Jeder zehnte Schulanfänger ist zu dick Gesundheitsprojekt an Schulen im Kreis Minden-Lübbecke soll Pfunde reduzieren / Teilnehmer ausgezeichnet Von Stefan Koch Minden/Lübbecke (mt). Fast jeder zehnte Schulanfänger ist zu dick. Grund für den Kreis Minden-Lübbecke, der Entwicklung entgegenzusteuern. Gestern erhielten 16 Schulen eine Auszeichnung, die sich an einem Vorbeugeprogramm beteiligt hatten. Die Kilokalorien auf dem Teller bieten sich jedem dar - überall. Das machte am Mittwoch nicht zuletzt Landrat Dr. Ralf Niermann deutlich, der vor Schülern und Lehrern von seiner Begegnung mit einem englischen Frühstück zu berichten wusste, die sich erst kürzlich beim Pfingstausflug auf der Insel ereignet hatte.Das gesunde Frühstück indes, Übergewicht, Denkleistung und Fitness in Verbindung mit gesunder Ernährung sowie Essstörungen waren Themen in den Bildungseinrichtungen, die für ihre Teilnahme an dem Projekt "Gesunde Schulen im Mühlenkreis" am Mittwoch ausgezeichnet wurden. Bereits zum zweiten Mal hatte der Kreis weiterführende Schulen dazu eingeladen. Im Rahmen des Biologie- oder Hauswirtschaftsunterrichtes arbeiteten Diätassistentinnen die Themen auf. Die Ergebnisse sind nun auf Tafeln einer Wanderausstellung zu sehen, die gestern im Foyer der Kreisverwaltung eröffnet wurde.Ernster Hintergrund: Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (Berlin) sind 15 Prozent der drei- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Im Kreis erwiesen sich 9,3 Prozent der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen im Jahr 2007 als zu dick."Wir wollen mit dem Projekt viele Menschen erreichen, sowohl in der Schule als auch im häuslichen Umfeld", sagte Niermann. Kindern werde gezeigt, dass gesundes Essen auch schmecken könne, um eine gesunde Esskultur zu erzielen. Fachwissen werde vermittelt. Ein gesundes Ernährungsverhalten werde zudem eingeübt, sodass Schüler über ihren Umgang mit dem Essen nachdächten.Gefördert wurde das Projekt von Lehrern der teilnehmenden Schulen, von der AOK Herford/Minden-Lübbecke, der BKK Melitta Plus, der Signal Iduna IKK dem Opus-Netzwerk für Gesundheitsförderung, der Beratungsstelle für Suchtkranke des Diakonischen Werks Minden und der Sparkasse Minden-Lübbecke. Ausgezeichnet wurde: Gymnasium Rahden, Martinschule Espelkamp, Hauptschule Bad Oeynhausen, Ernst-WichertHauptschule (Espelkamp), Freiherr-von-Vincke-Realschule (Minden), Städtische Realschule Preußisch Oldendorf, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (Minden), Porta-Schule (Porta Westfalica), Schule am Buschkamp (Lübbecke), Hauptschule Lübbecke, Hauptschule Petershagen, Freiherr-vom-Stein-Realschule (Rahden), Realschule Hausberge, Verbundschule Hille, Herder-Gymnasium (Minden). Neben den 16 Bildungseinrichtungen hatten noch sieben weitere Schulen teilgenommen, die ihre Urkunden noch erhalten werden.

Jeder zehnte Schulanfänger ist zu dick

Minden/Lübbecke (mt). Fast jeder zehnte Schulanfänger ist zu dick. Grund für den Kreis Minden-Lübbecke, der Entwicklung entgegenzusteuern. Gestern erhielten 16 Schulen eine Auszeichnung, die sich an einem Vorbeugeprogramm beteiligt hatten.

Mit der Eröffnung einer Wanderausstellung und der Auszeichnung von 16 teilnehmenden Schulen wurde gestern das Projekt "Gesunde Schulen im Mühlenkreis" in diesem Schuljahr abgeschlossen. - © MT-Foto: Stefan Koch
Mit der Eröffnung einer Wanderausstellung und der Auszeichnung von 16 teilnehmenden Schulen wurde gestern das Projekt "Gesunde Schulen im Mühlenkreis" in diesem Schuljahr abgeschlossen. - © MT-Foto: Stefan Koch

Die Kilokalorien auf dem Teller bieten sich jedem dar - überall. Das machte am Mittwoch nicht zuletzt Landrat Dr. Ralf Niermann deutlich, der vor Schülern und Lehrern von seiner Begegnung mit einem englischen Frühstück zu berichten wusste, die sich erst kürzlich beim Pfingstausflug auf der Insel ereignet hatte.

Das gesunde Frühstück indes, Übergewicht, Denkleistung und Fitness in Verbindung mit gesunder Ernährung sowie Essstörungen waren Themen in den Bildungseinrichtungen, die für ihre Teilnahme an dem Projekt "Gesunde Schulen im Mühlenkreis" am Mittwoch ausgezeichnet wurden. Bereits zum zweiten Mal hatte der Kreis weiterführende Schulen dazu eingeladen. Im Rahmen des Biologie- oder Hauswirtschaftsunterrichtes arbeiteten Diätassistentinnen die Themen auf. Die Ergebnisse sind nun auf Tafeln einer Wanderausstellung zu sehen, die gestern im Foyer der Kreisverwaltung eröffnet wurde.

Ernster Hintergrund: Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (Berlin) sind 15 Prozent der drei- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Im Kreis erwiesen sich 9,3 Prozent der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen im Jahr 2007 als zu dick.

"Wir wollen mit dem Projekt viele Menschen erreichen, sowohl in der Schule als auch im häuslichen Umfeld", sagte Niermann. Kindern werde gezeigt, dass gesundes Essen auch schmecken könne, um eine gesunde Esskultur zu erzielen. Fachwissen werde vermittelt. Ein gesundes Ernährungsverhalten werde zudem eingeübt, sodass Schüler über ihren Umgang mit dem Essen nachdächten.

Gefördert wurde das Projekt von Lehrern der teilnehmenden Schulen, von der AOK Herford/Minden-Lübbecke, der BKK Melitta Plus, der Signal Iduna IKK dem Opus-Netzwerk für Gesundheitsförderung, der Beratungsstelle für Suchtkranke des Diakonischen Werks Minden und der Sparkasse Minden-Lübbecke. Ausgezeichnet wurde: Gymnasium Rahden, Martinschule Espelkamp, Hauptschule Bad Oeynhausen, Ernst-WichertHauptschule (Espelkamp), Freiherr-von-Vincke-Realschule (Minden), Städtische Realschule Preußisch Oldendorf, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (Minden), Porta-Schule (Porta Westfalica), Schule am Buschkamp (Lübbecke), Hauptschule Lübbecke, Hauptschule Petershagen, Freiherr-vom-Stein-Realschule (Rahden), Realschule Hausberge, Verbundschule Hille, Herder-Gymnasium (Minden). Neben den 16 Bildungseinrichtungen hatten noch sieben weitere Schulen teilgenommen, die ihre Urkunden noch erhalten werden.

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