Wohnmobil mieten: Was Urlauber jetzt wissen müssen Malina Reckordt Minden. Wohnmobile sind wie ein zweites Zuhause, man kann mit ihnen spontan Urlaub machen. Wohnmobile sind vor allem aber auch ziemlich teuer. Viele Camper mieten sich daher Jahr für Jahr ein Wohnmobil und geben es nach dem Urlaub wieder ab. Da Camping derzeit einen Boom erlebt, stellt sich die Frage: Gibt es in diesem Jahr überhaupt noch freie Wohnmobile und wie findet man einen freien Stellplatz? Das MT hat bei Dirk Vissing von der Reisemobilvermietung Vissing in Minden nachgefragt. Verfügbarkeit „Wer für diesen Sommer noch ein Wohnmobil mieten möchte, wird auch sicherlich eins bekommen“, sagt Dirk Vissing. Die Nachfrage bei der Vermietung sei nicht höher als in den vergangenen Jahren, wenn nicht gar geringer. „Wenn man bei anderen Vermietungen in der Region auf den Hof schaut, sieht man ein ähnliches Bild“ meint Vissing. Selbst wenn Wohnmobile noch zu mieten sind, ist es in diesem Sommer sehr schwierig, einen freien Stellplatz zu bekommen. „Viele Kunden reservieren erst einen Stellplatz und mieten dann das Fahrzeug“, so Vissing. Diese Kunden bleiben momentan aus. Kosten In der Hauptsaison (Juli und August), kostet ein gemietetes Wohnmobil pro Nacht 100 bis 130 Euro. In der Nebensaison (April bis Juni, September und Oktober) beginnt der Tagesmietpreis bei 80 Euro. Hinzu kommt in der Regel eine Servicepauschale. Bei der Reisemobilvermietung Vissing zahlt man 90 Euro für die Einweisung, Außenreinigung, Miete für eine Gasflasche inklusive Füllung sowie Chemikalien für die Toilette. Wer über einen Kauf nachdenkt, muss mit mindestens 45.000 Euro für ein neues Fahrzeug planen. „Ein Kauf lohnt sich erst dann, wenn man nicht nur ein- oder zweimal im Jahr damit verreist, sondern regelmäßig unterwegs ist“, meint Vissing. Alleine die Kosten für die Unterhaltung würden sich auf rund 2.000 Euro pro Jahr belaufen. Versicherung „Bei der Übergabe des Fahrzeugs wird eine Kaution in Höhe von 1.000 Euro fällig“, sagt Vissing. Es bestehe eine Vollkaskoversicherung mit 1.000 Euro Selbstbeteiligung im Schadensfall. Über eine Zusatzversicherung gebe es die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung herabzusetzen. Führerschein Um ein Wohnmobil zu mieten, benötigt man keinen besonderen Führerschein. Alle Fahrzeuge, die man bei Vissings mieten kann, bekommt man mit der Führerscheinklasse B. „Das Mindestalter für die Vermietung liegt bei uns bei 21 Jahren“, so Vissing. Stellplätze Aufgrund von Corona konzentriert das Reisegeschehen in diesem Jahr deutlich stärker auf Deutschland. Das ist auch auf den Campingplätzen an Nord - und Ostsee sowie in Bayern zu spüren. Dirk Vissing empfehlt: „Nicht immer den Campingplatz in der besten Lage ansteuern, sondern auch mal auf die 1B-Lage ausweichen.“ Man müsse dann vielleicht mal auf das Fahrrad steigen, um zum Strand zu gelangen, dafür seien die Plätze nicht so voll und oft auch günstiger. Dirk Vissing legt seinen Kunden in diesem Jahr ans Herz, den Urlaub in Deutschland zu verbringen und auch mal in die Regionen zu fahren, die nicht so bekannt sind. „Das Elbsandstein-Gebirge oder die Mecklenburger-Seenplatte sind total sehenswert, haben viele als Urlaubsziel allerdings nicht auf dem Schirm. Außerdem rät Vissing dazu, mit Apps wie Stellplatz-Radar oder Park4night nach Stellplätzen zu suchen. „Wenn man keine Lust mehr hat zu fahren, kann man mit der App im Umkreis nach Möglichkeiten suchen. Und es gibt Bewertungen von anderen Campern“, sagt Vissing.

Wohnmobil mieten: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Im Mai 2020 wurden mit mehr als 10.000 so viele Reisemobile zugelassen wie nie zuvor. Weil sich ein eigenes Wohnmobil aber nicht jeder leisten kann, mieten viele Camper ein Fahrzeug. MT-Foto: Alexander Lehn (Archiv) © Lehn,Alexander

Minden. Wohnmobile sind wie ein zweites Zuhause, man kann mit ihnen spontan Urlaub machen. Wohnmobile sind vor allem aber auch ziemlich teuer. Viele Camper mieten sich daher Jahr für Jahr ein Wohnmobil und geben es nach dem Urlaub wieder ab. Da Camping derzeit einen Boom erlebt, stellt sich die Frage: Gibt es in diesem Jahr überhaupt noch freie Wohnmobile und wie findet man einen freien Stellplatz? Das MT hat bei Dirk Vissing von der Reisemobilvermietung Vissing in Minden nachgefragt.

Verfügbarkeit

„Wer für diesen Sommer noch ein Wohnmobil mieten möchte, wird auch sicherlich eins bekommen“, sagt Dirk Vissing. Die Nachfrage bei der Vermietung sei nicht höher als in den vergangenen Jahren, wenn nicht gar geringer. „Wenn man bei anderen Vermietungen in der Region auf den Hof schaut, sieht man ein ähnliches Bild“ meint Vissing. Selbst wenn Wohnmobile noch zu mieten sind, ist es in diesem Sommer sehr schwierig, einen freien Stellplatz zu bekommen. „Viele Kunden reservieren erst einen Stellplatz und mieten dann das Fahrzeug“, so Vissing. Diese Kunden bleiben momentan aus.

Kosten

In der Hauptsaison (Juli und August), kostet ein gemietetes Wohnmobil pro Nacht 100 bis 130 Euro. In der Nebensaison (April bis Juni, September und Oktober) beginnt der Tagesmietpreis bei 80 Euro. Hinzu kommt in der Regel eine Servicepauschale. Bei der Reisemobilvermietung Vissing zahlt man 90 Euro für die Einweisung, Außenreinigung, Miete für eine Gasflasche inklusive Füllung sowie Chemikalien für die Toilette.

Wer über einen Kauf nachdenkt, muss mit mindestens 45.000 Euro für ein neues Fahrzeug planen. „Ein Kauf lohnt sich erst dann, wenn man nicht nur ein- oder zweimal im Jahr damit verreist, sondern regelmäßig unterwegs ist“, meint Vissing. Alleine die Kosten für die Unterhaltung würden sich auf rund 2.000 Euro pro Jahr belaufen.

Versicherung

„Bei der Übergabe des Fahrzeugs wird eine Kaution in Höhe von 1.000 Euro fällig“, sagt Vissing. Es bestehe eine Vollkaskoversicherung mit 1.000 Euro Selbstbeteiligung im Schadensfall. Über eine Zusatzversicherung gebe es die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung herabzusetzen.

Führerschein

Um ein Wohnmobil zu mieten, benötigt man keinen besonderen Führerschein. Alle Fahrzeuge, die man bei Vissings mieten kann, bekommt man mit der Führerscheinklasse B. „Das Mindestalter für die Vermietung liegt bei uns bei 21 Jahren“, so Vissing.

Stellplätze

Aufgrund von Corona konzentriert das Reisegeschehen in diesem Jahr deutlich stärker auf Deutschland. Das ist auch auf den Campingplätzen an Nord - und Ostsee sowie in Bayern zu spüren. Dirk Vissing empfehlt: „Nicht immer den Campingplatz in der besten Lage ansteuern, sondern auch mal auf die 1B-Lage ausweichen.“ Man müsse dann vielleicht mal auf das Fahrrad steigen, um zum Strand zu gelangen, dafür seien die Plätze nicht so voll und oft auch günstiger.

Dirk Vissing legt seinen Kunden in diesem Jahr ans Herz, den Urlaub in Deutschland zu verbringen und auch mal in die Regionen zu fahren, die nicht so bekannt sind. „Das Elbsandstein-Gebirge oder die Mecklenburger-Seenplatte sind total sehenswert, haben viele als Urlaubsziel allerdings nicht auf dem Schirm. Außerdem rät Vissing dazu, mit Apps wie Stellplatz-Radar oder Park4night nach Stellplätzen zu suchen. „Wenn man keine Lust mehr hat zu fahren, kann man mit der App im Umkreis nach Möglichkeiten suchen. Und es gibt Bewertungen von anderen Campern“, sagt Vissing.

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