Wortgewandt und musikalisch: Ein Nachruf auf MT-Mitarbeiter Christian Helming Ursula Koch Nach schwerer Krankheit ist der MT-Mitarbeiter Christian Helming im Alter von 55 Jahren gestorben. Seit 2003 hatte er als freier Mitarbeiter vor allem Rezensionen klassischer Konzerte, aber auch über Theaterauftritte oder Kabarettauftritte geschrieben, immer feinsinnig, mit klarem Urteil, das wohlbedacht begründet wurde. Vor allem die Wagner-Produktionen hat er für das MT intensiv begleitet und zuletzt auch die Rezensionen zum „Ring“-Zyklus verfasst und ist darüber selbst zum Wagner-Fan geworden, der auch zu den Festspielen nach Bayreuth reiste. Seit seiner Jugend hatte sich Christian Helming, der zuletzt als Marketing-Leiter bei einem Bielefelder IT-Unternehmen gearbeitet hatte, selbst künstlerisch betätigt. Er sang im Chor der Christuskirche, spielte Theater und drehte zu seiner Studentenzeit sogar gemeinsam mit zwei Freunden einen 90-minütigen abendfüllenden Spielfilm. Die „Todtenhauser Sonate inBlei“, eine Krimi-Persiflage um Schutzgelderpressung und Drogen, wurde 1989 im Kino „Stella“ uraufgeführt.Seine humorvolle Seite zeigte er auch in Auftritten mit dem A-cappella-Quintett „Globetrottels“, für das er Lieder und Arrangements schrieb, Klavier spielte und gelegentlich auch mitsang. „Wir sind das einzige Quintett mit sechs Mitgliedern“, sagte die Gruppe 2009 zu ihrem 25. Jubiläum, das sie mit einem großen Konzert im Stadttheater krönte. Die Basis seiner musikalischen Ausbildung war der Chor der Christuskirche. Christian Helming legte aber auch die C-Prüfung als Kirchenmusiker im Orgelspiel ab und war bis zuletzt Mitglied in der Kantorei der Christuskirche. Neben Wagner galt seine Liebe der Musik von Jean Sibelius und auch mit Anton Bruckner beschäftigte er sich intensiv. Er gehörte fünf Jahre lang dem Presbyterium der Christuskirche an. Außerdem war er Mitglied in der SPD. Er spielte Tischtennis und Fußball, da schlug sein Herz besonders für Borussia Mönchengladbach. Die meiste Aufmerksamkeit galt aber seiner seiner Familie. Christian Helming hinterlässt seine Frau Annette und die Söhne Anton und Robert.
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Wortgewandt und musikalisch: Ein Nachruf auf MT-Mitarbeiter Christian Helming

Christian Helming ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Foto: pr

Nach schwerer Krankheit ist der MT-Mitarbeiter Christian Helming im Alter von 55 Jahren gestorben. Seit 2003 hatte er als freier Mitarbeiter vor allem Rezensionen klassischer Konzerte, aber auch über Theaterauftritte oder Kabarettauftritte geschrieben, immer feinsinnig, mit klarem Urteil, das wohlbedacht begründet wurde. Vor allem die Wagner-Produktionen hat er für das MT intensiv begleitet und zuletzt auch die Rezensionen zum „Ring“-Zyklus verfasst und ist darüber selbst zum Wagner-Fan geworden, der auch zu den Festspielen nach Bayreuth reiste.

Seit seiner Jugend hatte sich Christian Helming, der zuletzt als Marketing-Leiter bei einem Bielefelder IT-Unternehmen gearbeitet hatte, selbst künstlerisch betätigt. Er sang im Chor der Christuskirche, spielte Theater und drehte zu seiner Studentenzeit sogar gemeinsam mit zwei Freunden einen 90-minütigen abendfüllenden Spielfilm. Die „Todtenhauser Sonate inBlei“, eine Krimi-Persiflage um Schutzgelderpressung und Drogen, wurde 1989 im Kino „Stella“ uraufgeführt.

Seine humorvolle Seite zeigte er auch in Auftritten mit dem A-cappella-Quintett „Globetrottels“, für das er Lieder und Arrangements schrieb, Klavier spielte und gelegentlich auch mitsang. „Wir sind das einzige Quintett mit sechs Mitgliedern“, sagte die Gruppe 2009 zu ihrem 25. Jubiläum, das sie mit einem großen Konzert im Stadttheater krönte.

Die Basis seiner musikalischen Ausbildung war der Chor der Christuskirche. Christian Helming legte aber auch die C-Prüfung als Kirchenmusiker im Orgelspiel ab und war bis zuletzt Mitglied in der Kantorei der Christuskirche. Neben Wagner galt seine Liebe der Musik von Jean Sibelius und auch mit Anton Bruckner beschäftigte er sich intensiv. Er gehörte fünf Jahre lang dem Presbyterium der Christuskirche an. Außerdem war er Mitglied in der SPD. Er spielte Tischtennis und Fußball, da schlug sein Herz besonders für Borussia Mönchengladbach. Die meiste Aufmerksamkeit galt aber seiner seiner Familie. Christian Helming hinterlässt seine Frau Annette und die Söhne Anton und Robert.

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