Zur Strafe in den Knast - Täter aus Minden und Porta Westfalica wegen Raubüberfalls verurteilt Von Nils Middelhauve "Das Urteil ist so, wie es ist, weil Sie sich umfassend eingelassen haben", wandte sich der Vorsitzende Richter Reinhold Hülsmann in der Urteilsbegründung an zwei der drei Angeklagten.Gemeinsam mit einem unbekannten Vierten klingelten Viktor P. (34), Jonas M. (30) sowie Benedikt F. (29; Namen aller Betroffenen geändert) im Januar 2012 an der Tür einer an der Danziger Straße in Bad Oeynhausen gelegenen Wohnung. Bernd S., der dort lebte, öffnete die Tür und wurde prompt von den Männern in das Innere seiner Wohnung zurückgedrängt.F. gab dem Mann zu verstehen, dass dieser ihm noch Geld schulde. Sodann traten und schlugen die Eindringlinge auf ihr Opfer ein. Insbesondere Jonas M. tat sich bei den gewalttätigen Übergriffen hervor.F. nahm eine Digitalkamera im Wert von rund 1000 Euro sowie zwei Notebooks und ein Medikamentenschränkchen an sich und verließ mit dem unbekannten Mittäter die Wohnung. Im Anschluss malträtierten die beiden noch in der Wohnung verbliebenen Täter ihr Opfer weiter.In der Verhandlung vor der IX. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts hatten sich Viktor P. und Jonas M. umfassend zu dem Geschehen geäußert. "Wir haben den Eindruck, dass Sie alles gesagt haben, was Sie sagen konnten", erläuterte Richter Hülsmann den Angeklagten. Dies habe das Gericht durchaus honoriert.In Ausflüchte verranntEtwas anders lag der Fall bei Benedikt F.: Zwar habe dieser sich auch weitgehend geständig gezeigt, doch habe er auf konkrete Nachfragen entweder die Antwort verweigert oder sich in Ausflüchte verrannt. "Das war alles ein bisschen wabbelig", äußerte Hülsmann hinsichtlich der Angaben des dritten Angeklagten.Neben der zweijährigen Bewährungsstrafe ordnete die Kammer die Unterbringung des drogensüchtigen F. in einer Entziehungsanstalt an.

Zur Strafe in den Knast - Täter aus Minden und Porta Westfalica wegen Raubüberfalls verurteilt

Minden/Bielefeld. Das Bielefelder Landgericht verurteilte jetzt drei Männer aus Minden und Porta Westfalica wegen eines Raubüberfalls zu Strafen von zwei (in zwei Fällen) sowie zweieinhalb Jahren Gefängnis.

"Das Urteil ist so, wie es ist, weil Sie sich umfassend eingelassen haben", wandte sich der Vorsitzende Richter Reinhold Hülsmann in der Urteilsbegründung an zwei der drei Angeklagten.

Gemeinsam mit einem unbekannten Vierten klingelten Viktor P. (34), Jonas M. (30) sowie Benedikt F. (29; Namen aller Betroffenen geändert) im Januar 2012 an der Tür einer an der Danziger Straße in Bad Oeynhausen gelegenen Wohnung. Bernd S., der dort lebte, öffnete die Tür und wurde prompt von den Männern in das Innere seiner Wohnung zurückgedrängt.

F. gab dem Mann zu verstehen, dass dieser ihm noch Geld schulde. Sodann traten und schlugen die Eindringlinge auf ihr Opfer ein. Insbesondere Jonas M. tat sich bei den gewalttätigen Übergriffen hervor.

F. nahm eine Digitalkamera im Wert von rund 1000 Euro sowie zwei Notebooks und ein Medikamentenschränkchen an sich und verließ mit dem unbekannten Mittäter die Wohnung. Im Anschluss malträtierten die beiden noch in der Wohnung verbliebenen Täter ihr Opfer weiter.

In der Verhandlung vor der IX. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts hatten sich Viktor P. und Jonas M. umfassend zu dem Geschehen geäußert. "Wir haben den Eindruck, dass Sie alles gesagt haben, was Sie sagen konnten", erläuterte Richter Hülsmann den Angeklagten. Dies habe das Gericht durchaus honoriert.

In Ausflüchte verrannt

Etwas anders lag der Fall bei Benedikt F.: Zwar habe dieser sich auch weitgehend geständig gezeigt, doch habe er auf konkrete Nachfragen entweder die Antwort verweigert oder sich in Ausflüchte verrannt. "Das war alles ein bisschen wabbelig", äußerte Hülsmann hinsichtlich der Angaben des dritten Angeklagten.

Neben der zweijährigen Bewährungsstrafe ordnete die Kammer die Unterbringung des drogensüchtigen F. in einer Entziehungsanstalt an.

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