Werkstatt zum Schulentwicklungsplan Nadine Conti Minden (mt). Es ist schon ein gewaltiges Paket, das man sich hier vorgenommen hat. Mit einem breit angelegten Beteiligungsprozess soll die Zukunft der Mindener Schullandschaft diskutiert werden.Eine vierstündige Auftaktveranstaltung am Freitagnachmittag sollte erst einmal Grundlagen legen und war von Vorträgen geprägt, am Samstag ging es dann über den gesamten Tag in die Werkstattarbeit. Ganz so breit wie angestrebt war die Beteiligung aber nicht: An den Gruppentischen fanden sich zum größten Teil die ein, die beruflich mit dem Thema befasst sind: Schulleiter, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen. Elternvertreter waren kaum gekommen, die die kamen, hatten meist eine Doppelfunktion, waren also sowohl Eltern als auch Lehrer, Verwaltungsangehörige oder Politiker. Auf Schülerseite gab es nur eine einzige Ratsschülerin, die teilnahm.Das mit der Durchführung der Bürgerbeteiligung beauftragte Institut für partizipatives Gestalten (IPG) gab sich allerdings redliche Mühe, die Gruppen zumindest so durchzumischen, dass sich möglichst verschiedene Berufsgruppen an einem Tisch wiederfanden. Außerdem sorgte n die Aufgabenstellungen dafür, dass man sich ein wenig außerhalb der seit Jahren festgefahrenen Diskussionspfade bewegen musste. Mit einem begehbaren Planungsteppich wurden die Teilnehmer immer wieder dazu gebracht, die gesamte Stadt in den Blick zu nehmen. Wie-Fragen zwangen die Gruppen zudem, ihre Lösungsansätze möglichst präzise zu formulieren. Neben den allgegenwärtigen Kapazitäts- und Raumproblemen zeichneten sich trotzdem schnell ein paar zentrale Problemfelder ab, die sich nicht so leicht auflösen ließen: Wie selektiv soll das künftige Schulsystem sein? Bevorzugt man kleinere, über die ganze Stadt verteilte Standorte oder Schulzentren, die es leichter machen, auf wechselnde Bedingungen und Elternwünsche zu reagieren?Plötzlich tauchten auch alte Schulstandorte wieder in der Debatte auf: Häverstädt, Leteln, Hafenschule. Oder vielleicht noch eine Grundschule in Rodenbeck? Und natürlich gab es auch ein paar ganz „visionäre“ Ideen: Ein Silicon Valley in Todtenhausen, die VHS in der Obermarktpassage, neue berufsorientierte Gesamtschulen. Die sorgten zumindest mal für Stimmung. Aus diesen sehr weit auseinanderliegenden Vorschlägen nun ein paar realistische Szenarien zu formen, mit denen in der zweiten Werkstatt am Samstag, 20. Mai, weitergearbeitet werden kann, ist jetzt Aufgabe der IPG und des Beirates.

Werkstatt zum Schulentwicklungsplan

Der Planungsteppich sorgte dafür, dass immer wieder alle Schulen der Stadt in den Blick kamen. © Foto: N. Conti

Minden (mt). Es ist schon ein gewaltiges Paket, das man sich hier vorgenommen hat. Mit einem breit angelegten Beteiligungsprozess soll die Zukunft der Mindener Schullandschaft diskutiert werden.

Eine vierstündige Auftaktveranstaltung am Freitagnachmittag sollte erst einmal Grundlagen legen und war von Vorträgen geprägt, am Samstag ging es dann über den gesamten Tag in die Werkstattarbeit. Ganz so breit wie angestrebt war die Beteiligung aber nicht: An den Gruppentischen fanden sich zum größten Teil die ein, die beruflich mit dem Thema befasst sind: Schulleiter, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen. Elternvertreter waren kaum gekommen, die die kamen, hatten meist eine Doppelfunktion, waren also sowohl Eltern als auch Lehrer, Verwaltungsangehörige oder Politiker. Auf Schülerseite gab es nur eine einzige Ratsschülerin, die teilnahm.

Das mit der Durchführung der Bürgerbeteiligung beauftragte Institut für partizipatives Gestalten (IPG) gab sich allerdings redliche Mühe, die Gruppen zumindest so durchzumischen, dass sich möglichst verschiedene Berufsgruppen an einem Tisch wiederfanden. Außerdem sorgte n die Aufgabenstellungen dafür, dass man sich ein wenig außerhalb der seit Jahren festgefahrenen Diskussionspfade bewegen musste. Mit einem begehbaren Planungsteppich wurden die Teilnehmer immer wieder dazu gebracht, die gesamte Stadt in den Blick zu nehmen. Wie-Fragen zwangen die Gruppen zudem, ihre Lösungsansätze möglichst präzise zu formulieren. Neben den allgegenwärtigen Kapazitäts- und Raumproblemen zeichneten sich trotzdem schnell ein paar zentrale Problemfelder ab, die sich nicht so leicht auflösen ließen: Wie selektiv soll das künftige Schulsystem sein? Bevorzugt man kleinere, über die ganze Stadt verteilte Standorte oder Schulzentren, die es leichter machen, auf wechselnde Bedingungen und Elternwünsche zu reagieren?

Plötzlich tauchten auch alte Schulstandorte wieder in der Debatte auf: Häverstädt, Leteln, Hafenschule. Oder vielleicht noch eine Grundschule in Rodenbeck? Und natürlich gab es auch ein paar ganz „visionäre“ Ideen: Ein Silicon Valley in Todtenhausen, die VHS in der Obermarktpassage, neue berufsorientierte Gesamtschulen. Die sorgten zumindest mal für Stimmung. Aus diesen sehr weit auseinanderliegenden Vorschlägen nun ein paar realistische Szenarien zu formen, mit denen in der zweiten Werkstatt am Samstag, 20. Mai, weitergearbeitet werden kann, ist jetzt Aufgabe der IPG und des Beirates.

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