Zwei Frauen auf dem Heimweg von Unbekannten attackiert und belästigt Minden (mt/mob). Zweimal, am Sonntag- und am Montagabend, hat ein unbekannter Mann in Minden junge Frauen sexuell belästigt. Eine Tat ereignete sich am Montagabend auf dem Hessenring, die andere am Sonntag auf dem Klausenwall. Beide Frauen konnten fliehen. Die Polizei sucht nun einen etwa 30 Jahre alten und zirka 1,70 Meter bis 1,80 Meter großen, schlanken und dunkelhäutigen Mann, der gegenüber den Frauen ausschließlich Englisch sprach. Eine 25-Jährige wurde am Montag von dem Mann verfolgt. Sie schilderte den Polizeibeamten, dass sie gegen 20 Uhr zu Fuß auf dem Heimweg von der Arbeit war, als sie auf der Stiftsallee zunächst Schritte und dann einen ihr folgenden fremden Mann wahrnahm. Als sie daraufhin schneller gegangen sei, habe der ebenfalls sein Tempo erhöht. Sie habe die Kreuzung mit dem Hessenring überquert und sei weiter Richtung „In den Bärenkämpen“ gegangen. In Höhe eines Bistros sei der Verfolger plötzlich neben ihr aufgetaucht und habe sie in englischer Sprache belästigt. Die 25-Jährige gab dem Unbekannten deutlich zu verstehen, dass sie das nicht wolle und versuchte davonzulaufen, wobei sie mehrfach die Straßenseite wechselte. Der Mann setzte ihr jedoch nach und fasste sie an die Schulter und griff ihr zudem in die Haare. Schließlich gelang es der 25-Jährigen, sich aus dem Griff zu befreien und ein vorbeifahrendes Auto zu stoppen. Dessen Fahrer brachte die verängstigte und unter Schock stehende Frau nach Hause. Dieser Mann hat sich inzwischen bei der Polizei gemeldet und unterstützt die Ermittlungen mit seiner Zeugenaussage. Auch andere Autofahrer waren offenbar auf die Situation aufmerksam geworden und hatten gehupt, teilt die Polizei weiter mit. Eine ähnliche Beschreibung gab zu einem Vorfall am Sonntagabend eine 21-Jährige den Ermittlern zu Protokoll. Auch sie war zu Fuß auf dem Heimweg, als der Unbekannte sie gegen 22 Uhr auf dem Klausenwall zwischen ZOB und Schwichowwall plötzlich von hinten an die Schulter faste und festhielt. Auch hier redete der Mann auf Englisch auf die Frau ein, die klar entgegnete, dass sie nicht belästigt werden wolle. Obwohl der Angreifer sie nun fester packte, gelang es der 21-Jährigen, sich zu befreien und davon zu laufen. Zuvor hatte auch sie versucht, einen Autofahrer auf ihre Notlage aufmerksam zu machen. Dieser hielt jedoch nicht an. Die Polizei bittet Zeugen, sich bei ihr unter der Telefonnummer (05 71) 8 86 60 zu melden. Übergriffe wie diese kommen in Minden selten vor, sagt auf MT-Nachfrage Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. „Das ist eher die Ausnahme.“ Zur Zeit empfehle er aber eine „gewisse Sensibilität“ für das Umfeld. Wenn eine Frau den Eindruck habe, dass sie verfolgt werde, solle sie nicht zögern, den Polizei-Notruf 110 zu wählen. Niemand solle überreagieren, aber möglicherweise gefährliche Situationen sollten auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wichtig sei dann deutlich zu machen, dass man sich in einer Gefahrensituation befinde und worum es sich handelt („Mich belästigt und verfolgt gerade ein Mann auf der X-Straße. “). Nötig sind vor allem auch klare Angaben über den eigenen Standort. Auch vorbeifahrende Autofahrer sollten auf jeden Fall sofort die Polizei verständigen, wenn sie sehen, dass sich jemand in einer Notlage befindet. Betroffene Frauen könnten sich in nahe gelegene Gaststätten oder Geschäfte retten und auch andere Passanten direkt ansprechen, um Hilfe zu bekommen. Vor dem Einsatz von Schreckschuswaffen oder anderem warnt Steinmeyer jedoch ausdrücklich. Rat und Hilfe für alle, die sich zu Situationen wie diesen informieren wollen, gibt das Kommissariat Vorbeugung bei der Polizei Minden-Lübbecke. Dieses ist über die Telefonnnummer (05 71) 8 86 0 zu erreichen.

Zwei Frauen auf dem Heimweg von Unbekannten attackiert und belästigt

Die Polizei bittet die Zeugen der Vorfälle, sich zu melden. © Foto: dpa

Minden (mt/mob). Zweimal, am Sonntag- und am Montagabend, hat ein unbekannter Mann in Minden junge Frauen sexuell belästigt. Eine Tat ereignete sich am Montagabend auf dem Hessenring, die andere am Sonntag auf dem Klausenwall. Beide Frauen konnten fliehen. Die Polizei sucht nun einen etwa 30 Jahre alten und zirka 1,70 Meter bis 1,80 Meter großen, schlanken und dunkelhäutigen Mann, der gegenüber den Frauen ausschließlich Englisch sprach.

Eine 25-Jährige wurde am Montag von dem Mann verfolgt. Sie schilderte den Polizeibeamten, dass sie gegen 20 Uhr zu Fuß auf dem Heimweg von der Arbeit war, als sie auf der Stiftsallee zunächst Schritte und dann einen ihr folgenden fremden Mann wahrnahm. Als sie daraufhin schneller gegangen sei, habe der ebenfalls sein Tempo erhöht. Sie habe die Kreuzung mit dem Hessenring überquert und sei weiter Richtung „In den Bärenkämpen“ gegangen.

In Höhe eines Bistros sei der Verfolger plötzlich neben ihr aufgetaucht und habe sie in englischer Sprache belästigt. Die 25-Jährige gab dem Unbekannten deutlich zu verstehen, dass sie das nicht wolle und versuchte davonzulaufen, wobei sie mehrfach die Straßenseite wechselte. Der Mann setzte ihr jedoch nach und fasste sie an die Schulter und griff ihr zudem in die Haare. Schließlich gelang es der 25-Jährigen, sich aus dem Griff zu befreien und ein vorbeifahrendes Auto zu stoppen. Dessen Fahrer brachte die verängstigte und unter Schock stehende Frau nach Hause. Dieser Mann hat sich inzwischen bei der Polizei gemeldet und unterstützt die Ermittlungen mit seiner Zeugenaussage. Auch andere Autofahrer waren offenbar auf die Situation aufmerksam geworden und hatten gehupt, teilt die Polizei weiter mit.

Eine ähnliche Beschreibung gab zu einem Vorfall am Sonntagabend eine 21-Jährige den Ermittlern zu Protokoll. Auch sie war zu Fuß auf dem Heimweg, als der Unbekannte sie gegen 22 Uhr auf dem Klausenwall zwischen ZOB und Schwichowwall plötzlich von hinten an die Schulter faste und festhielt. Auch hier redete der Mann auf Englisch auf die Frau ein, die klar entgegnete, dass sie nicht belästigt werden wolle. Obwohl der Angreifer sie nun fester packte, gelang es der 21-Jährigen, sich zu befreien und davon zu laufen. Zuvor hatte auch sie versucht, einen Autofahrer auf ihre Notlage aufmerksam zu machen. Dieser hielt jedoch nicht an.

Die Polizei bittet Zeugen, sich bei ihr unter der Telefonnummer (05 71) 8 86 60 zu melden. Übergriffe wie diese kommen in Minden selten vor, sagt auf MT-Nachfrage Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. „Das ist eher die Ausnahme.“ Zur Zeit empfehle er aber eine „gewisse Sensibilität“ für das Umfeld. Wenn eine Frau den Eindruck habe, dass sie verfolgt werde, solle sie nicht zögern, den Polizei-Notruf 110 zu wählen. Niemand solle überreagieren, aber möglicherweise gefährliche Situationen sollten auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Wichtig sei dann deutlich zu machen, dass man sich in einer Gefahrensituation befinde und worum es sich handelt („Mich belästigt und verfolgt gerade ein Mann auf der X-Straße. “). Nötig sind vor allem auch klare Angaben über den eigenen Standort. Auch vorbeifahrende Autofahrer sollten auf jeden Fall sofort die Polizei verständigen, wenn sie sehen, dass sich jemand in einer Notlage befindet.

Betroffene Frauen könnten sich in nahe gelegene Gaststätten oder Geschäfte retten und auch andere Passanten direkt ansprechen, um Hilfe zu bekommen. Vor dem Einsatz von Schreckschuswaffen oder anderem warnt Steinmeyer jedoch ausdrücklich. Rat und Hilfe für alle, die sich zu Situationen wie diesen informieren wollen, gibt das Kommissariat Vorbeugung bei der Polizei Minden-Lübbecke. Dieses ist über die Telefonnnummer (05 71) 8 86 0 zu erreichen.

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