Zwölfjährige begeistert bei „Küchenschlacht" im ZDF: Mit diesem Gericht machte die Mindenerin den Star-Juror sprachlos Christine Riechmann Minden. Simple Fischstäbchen kommen Marly Westermann schon lange nicht mehr in die Pfanne. Und auch mit anderen kinderleichten Gerichten wie Milchreis, Pfannkuchen oder Nudeln mit Tomatensauce gibt sich die Zwölfjährige nicht ab. Wenn die Herder-Schülerin kocht, dann zaubert sie auch schon mal ein mehrgängiges Menü. Ihr Hobby hat der jungen Mindenerin nun einen TV-Auftritt in der „Kinder-Küchenschlacht“ verschafft. In der ZDF-Sendung treten an vier Tagen jeweils vier Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren mit ihrem selbst gekochten Lieblingsgericht gegeneinander an und ein Profi-Koch kürt zum Schluss den Sieger. Marly hatte vom Bewerbungs-Aufruf gehört und auf die Schnelle ein Bewerbungsvideo zum Sender geschickt. „Das wird eh nichts“, habe sie sich gedacht. Als dann schon zwei Wochen später ein Online-Interview zum besseren Kennenlernen anstand, war sie überrascht – aber nicht aufgeregt. „Ich rede gern“, sagt sie fröhlich lachend. Nein, unangenehm sei ihr das nicht gewesen.Die Vorgaben der Sendung waren eindeutig Die große Aufregung stellte sich erst ein, als die definitive Zusage kam. „Oh Gott, ich habe noch kein Rezept, was koche ich bloß?“, sei ihr durch den Kopf gespukt. Die Vorgabe für die Sendung lautete nämlich: „Koche deine Leibspeise in 35 Minuten“. Etwa acht Probekochen später stand dann das Gericht fest, mit dem Marly gegen ihre Konkurrenten antreten und sich ins Herz des Profikochs kochen wollte: Lachsfilet mit Salzstangen-Kruste, Zucchini-Schnittlauch-Gemüse und Honig-Senf-Dip. „Wir können nun alle keinen Lachs mehr sehen“, kommentiert Marlys Mutter Nadine Westermann lachend, die sehr stolz auf ihre Tochter ist.Das Gericht hat Marly gemeinsam mit ihr aus verschiedenen Rezepten zusammengewürfelt, die Salzstangenkruste war Marlys eigene Kreation. Ihre größte Angst: „Dass der Lachs nicht gar wird“, erzählt die Zwölfjährige. Und diese Sorge war dann nicht ganz unberechtigt. Im Fernsehstudio lag am Tag der Aufzeichnung nämlich ein ungefähr doppelt so großes Exemplar bereit wie das, mit dem Marly zu Hause geübt hatte. Und obwohl der Schülerin dann doch mächtig die Beine zitterten, als die Kameras liefen, lief es für sie in der Küche wie am Schnürchen. Die Handgriffe saßen und weder die Zucchini, die wie eine Banane gebogen war, noch das Elektro-Kochfeld – zu Hause kocht sie mit Induktion – konnten sie aus der Bahn werfen – und auch nicht die vielen Fragen, die Moderator und Fernsehkoch Mario Kotaska zwischendurch stellte. Nur ihre Mutter bekam fast einen Herzinfarkt, als Marly erst fünf Minuten vor dem Ende der Zeit den Fisch in die Pfanne gab und immer noch in Seelenruhe das Gemüse abschmeckte.Ein einziges Wort des Jurors reichte aus Dass alle Sorge völlig unberechtigt war, stellte sich spätestens heraus, als sich Sternekoch und Juror Nelson Müller den ersten Bissen Fisch in den Mund schob. „Killer“, war alles, was der Profikoch herausbrachte. „Der Lachs hat ihm offensichtlich geschmeckt“, berichtet Marly, die noch nicht verraten darf, ob sie die Sendung auch gewonnen hat. Das Geheimnis wird erst bei der TV-Ausstrahlung am 23. Dezember um 14.15 Uhr gelüftet. „Und die Salzstangenkruste fand er super“, erinnert sich die junge Köchin an das Urteil von Nelson Müller. „Richtig, richtig gut“ und „Wow, das ist zum Reinlegen“, habe er gesagt. Und dass der Teller ganz toll gearbeitet sei.Marly hat an ihrem Fernsehauftritt nicht nur das Kochen gefallen, sondern auch die Maske, in die sie vor der Sendung musste. „Die haben mir Locken und eine richtig schöne Frisur gemacht und mich ein bisschen geschminkt“, erzählt sie immer noch ganz begeistert. Wenn Marly nicht im Fernsehen kocht, spielt sie Handball und trifft sich gerne mit Freundinnen. Und dann geht es oft in die Küche. Meistens wird gemeinsam gebacken. „Das mache ich eigentlich noch lieber als kochen, weil man dafür keine Zwiebeln schälen muss“, erzählt sie schmunzelnd. Außerdem könne sie da kreativer sein. Wenn sie Torten backt, probiere sie immer etwas Neues aus. Auch Eclairs, Macarons und Cake Pops habe sie schon gezaubert. „Und für meine Cousine habe ich eine Schultüte zur Einschulung gebacken.“ Im Alter von fünf Jahren kochte Marly schon Kartoffelbrei und Co. Die Liebe zum Kochen und Backen hat Marly von ihrer Mutter mitbekommen. Schon mit fünf Jahren habe sie erste Gerichte zubereitet– damals noch Spinat, Kartoffelbrei, Nudeln oder Milchreis. Und obwohl sie mittlerweile fast wie ein Profi kocht, hat sie beruflich ganz andere Pläne. „Ich möchte gern etwas mit Menschen machen, vielleicht etwas Soziales, Lehrerin oder Erzieherin werden.“ Ein großer Traum von Marly ist es, einmal in einem Sterne-Restaurant zu essen – oder noch lieber hinter die Kulissen zu schauen. Denn essen tut sie eigentlich am liebsten zu Hause.

Zwölfjährige begeistert bei „Küchenschlacht" im ZDF: Mit diesem Gericht machte die Mindenerin den Star-Juror sprachlos

Sternekoch und Juror Nelson Müller war begeistert vom Lachs, den Marly in Salzstangen paniert hat. Die Rezept-Idee hat sie gemeinsam mit ihrer Mutter Nadine Westermann kreiert. Fotos: privat

Minden. Simple Fischstäbchen kommen Marly Westermann schon lange nicht mehr in die Pfanne. Und auch mit anderen kinderleichten Gerichten wie Milchreis, Pfannkuchen oder Nudeln mit Tomatensauce gibt sich die Zwölfjährige nicht ab. Wenn die Herder-Schülerin kocht, dann zaubert sie auch schon mal ein mehrgängiges Menü.

Ihr Hobby hat der jungen Mindenerin nun einen TV-Auftritt in der „Kinder-Küchenschlacht“ verschafft. In der ZDF-Sendung treten an vier Tagen jeweils vier Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren mit ihrem selbst gekochten Lieblingsgericht gegeneinander an und ein Profi-Koch kürt zum Schluss den Sieger. Marly hatte vom Bewerbungs-Aufruf gehört und auf die Schnelle ein Bewerbungsvideo zum Sender geschickt. „Das wird eh nichts“, habe sie sich gedacht. Als dann schon zwei Wochen später ein Online-Interview zum besseren Kennenlernen anstand, war sie überrascht – aber nicht aufgeregt. „Ich rede gern“, sagt sie fröhlich lachend. Nein, unangenehm sei ihr das nicht gewesen.

Die Vorgaben der Sendung waren eindeutig

Die große Aufregung stellte sich erst ein, als die definitive Zusage kam. „Oh Gott, ich habe noch kein Rezept, was koche ich bloß?“, sei ihr durch den Kopf gespukt. Die Vorgabe für die Sendung lautete nämlich: „Koche deine Leibspeise in 35 Minuten“.

Malina Reckordt

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Etwa acht Probekochen später stand dann das Gericht fest, mit dem Marly gegen ihre Konkurrenten antreten und sich ins Herz des Profikochs kochen wollte: Lachsfilet mit Salzstangen-Kruste, Zucchini-Schnittlauch-Gemüse und Honig-Senf-Dip. „Wir können nun alle keinen Lachs mehr sehen“, kommentiert Marlys Mutter Nadine Westermann lachend, die sehr stolz auf ihre Tochter ist.

Das Gericht hat Marly gemeinsam mit ihr aus verschiedenen Rezepten zusammengewürfelt, die Salzstangenkruste war Marlys eigene Kreation. Ihre größte Angst: „Dass der Lachs nicht gar wird“, erzählt die Zwölfjährige. Und diese Sorge war dann nicht ganz unberechtigt. Im Fernsehstudio lag am Tag der Aufzeichnung nämlich ein ungefähr doppelt so großes Exemplar bereit wie das, mit dem Marly zu Hause geübt hatte. Und obwohl der Schülerin dann doch mächtig die Beine zitterten, als die Kameras liefen, lief es für sie in der Küche wie am Schnürchen. Die Handgriffe saßen und weder die Zucchini, die wie eine Banane gebogen war, noch das Elektro-Kochfeld – zu Hause kocht sie mit Induktion – konnten sie aus der Bahn werfen – und auch nicht die vielen Fragen, die Moderator und Fernsehkoch Mario Kotaska zwischendurch stellte. Nur ihre Mutter bekam fast einen Herzinfarkt, als Marly erst fünf Minuten vor dem Ende der Zeit den Fisch in die Pfanne gab und immer noch in Seelenruhe das Gemüse abschmeckte.

Ein einziges Wort des Jurors reichte aus

Mit diesem Gericht ist Marly in der Koch-Show angetreten. - © x
Mit diesem Gericht ist Marly in der Koch-Show angetreten. - © x

Dass alle Sorge völlig unberechtigt war, stellte sich spätestens heraus, als sich Sternekoch und Juror Nelson Müller den ersten Bissen Fisch in den Mund schob. „Killer“, war alles, was der Profikoch herausbrachte. „Der Lachs hat ihm offensichtlich geschmeckt“, berichtet Marly, die noch nicht verraten darf, ob sie die Sendung auch gewonnen hat. Das Geheimnis wird erst bei der TV-Ausstrahlung am 23. Dezember um 14.15 Uhr gelüftet. „Und die Salzstangenkruste fand er super“, erinnert sich die junge Köchin an das Urteil von Nelson Müller. „Richtig, richtig gut“ und „Wow, das ist zum Reinlegen“, habe er gesagt. Und dass der Teller ganz toll gearbeitet sei.

Marly hat an ihrem Fernsehauftritt nicht nur das Kochen gefallen, sondern auch die Maske, in die sie vor der Sendung musste. „Die haben mir Locken und eine richtig schöne Frisur gemacht und mich ein bisschen geschminkt“, erzählt sie immer noch ganz begeistert.

Wenn Marly nicht im Fernsehen kocht, spielt sie Handball und trifft sich gerne mit Freundinnen. Und dann geht es oft in die Küche. Meistens wird gemeinsam gebacken. „Das mache ich eigentlich noch lieber als kochen, weil man dafür keine Zwiebeln schälen muss“, erzählt sie schmunzelnd. Außerdem könne sie da kreativer sein. Wenn sie Torten backt, probiere sie immer etwas Neues aus. Auch Eclairs, Macarons und Cake Pops habe sie schon gezaubert. „Und für meine Cousine habe ich eine Schultüte zur Einschulung gebacken.“

Im Alter von fünf Jahren kochte Marly schon Kartoffelbrei und Co.

Die Liebe zum Kochen und Backen hat Marly von ihrer Mutter mitbekommen. Schon mit fünf Jahren habe sie erste Gerichte zubereitet– damals noch Spinat, Kartoffelbrei, Nudeln oder Milchreis. Und obwohl sie mittlerweile fast wie ein Profi kocht, hat sie beruflich ganz andere Pläne. „Ich möchte gern etwas mit Menschen machen, vielleicht etwas Soziales, Lehrerin oder Erzieherin werden.“

Ein großer Traum von Marly ist es, einmal in einem Sterne-Restaurant zu essen – oder noch lieber hinter die Kulissen zu schauen. Denn essen tut sie eigentlich am liebsten zu Hause.

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