Zuhause in der Musikbox Minden: Nora Vogt trägt das Familienerbe weiter Christine Riechmann Minden. So alt wie die „Box“ ist Nora Vogt noch lange nicht. Vielmehr ist die 26-jährige Tochter von Musikbox-Gründer Heinz Eichler in der Disco an der Portastraße groß geworden. Ein Leben ohne die „Box“ kann sich die junge Frau kaum vorstellen, trotzdem hat es sie beruflich erstmal in eine ganz andere Richtung getrieben: Nach dem Abitur am Gymnasium in Petershagen hat sie Geowissenschaften in Hannover studiert. Nun ist sie aber „nach Hause“ gekommen und als Betriebsleiterin fest in der Disco angestellt. „Der Plan ist, dass ich die „Box“ von meinem Vater übernehme“, erzählt sie. Für viele Kinder sind Diskotheken ein Mysterium, etwas, das sie nicht greifen können. Wie war das bei Ihnen? Schwierige Frage, ich bin ja wirklich extrem damit aufgewachsen. Ich weiß, dass ich ganz, ganz früh schon in der Disco war – tagsüber, aber auch abends. Ich habe ganz viele Erinnerungen daran. Ja, doch, ich wusste schon ziemlich früh, was eine Disco ist. Darum ging es bei uns ja immer. Wann waren Sie das erste Mal sorichtig zum Feiern in der Box? Ich war unter 16, ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen darf – aber mein Papa war ja dabei, mein Erziehungsberechtigter. Ich kann mich sogar ziemlich genau an den ersten Abend erinnern: Ich bin mit meiner Schwester und ihrer Freundin in die „Box“ gegangen und ich hatte noch einen Freund dabei, der war allerdings zwei Jahre älter als ich. Ich bin dann mit meinem Papa nach Hause gefahren, das haben wir sowieso immer gemacht, das hat sich ja angeboten, war eigentlich perfekt. Von da an bin ich fast jeden Samstag gegangen. Und wie war das Feiern unter Papas Augen? Die meisten Jugendlichen finden das wahrscheinlich eher uncool. Überhaupt nicht! Erstens hat er ja gearbeitet – und der hatte wirklich etwas zu tun. Und außerdem ist er sowieso ein ganz anderer Vater, er erfüllt überhaupt nicht das typische Klischee. Zwischen meinen Eltern und mir war immer ein riesengroßes Vertrauen, ich habe nie irgendetwas gemacht, was in deren Augen schlimm war. Nicht, weil ich Verbote bekommen habe, sondern im Gegenteil, es war immer alles auf Augenhöhe. Deswegen hat er mich auch nie kontrolliert, wenn ich in der „Box“ war, und so hat mich das auch nie gestört. Gefühlt habe ich ihn an den Abenden auch selten gesehen: Er ist rumgelaufen, ich bin rumgelaufen – überhaupt kein Problem. Sind Sie ein Disco-Typ, gehen Siegerne abends aus? Ja, ich habe das gerne gemacht und kann gar nicht verstehen, wenn das junge Menschen nicht machen. Ich finde, das ist für die Entwicklung richtig wichtig, das hat schon fast etwas mit Sozialisierung zu tun. Man erlebt Dinge, die man am Tag nicht erlebt – nicht erlebt, wenn man in die Schule oder wenn man in die Stadt geht. Man testet seine Grenzen. Das sind manchmal Extremsituationen – wenn man zum Beispiel an blöde Leute gerät. Es hat übrigens überhaupt nichts mit Alkohol zu tun, es geht ums Feiern – und das geht ja auch ohne. Die meisten Eltern sind keine Disco-Besitzer. Wie fanden Sie das als Kind? Das hat mich tatsächlich viel beschäftigt. Es hat zwei Seiten: Manchmal ist das überhaupt nicht schön, überhaupt nicht angenehm, weil das eine Branche ist, die mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Was sind das für Vorurteile? Viele Menschen denken, Discothekenbesitzer sind kriminell und haben irgendetwas mit Drogen zu tun oder mit dem Rotlichtmilieu. Da gibt es ganz komische Bilder, die auch in Filmen bedient werden. Mein Vater ist das genaue Gegenteil, ich würde mal sagen, wenn der über die Straße geht, würde niemand denken, dass er eine Disco betreibt. Und dann gibt es Menschen, die nichts mit der „Box“ anfangen können – was ja auch total okay ist. Wenn die aber in Gesprächen über die „Box“ vom „Ranz-Laden“ oder „Scheiß-Schuppen“ sprechen und nicht wissen, dass ich die Tochter des Betreibers bin, dann tut das schon weh. Das hat mich immer sehr getroffen. Ich habe nun mal eine persönliche Bindung zur „Box“, mit ihr verdienen meine Eltern ihr Geld. Klar, die Leute denken nicht darüber nach und sehen überhaupt nicht die Familie hinter dem Laden. Trotzdem – das war manchmal hart für mich. Aber dann gibt es auch die Leute, die total begeistert waren, wenn sie mitbekommen haben, dass ich die Tochter bin. Wie fanden das Ihre Freunde und Mitschüler? Meine ganz engen Freunde, die ich schon aus der Grundschulzeit kenne, sind ja genauso wie ich damit aufgewachsen, dass ich die Tochter eines Discothekenbesitzers bin. Die, die ich dann später kennengelernt habe, fanden das teilweise toll und teilweise merkwürdig. Aber mit denen hatte ich in der Regel auch wenig zu tun. Aber meine Freunde waren begeistert, die hatten ja auch Vorteile. Gab es also Leute, die nur deswegen mit Ihnen befreundet waren, weil sie sich erhofft haben, umsonst in die „Box“ zu kommen? Nein, die wirklichen Freunde niemals. Natürlich gab es Bekannte, die gefragt haben, ob sie umsonst reinkönnen, aber ich habe es tatsächlich nie so schlimm oder penetrant erlebt. Natürlich musste meine beste Freundin ihre Getränke nicht bezahlen und auch mein Freund, den ich dann irgendwann hatte, musste nichts bezahlen. Von denen nehmen wir natürlich kein Geld, das wäre ja komisch. Das musste ich aber erstmal selber lernen, mein Papa musste es mir sagen. Seit wann arbeiten Sie in der „Box“? 2012 mit 18 habe ich angefangen. Am Anfang bestimmt jedes zweite Wochenende. Natürlich habe ich mir auch mal frei genommen, um selber zu feiern. Ich bin ja noch zur Schule gegangen. Aber seit 2012 arbeite ich hier konstant, manchmal mehr, manchmal weniger. Angefangen habe ich hinter der Theke, 2016 habe ich dann an den Eingang gewechselt. Damals brauchten wir dort jemanden und da dort sehr viel Bargeld ist, war das für meinen Vater sehr angenehm – man erlebt so einiges mit Mitarbeitern, wenn man mit viel Bargeld zu tun hat. Dazu kam, dass ich damals einfach keine Lust mehr auf Theke hatte, da bist du schon sehr auf dem Präsentierteller, das mochte ich zu der Zeit nicht so. War das Ihr Berufswunsch, eine Disco zu betreiben? Nee, irgendwie gar nicht. Ich weiß gar nicht mehr, wann das Gespräch das erste Mal ernsthaft zu Hause darauf kam. Mein Vater hat mich auf jeden Fall nie dahin gedrängt. Deswegen bin ich erstmal meinen Weg gegangen, habe nach dem Abi studiert. Irgendwann kamen die Gespräche, aber eher in der Hinsicht, dass mein Papa immer älter wird und man sich dann ja auch Gedanken über seine Eltern macht. Es gab natürlich verschiedene Überlegungen. Mein Papa hat sehr viel darüber nachgedacht wie lange er das überhaupt machen will. Für ihn war immer klar, dass er die „Box“ ungern verpachten will. Er möchte schon, so lange er lebt, im Grunde in irgendeiner Form Einfluss haben, weil es seine Rente ist. Aber klar, irgendwann kann er nicht mehr. Er sagt immer, er macht noch bis er 70 ist, das wären jetzt noch fünf Jahre. Für mich ist es klar, dass ich das hier jetzt mache, das ist okay. Ich hatte sowieso nie diesen einen Berufswunsch, auch bei meinem Studium war ich mir nie Hundertprozent sicher. Und die Gastronomie interessiert mich. Gibt es eine Zukunft für Discos im allgemeinen und für die „Box“ im speziellen? Ja, doch, doch, ich glaube schon! Das ist nicht mehr so einfach wie früher, aber keine Zukunft – das glaube ich nicht. Wir haben Glück, dass wir nicht so groß sind, dann wäre es noch schwieriger. Dass wir zum Beispiel den Biergarten eröffnet haben, hat den Grund, dass es nicht leichter wird, definitiv nicht. Und natürlich macht mir das auch Angst, wenn ich an meine Zukunft denke. Ich habe großen Respekt davor, ich bin damit aufgewachsen, wie schwierig das ist. Wie sieht die Zukunft aus? Mmh, das weiß ich nicht. Das ist schwierig. Man muss aufmerksam sein, muss beobachten, muss verfolgen, was passiert, man muss immer am Ball bleiben. Das ist schon eine sehr harte Branche, in der es immer wieder Rückschläge gibt, und die dürfen dich nicht runterziehen. Mein Vater hat so viele Rückschläge erlitten, aber ist ein so unglaublich optimistischer Mensch. Ich finde das so bewundernswert, wie er das gemacht hat. Das werde ich auf jeden Fall noch lernen müssen – wahrscheinlich mit ihm oder von ihm. Man darf auf jeden Fall nicht aufgeben – und einfacher wird es sicherlich nicht, da werden noch öfter schwierige Zeiten kommen.

Zuhause in der Musikbox Minden: Nora Vogt trägt das Familienerbe weiter

Die Musikbox Minden ist ein Familienunternehmen. Weil Nora Vogt nun eingestiegen ist, wird sich daran auch nichts ändern. © MT-Foto: Christine Riechmann

Minden. So alt wie die „Box“ ist Nora Vogt noch lange nicht. Vielmehr ist die 26-jährige Tochter von Musikbox-Gründer Heinz Eichler in der Disco an der Portastraße groß geworden. Ein Leben ohne die „Box“ kann sich die junge Frau kaum vorstellen, trotzdem hat es sie beruflich erstmal in eine ganz andere Richtung getrieben: Nach dem Abitur am Gymnasium in Petershagen hat sie Geowissenschaften in Hannover studiert. Nun ist sie aber „nach Hause“ gekommen und als Betriebsleiterin fest in der Disco angestellt. „Der Plan ist, dass ich die „Box“ von meinem Vater übernehme“, erzählt sie.

Für viele Kinder sind Diskotheken ein Mysterium, etwas, das sie nicht greifen können. Wie war das bei Ihnen?

Schwierige Frage, ich bin ja wirklich extrem damit aufgewachsen. Ich weiß, dass ich ganz, ganz früh schon in der Disco war – tagsüber, aber auch abends. Ich habe ganz viele Erinnerungen daran. Ja, doch, ich wusste schon ziemlich früh, was eine Disco ist. Darum ging es bei uns ja immer.

Nora Vogt vor dem Eingang der Musikbox. Sie ist ihr zweites Zuhause. - © MT-Foto: Christine Riechmann
Nora Vogt vor dem Eingang der Musikbox. Sie ist ihr zweites Zuhause. - © MT-Foto: Christine Riechmann

Wann waren Sie das erste Mal sorichtig zum Feiern in der Box?

Ich war unter 16, ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen darf – aber mein Papa war ja dabei, mein Erziehungsberechtigter. Ich kann mich sogar ziemlich genau an den ersten Abend erinnern: Ich bin mit meiner Schwester und ihrer Freundin in die „Box“ gegangen und ich hatte noch einen Freund dabei, der war allerdings zwei Jahre älter als ich. Ich bin dann mit meinem Papa nach Hause gefahren, das haben wir sowieso immer gemacht, das hat sich ja angeboten, war eigentlich perfekt. Von da an bin ich fast jeden Samstag gegangen.

Nora Vogt in der Musikbox bei der Party zum 15. Geburtstag der Disco. - © Foto: privat
Nora Vogt in der Musikbox bei der Party zum 15. Geburtstag der Disco. - © Foto: privat

Und wie war das Feiern unter Papas Augen? Die meisten Jugendlichen finden das wahrscheinlich eher uncool.

Überhaupt nicht! Erstens hat er ja gearbeitet – und der hatte wirklich etwas zu tun. Und außerdem ist er sowieso ein ganz anderer Vater, er erfüllt überhaupt nicht das typische Klischee. Zwischen meinen Eltern und mir war immer ein riesengroßes Vertrauen, ich habe nie irgendetwas gemacht, was in deren Augen schlimm war. Nicht, weil ich Verbote bekommen habe, sondern im Gegenteil, es war immer alles auf Augenhöhe. Deswegen hat er mich auch nie kontrolliert, wenn ich in der „Box“ war, und so hat mich das auch nie gestört. Gefühlt habe ich ihn an den Abenden auch selten gesehen: Er ist rumgelaufen, ich bin rumgelaufen – überhaupt kein Problem.

Sind Sie ein Disco-Typ, gehen Siegerne abends aus?

Ja, ich habe das gerne gemacht und kann gar nicht verstehen, wenn das junge Menschen nicht machen. Ich finde, das ist für die Entwicklung richtig wichtig, das hat schon fast etwas mit Sozialisierung zu tun. Man erlebt Dinge, die man am Tag nicht erlebt – nicht erlebt, wenn man in die Schule oder wenn man in die Stadt geht. Man testet seine Grenzen. Das sind manchmal Extremsituationen – wenn man zum Beispiel an blöde Leute gerät. Es hat übrigens überhaupt nichts mit Alkohol zu tun, es geht ums Feiern – und das geht ja auch ohne.

Die meisten Eltern sind keine Disco-Besitzer. Wie fanden Sie das als Kind?

Das hat mich tatsächlich viel beschäftigt. Es hat zwei Seiten: Manchmal ist das überhaupt nicht schön, überhaupt nicht angenehm, weil das eine Branche ist, die mit vielen Vorurteilen behaftet ist.

Was sind das für Vorurteile?

Viele Menschen denken, Discothekenbesitzer sind kriminell und haben irgendetwas mit Drogen zu tun oder mit dem Rotlichtmilieu. Da gibt es ganz komische Bilder, die auch in Filmen bedient werden. Mein Vater ist das genaue Gegenteil, ich würde mal sagen, wenn der über die Straße geht, würde niemand denken, dass er eine Disco betreibt.

Und dann gibt es Menschen, die nichts mit der „Box“ anfangen können – was ja auch total okay ist. Wenn die aber in Gesprächen über die „Box“ vom „Ranz-Laden“ oder „Scheiß-Schuppen“ sprechen und nicht wissen, dass ich die Tochter des Betreibers bin, dann tut das schon weh. Das hat mich immer sehr getroffen. Ich habe nun mal eine persönliche Bindung zur „Box“, mit ihr verdienen meine Eltern ihr Geld. Klar, die Leute denken nicht darüber nach und sehen überhaupt nicht die Familie hinter dem Laden. Trotzdem – das war manchmal hart für mich. Aber dann gibt es auch die Leute, die total begeistert waren, wenn sie mitbekommen haben, dass ich die Tochter bin.

Wie fanden das Ihre Freunde und Mitschüler?

Meine ganz engen Freunde, die ich schon aus der Grundschulzeit kenne, sind ja genauso wie ich damit aufgewachsen, dass ich die Tochter eines Discothekenbesitzers bin. Die, die ich dann später kennengelernt habe, fanden das teilweise toll und teilweise merkwürdig. Aber mit denen hatte ich in der Regel auch wenig zu tun. Aber meine Freunde waren begeistert, die hatten ja auch Vorteile.

Gab es also Leute, die nur deswegen mit Ihnen befreundet waren, weil sie sich erhofft haben, umsonst in die „Box“ zu kommen?

Nein, die wirklichen Freunde niemals. Natürlich gab es Bekannte, die gefragt haben, ob sie umsonst reinkönnen, aber ich habe es tatsächlich nie so schlimm oder penetrant erlebt. Natürlich musste meine beste Freundin ihre Getränke nicht bezahlen und auch mein Freund, den ich dann irgendwann hatte, musste nichts bezahlen. Von denen nehmen wir natürlich kein Geld, das wäre ja komisch. Das musste ich aber erstmal selber lernen, mein Papa musste es mir sagen.

Seit wann arbeiten Sie in der „Box“?

2012 mit 18 habe ich angefangen. Am Anfang bestimmt jedes zweite Wochenende. Natürlich habe ich mir auch mal frei genommen, um selber zu feiern. Ich bin ja noch zur Schule gegangen. Aber seit 2012 arbeite ich hier konstant, manchmal mehr, manchmal weniger. Angefangen habe ich hinter der Theke, 2016 habe ich dann an den Eingang gewechselt. Damals brauchten wir dort jemanden und da dort sehr viel Bargeld ist, war das für meinen Vater sehr angenehm – man erlebt so einiges mit Mitarbeitern, wenn man mit viel Bargeld zu tun hat. Dazu kam, dass ich damals einfach keine Lust mehr auf Theke hatte, da bist du schon sehr auf dem Präsentierteller, das mochte ich zu der Zeit nicht so.

War das Ihr Berufswunsch, eine Disco zu betreiben?

Nee, irgendwie gar nicht. Ich weiß gar nicht mehr, wann das Gespräch das erste Mal ernsthaft zu Hause darauf kam. Mein Vater hat mich auf jeden Fall nie dahin gedrängt. Deswegen bin ich erstmal meinen Weg gegangen, habe nach dem Abi studiert. Irgendwann kamen die Gespräche, aber eher in der Hinsicht, dass mein Papa immer älter wird und man sich dann ja auch Gedanken über seine Eltern macht. Es gab natürlich verschiedene Überlegungen. Mein Papa hat sehr viel darüber nachgedacht wie lange er das überhaupt machen will. Für ihn war immer klar, dass er die „Box“ ungern verpachten will. Er möchte schon, so lange er lebt, im Grunde in irgendeiner Form Einfluss haben, weil es seine Rente ist. Aber klar, irgendwann kann er nicht mehr. Er sagt immer, er macht noch bis er 70 ist, das wären jetzt noch fünf Jahre.

Für mich ist es klar, dass ich das hier jetzt mache, das ist okay. Ich hatte sowieso nie diesen einen Berufswunsch, auch bei meinem Studium war ich mir nie Hundertprozent sicher. Und die Gastronomie interessiert mich.

Gibt es eine Zukunft für Discos im allgemeinen und für die „Box“ im speziellen?

Ja, doch, doch, ich glaube schon! Das ist nicht mehr so einfach wie früher, aber keine Zukunft – das glaube ich nicht. Wir haben Glück, dass wir nicht so groß sind, dann wäre es noch schwieriger. Dass wir zum Beispiel den Biergarten eröffnet haben, hat den Grund, dass es nicht leichter wird, definitiv nicht. Und natürlich macht mir das auch Angst, wenn ich an meine Zukunft denke. Ich habe großen Respekt davor, ich bin damit aufgewachsen, wie schwierig das ist.

Wie sieht die Zukunft aus?

Mmh, das weiß ich nicht. Das ist schwierig. Man muss aufmerksam sein, muss beobachten, muss verfolgen, was passiert, man muss immer am Ball bleiben. Das ist schon eine sehr harte Branche, in der es immer wieder Rückschläge gibt, und die dürfen dich nicht runterziehen. Mein Vater hat so viele Rückschläge erlitten, aber ist ein so unglaublich optimistischer Mensch. Ich finde das so bewundernswert, wie er das gemacht hat. Das werde ich auf jeden Fall noch lernen müssen – wahrscheinlich mit ihm oder von ihm. Man darf auf jeden Fall nicht aufgeben – und einfacher wird es sicherlich nicht, da werden noch öfter schwierige Zeiten kommen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden