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Giraffen helfen und Affen schützen

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Giraffe in Afrika - © Foto: Daniel Dal Zennaro/epa/dpa
Fachleute wollen entscheiden, ob die Jagd auf Giraffen verboten wird. (© Foto: Daniel Dal Zennaro/epa/dpa)

Eine Schildkröte als Andenken aus dem Urlaub mitbringen oder eine Tasche aus Krokodil-Leder? Damit kann man sich eine Menge Ärger einhandeln! Denn für den Handel mit vielen Tierarten und Pflanzen gelten strenge Regeln. Auf der Artenschutz-Konferenz Cites wird ab Samstag darüber beraten und in den kommenden Tagen entschieden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.

Was ist die Artenschutz-Konferenz Cites?

Cites ist eine Vereinbarung über den Handel mit wilden Tieren und Pflanzen. Fast alle Länder der Welt sind dabei. Ziel ist es, die Arten zu schützen. Damit sie nicht aussterben, weil sie gejagt oder gesammelt werden. Alle zwei bis drei Jahre gibt es eine Konferenz. Da entscheiden die Länder etwa, welche Arten mehr Schutz brauchen.

Um welche Tiere geht es diesmal besonders?

Giraffen! Es gibt Streit darüber, wie viel Schutz die großen Tiere brauchen. Die einen sagen: Es muss verboten werden, Giraffen zu jagen. Sonst könnte die Art in Zukunft bedroht sein. Andere sagen: Es ist gut, dass die Jagd in einigen Ländern erlaubt ist. So kümmern sich die Menschen vor Ort um alle Giraffen, weil sie mit dem Abschuss von ein paar Giraffen Geld verdienen können.

Auch um die Elefanten geht es. Der Handel mit ihren Stoßzähnen, also Elfenbein, ist streng verboten. Das Verbot und besserer Schutz für die Tiere haben dafür gesorgt, dass wieder mehr Elefanten im südlichen Afrika leben. Nun wollen einige Länder die Regeln für den Handel mit Elfenbein lockern. Andere sind dagegen.

Wie sehen die Regeln zum Artenschutz aus?

Wenn eine große Mehrheit auf der Konferenz dafür ist, dann kommt eine Tierart oder Pflanzenart auf eine Liste, Anhang genannt. Sie zeigt an, welche Schutzregeln gelten. Steht etwa eine Affenart im Anhang I, bedeutet das: Dieses Tier darf überhaupt nicht gehandelt werden. Es gelten hohe Strafen. Anhang II bedeutet: Man braucht eine extra Erlaubnis für den Handel. Bei Anhang III gilt der Schutz nur in einigen Ländern.

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CHEGiraffen helfen und Affen schützenEine Schildkröte als Andenken aus dem Urlaub mitbringen oder eine Tasche aus Krokodil-Leder? Damit kann man sich eine Menge Ärger einhandeln! Denn für den Handel mit vielen Tierarten und Pflanzen gelten strenge Regeln. Auf der Artenschutz-Konferenz Cites wird ab Samstag darüber beraten und in den kommenden Tagen entschieden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.Was ist die Artenschutz-Konferenz Cites?Cites ist eine Vereinbarung über den Handel mit wilden Tieren und Pflanzen. Fast alle Länder der Welt sind dabei. Ziel ist es, die Arten zu schützen. Damit sie nicht aussterben, weil sie gejagt oder gesammelt werden. Alle zwei bis drei Jahre gibt es eine Konferenz. Da entscheiden die Länder etwa, welche Arten mehr Schutz brauchen.Um welche Tiere geht es diesmal besonders?Giraffen! Es gibt Streit darüber, wie viel Schutz die großen Tiere brauchen. Die einen sagen: Es muss verboten werden, Giraffen zu jagen. Sonst könnte die Art in Zukunft bedroht sein. Andere sagen: Es ist gut, dass die Jagd in einigen Ländern erlaubt ist. So kümmern sich die Menschen vor Ort um alle Giraffen, weil sie mit dem Abschuss von ein paar Giraffen Geld verdienen können.Auch um die Elefanten geht es. Der Handel mit ihren Stoßzähnen, also Elfenbein, ist streng verboten. Das Verbot und besserer Schutz für die Tiere haben dafür gesorgt, dass wieder mehr Elefanten im südlichen Afrika leben. Nun wollen einige Länder die Regeln für den Handel mit Elfenbein lockern. Andere sind dagegen.Wie sehen die Regeln zum Artenschutz aus?Wenn eine große Mehrheit auf der Konferenz dafür ist, dann kommt eine Tierart oder Pflanzenart auf eine Liste, Anhang genannt. Sie zeigt an, welche Schutzregeln gelten. Steht etwa eine Affenart im Anhang I, bedeutet das: Dieses Tier darf überhaupt nicht gehandelt werden. Es gelten hohe Strafen. Anhang II bedeutet: Man braucht eine extra Erlaubnis für den Handel. Bei Anhang III gilt der Schutz nur in einigen Ländern.