Zwei Kreuze für Berlin: Fragen und Antworten zur Bundestagswahl 2021 Henning Wandel Minden. Rund 60.000 wahlberechtigte Mindenerinnen und Mindener bestimmen an diesem Sonntag mit darüber, wer in den kommenden vier Jahren das Land regiert. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um Punkt 18 Uhr. Mehr als ein Drittel der Wähler muss sich hier jedoch nicht mehr anstellen: Rund 22.000 Briefwähler haben ihre Stimme bereits abgegeben, wie die Stadt mitteilt. Es dürfte einer der spannendsten Wahlabende seit Langem werden. Das liegt vor allem an den knappen bundesweiten Umfragewerten. Aber auch im Wahlkreis Minden-Lübbecke I (134) könnte es eng werden im Rennen um das begehrte Direktmandat. Vor vier Jahren trennten die beiden Kandidaten von SPD und CDU, Achim Post und Oliver Vogt, nur 2.811 Stimmen oder 1,9 Prozentpunkte. Damals machte SPD-Mann Post das Rennen. Auch in diesem Jahr stellen sich beide zur Wahl, doch die Konkurrenz ist größer geworden: Mit Frank Schäffler (FDP), Sebastian Landwehr (AfD) Schahina Gambir (Grüne), Jule Kegel (Linke),Sebastian Schmitz (Die Partei), Michael Müller (Freie Wähler), Stephan Lorenzen (Basis) und Dietrich Janzen (Bündnis C) stehen erstmal zehn Direktkandidaten auf dem Stimmzettel. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Erststimmen erhält. Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages insgesamt. Über die Landeslisten könnte der Wahlkreis im nächsten Bundestag möglicherweise mit gleich vier Abgeordneten vertreten sein, weil sowohl Schäffler als auch Gambir äußerst aussichtsreiche Plätze auf ihren Listen haben. Auch Post und Vogt stehen auf ihrer jeweiligen Liste, bis zu welchem Platz die bei CDU und SPD ziehen, hängt aber wesentlich von der NRW-weiten Verteilung der Direktmandate zusammen. Prognosen sind hier schwieriger als bei FDP und Grünen. Nach der Kommunalwahl im September vergangenen Jahres findet auch die Bundestagswahl erneut unter Corona-Bedingungen statt. Für die 54 Mindener Wahllokale besteht damit Maskenpflicht beim Betreten und ebenso in eventuellen Warteschlangen draußen. Auch sollten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Darauf weist jetzt noch einmal die Stadt hin. Die 3G-Regel findet am Wahltag jedoch keine Anwendung. „Jede Wahlberechtigte kann das Wahlrecht ohne Nachweis ausüben", hebt Erster Beigeordneter Peter Kienzle hervor. Für die Wahl im Wahllokal ist die Wahlbenachrichtigung und der Personalausweis oder Pass mitzubringen. Auf der Wahlbenachrichtigung steht auch das jeweilige Wahllokal nebst Adresse. Wie schon bei der Kommunalwahl bittet die Stadt Minden auch jetzt wieder darum, möglichst einen eigenen Kugelschreiber ins Wahllokal mitzubringen. Wahlhelfer sind von der Maskenpflicht befreit, wenn durch organisatorische Maßnahmen der Mindestabstand untereinander und zu den Wählern gewährleistet werden kann, oder es wirksame Schutzmaßnahmen gibt. Die Stadtverwaltung unternehme alles, was möglich ist, um die eingesetzten Wahlhelfer und auch die Wähler zu schützen, so Kienzle. Zur Abwicklung in Minden werden knapp 700 Wahlhelfer in den Wahllokalen und den insgesamt 20 Briefwahlvorständen eingesetzt. Sie sind an diesem Tag ehrenamtlich für die Stadt Minden tätig und erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 beziehungsweise 50 Euro – je nach Funktion.

Zwei Kreuze für Berlin: Fragen und Antworten zur Bundestagswahl 2021

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Minden. Rund 60.000 wahlberechtigte Mindenerinnen und Mindener bestimmen an diesem Sonntag mit darüber, wer in den kommenden vier Jahren das Land regiert. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um Punkt 18 Uhr. Mehr als ein Drittel der Wähler muss sich hier jedoch nicht mehr anstellen: Rund 22.000 Briefwähler haben ihre Stimme bereits abgegeben, wie die Stadt mitteilt.

Es dürfte einer der spannendsten Wahlabende seit Langem werden. Das liegt vor allem an den knappen bundesweiten Umfragewerten. Aber auch im Wahlkreis Minden-Lübbecke I (134) könnte es eng werden im Rennen um das begehrte Direktmandat. Vor vier Jahren trennten die beiden Kandidaten von SPD und CDU, Achim Post und Oliver Vogt, nur 2.811 Stimmen oder 1,9 Prozentpunkte. Damals machte SPD-Mann Post das Rennen. Auch in diesem Jahr stellen sich beide zur Wahl, doch die Konkurrenz ist größer geworden: Mit Frank Schäffler (FDP), Sebastian Landwehr (AfD) Schahina Gambir (Grüne), Jule Kegel (Linke),Sebastian Schmitz (Die Partei), Michael Müller (Freie Wähler), Stephan Lorenzen (Basis) und Dietrich Janzen (Bündnis C) stehen erstmal zehn Direktkandidaten auf dem Stimmzettel. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Erststimmen erhält.

Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages insgesamt. Über die Landeslisten könnte der Wahlkreis im nächsten Bundestag möglicherweise mit gleich vier Abgeordneten vertreten sein, weil sowohl Schäffler als auch Gambir äußerst aussichtsreiche Plätze auf ihren Listen haben. Auch Post und Vogt stehen auf ihrer jeweiligen Liste, bis zu welchem Platz die bei CDU und SPD ziehen, hängt aber wesentlich von der NRW-weiten Verteilung der Direktmandate zusammen. Prognosen sind hier schwieriger als bei FDP und Grünen.


Nach der Kommunalwahl im September vergangenen Jahres findet auch die Bundestagswahl erneut unter Corona-Bedingungen statt. Für die 54 Mindener Wahllokale besteht damit Maskenpflicht beim Betreten und ebenso in eventuellen Warteschlangen draußen. Auch sollten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Darauf weist jetzt noch einmal die Stadt hin. Die 3G-Regel findet am Wahltag jedoch keine Anwendung. „Jede Wahlberechtigte kann das Wahlrecht ohne Nachweis ausüben", hebt Erster Beigeordneter Peter Kienzle hervor. Für die Wahl im Wahllokal ist die Wahlbenachrichtigung und der Personalausweis oder Pass mitzubringen. Auf der Wahlbenachrichtigung steht auch das jeweilige Wahllokal nebst Adresse. Wie schon bei der Kommunalwahl bittet die Stadt Minden auch jetzt wieder darum, möglichst einen eigenen Kugelschreiber ins Wahllokal mitzubringen.

Wahlhelfer sind von der Maskenpflicht befreit, wenn durch organisatorische Maßnahmen der Mindestabstand untereinander und zu den Wählern gewährleistet werden kann, oder es wirksame Schutzmaßnahmen gibt. Die Stadtverwaltung unternehme alles, was möglich ist, um die eingesetzten Wahlhelfer und auch die Wähler zu schützen, so Kienzle.

Zur Abwicklung in Minden werden knapp 700 Wahlhelfer in den Wahllokalen und den insgesamt 20 Briefwahlvorständen eingesetzt. Sie sind an diesem Tag ehrenamtlich für die Stadt Minden tätig und erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 beziehungsweise 50 Euro – je nach Funktion.

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