Was passiert mit Facebook-Konten von Verstorbenen? - © Foto: Fabian Sommer/dpa
Viele Leute nutzen Facebook als App auf ihrem Smartphone. (© Foto: Fabian Sommer/dpa)

Was passiert mit Facebook-Konten von Verstorbenen?

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Mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben Facebook. Aber was passiert eigentlich, wenn ein Nutzer stirbt? Wird das Konto dann gelöscht?

Nein, zumindest nicht direkt. Es wird eingefroren. Das heißt: Andere Nutzer können sich das Profil des Verstorbenen noch angucken. Bislang durfte sich aber niemand mehr einloggen und etwas verändern, auch Angehörige nicht.

Das hat vor allem mit den Nachrichten zu tun, die der Verstorbene vor seinem Tod geschrieben hat. Die Firma Facebook findet: Diese Nachrichten gehen niemanden etwas an und sollten privat bleiben. In Deutschland ging es nun vor einem wichtigen Gericht um das Thema. Das hatte mit dem Tod eines Mädchens zu tun.

Die Eltern des Mädchens waren vor Gericht gezogen. Sie verlangten von Facebook, dass sie sich in das Profil ihrer Tochter einloggen dürfen. So wollten sie mehr darüber erfahren, was genau mit dem Mädchen passiert war. Die Richter gaben den Eltern am Donnerstag Recht. Auch Briefe und Tagebücher von Verstorbenen dürften Angehörige schließlich lesen.

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Was passiert mit Facebook-Konten von Verstorbenen?Mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben Facebook. Aber was passiert eigentlich, wenn ein Nutzer stirbt? Wird das Konto dann gelöscht?Nein, zumindest nicht direkt. Es wird eingefroren. Das heißt: Andere Nutzer können sich das Profil des Verstorbenen noch angucken. Bislang durfte sich aber niemand mehr einloggen und etwas verändern, auch Angehörige nicht.Das hat vor allem mit den Nachrichten zu tun, die der Verstorbene vor seinem Tod geschrieben hat. Die Firma Facebook findet: Diese Nachrichten gehen niemanden etwas an und sollten privat bleiben. In Deutschland ging es nun vor einem wichtigen Gericht um das Thema. Das hatte mit dem Tod eines Mädchens zu tun.Die Eltern des Mädchens waren vor Gericht gezogen. Sie verlangten von Facebook, dass sie sich in das Profil ihrer Tochter einloggen dürfen. So wollten sie mehr darüber erfahren, was genau mit dem Mädchen passiert war. Die Richter gaben den Eltern am Donnerstag Recht. Auch Briefe und Tagebücher von Verstorbenen dürften Angehörige schließlich lesen.