Wieder Eventlocation an der Tonhallenstraße? Monika Jäger Minden. Klassischer Stuck, ein lichtdurchflutetes Foyer, hohe Torbögen und viel Geschichte: Das Haus an der Tonhallenstraße war in der Mindener Stadtgeschichte immer wieder ein besonderer Treffpunkt – mal als Diskothek, mal mit Restaurants, mal mit Kinos. Jetzt wird es zur Event-Location umgebaut. Wie Bereichsleiterin Saniye Danabas-Höpker im Bauausschuss berichtete, ist jetzt der Antrag für eine „Veranstaltungstätte für spontane Veranstaltungen“ eingegangen. Hochzeitsfeiern, Tagungen, Kleinkunst mit maximal 250 Besuchern – all das soll hier möglich sein. Rund 500 Quadratmeter Nutzfläche mit einem darin befindlichen Veranstaltungssaal sind vorgesehen. Betriebszeiten wären unter anderem am Wochenende, hier ist zwischen 20 und 5 Uhr beantragt. Ein barrierefreier Zugang soll von hinten über den Parkplatz erfolgen, 38 Stellplätze sind vorgesehen. Planungsrechtlich sei die vorgesehene Nutzung zulässig, der Antrag sei aber noch nicht insgesamt geprüft, und auch die Emissionen durchs Parken müssten noch in den Blick genommen werden. Ein Mindener Investor hatte das Gebäude vor einigen Jahren erworben; die Kinobetreiber hatten 2019 ihre Mietverträge auslaufen lassen. Die Geschichte des Gebäudes: Das Gebäude wurde ab 1909 es für die Gesellschaft „Ressource“, später „zur Weserklause“, gebaut – hier kam das gehobene Mindener Bürgertum zusammen. 1943 beschlagnahmte es die NSDAP und nach dem Krieg war hier viele Jahre ein Offizierskasino für die englischen Alliierten. Bis 1960 war hier dann die Dresdner Bank, danach wurde das Gebäude für Geschäfte im Erdgeschoss umgebaut. 1971 entstanden zwei Kinosäle. Am 1. Okto-ber 2019 schlossen „Cinema“ und „Savoy“.

Wieder Eventlocation an der Tonhallenstraße?

Planzeichnung für die neue Event-Location. Grafik: privat © Monika Jäger

Minden. Klassischer Stuck, ein lichtdurchflutetes Foyer, hohe Torbögen und viel Geschichte: Das Haus an der Tonhallenstraße war in der Mindener Stadtgeschichte immer wieder ein besonderer Treffpunkt – mal als Diskothek, mal mit Restaurants, mal mit Kinos. Jetzt wird es zur Event-Location umgebaut.

Wie Bereichsleiterin Saniye Danabas-Höpker im Bauausschuss berichtete, ist jetzt der Antrag für eine „Veranstaltungstätte für spontane Veranstaltungen“ eingegangen. Hochzeitsfeiern, Tagungen, Kleinkunst mit maximal 250 Besuchern – all das soll hier möglich sein. Rund 500 Quadratmeter Nutzfläche mit einem darin befindlichen Veranstaltungssaal sind vorgesehen. Betriebszeiten wären unter anderem am Wochenende, hier ist zwischen 20 und 5 Uhr beantragt. Ein barrierefreier Zugang soll von hinten über den Parkplatz erfolgen, 38 Stellplätze sind vorgesehen.

Planungsrechtlich sei die vorgesehene Nutzung zulässig, der Antrag sei aber noch nicht insgesamt geprüft, und auch die Emissionen durchs Parken müssten noch in den Blick genommen werden.

Ein Mindener Investor hatte das Gebäude vor einigen Jahren erworben; die Kinobetreiber hatten 2019 ihre Mietverträge auslaufen lassen.

Die Geschichte des Gebäudes:

Das Gebäude wurde ab 1909 es für die Gesellschaft „Ressource“, später „zur Weserklause“, gebaut – hier kam das gehobene Mindener Bürgertum zusammen. 1943 beschlagnahmte es die NSDAP und nach dem Krieg war hier viele Jahre ein Offizierskasino für die englischen Alliierten. Bis 1960 war hier dann die Dresdner Bank, danach wurde das Gebäude für Geschäfte im Erdgeschoss umgebaut. 1971 entstanden zwei Kinosäle. Am 1. Okto-ber 2019 schlossen „Cinema“ und „Savoy“.

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