dort wird allgemein über verschiedene Religionen und über gutes Handeln gesprochen.Wer entscheidet, in welchen Reli-Unterricht Kinder gehen?Normalerweise entscheiden das die Eltern. Zumindest, so lange ein Kind noch nicht zwölf Jahre alt ist. Ab zwölf dürfen Kinder dabei mitreden. Ab 14 Jahren kann jeder Schüler und jede Schülerin selbst entscheiden. Nur in den Bundesländern Bayern und Saarland müssen sie dafür warten, bis sie 18 Jahre alt sind.Darf ein Katholik in den evangelischen Reli-Unterricht?Ja, das kommt vor, wenn auch nur selten. Auch andersherum passiert das nicht oft. Und auch wer gar nicht getauft ist, kann trotzdem bei einem Reli-Unterricht mitmachen.Kann jemand wegen Reli sitzenbleiben?Schülerinnen und Schüler bekommen für das Fach Religion oder Ethik auch Noten. In einigen Bundesländern aber ist es so, dass man wegen einer Sechs in Religion nicht sitzenbleibt.