Weniger Löcher und mehr Platz Ausschuss empfiehlt Ausbau der Wittelsbacherallee auf 500 Metern mit Fußweg und Radweg Stefan Koch Minden (mt). Die Stadt will Wittelsbacherallee und Wettiner Allee ausbauen. Einen ersten Abschnitt von 500 Metern brachte der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung auf den weiteren Weg. Eine Bürgeranhörung soll nun folgen – und die Anlieger werden zum Schluss zur Kasse gebeten. Eine lange Liste an Schwachstellen der Wittelsbacherallee hat die Stadt ausgemacht. Die Fahrbahn ist uneben und hat viele Schadstellen. Parkende Autos ragen in den Schutzstreifen. Auf der Ostseite fehlt ein Gehweg. Die Straße ist zu schmal.Der kommunale Stadtplaner Achim Naujock erklärte den Mitgliedern im Bauausschuss, dass innerhalb eines ersten Abschnitts der Strecke zwischen Hahler und Königstraße die Fahrbahn der Allee auf 6,50 Meter verbreitert werden soll, damit sich Lkw begegnen können. Es sollen auf beiden Seiten Gehwege und Radwege entstehen und bei Bedarf Parkflächen hinzukommen.Der Ausbau ist der erste Abschnitt einer Gesamtmaßnahme, die auch die Wettiner Allee später mit einbezieht. Die Kosten für die ersten 500 Meter beziffert die Stadt bislang auf 652 000 Euro. Zusätzlich muss Minden noch weitere 40 000 Euro für die Herstellung des Bahnübergangs zahlen. Nach dem kommunalen Abgabegesetz müssen die Anlieger – der größte ist die Edeka Minden-Hannover – 30 Prozent für Fahrbahn, Beleuchtung und Entwässerung zahlen. Zudem wird die Hälfte der Kosten für Gehwege und Parkstreifen auf die Anlieger umgelegt.Der Stadtverordnete Gerhard Förster-Vehring (Die Linke) bezweifelte die Notwendigkeit der Maßnahme und regte an, die Wittelsbacherallee verkehrstechnisch zu beruhigen, wenn sie ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen sei. „Die Edeka wird ohnehin bald wegziehen“, meinte er. Dem entgegnete Hikmet Celik (CDU), dass hier ein Arbeitgeber auf Parkplätze seiner Belegschaft angewiesen sei und Unternehmensinteressen mit denen der Stadt verbunden seien. Auch Karl-Ludwig Sierig (Mindener Initiative) erklärte: „Gewerbe braucht ordnungsgemäße und vernünftige Erschließung.“So empfahl der Bauausschuss mehrheitlich mit der Gegenstimme von Förster-Vehring, die weitere Fortsetzung des Projektes. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderliche Bürgerbeteiligung durchzuführen.

Weniger Löcher und mehr Platz

Der Bauausschuss empfiehlt den Ausbau der Wittelsbacherallee. Der ist dringend geboten. © MT-Foto: Alexander Lehn

Minden (mt). Die Stadt will Wittelsbacherallee und Wettiner Allee ausbauen. Einen ersten Abschnitt von 500 Metern brachte der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung auf den weiteren Weg. Eine Bürgeranhörung soll nun folgen – und die Anlieger werden zum Schluss zur Kasse gebeten.

Eine lange Liste an Schwachstellen der Wittelsbacherallee hat die Stadt ausgemacht. Die Fahrbahn ist uneben und hat viele Schadstellen. Parkende Autos ragen in den Schutzstreifen. Auf der Ostseite fehlt ein Gehweg. Die Straße ist zu schmal.

Der kommunale Stadtplaner Achim Naujock erklärte den Mitgliedern im Bauausschuss, dass innerhalb eines ersten Abschnitts der Strecke zwischen Hahler und Königstraße die Fahrbahn der Allee auf 6,50 Meter verbreitert werden soll, damit sich Lkw begegnen können. Es sollen auf beiden Seiten Gehwege und Radwege entstehen und bei Bedarf Parkflächen hinzukommen.

Der Ausbau ist der erste Abschnitt einer Gesamtmaßnahme, die auch die Wettiner Allee später mit einbezieht. Die Kosten für die ersten 500 Meter beziffert die Stadt bislang auf 652 000 Euro. Zusätzlich muss Minden noch weitere 40 000 Euro für die Herstellung des Bahnübergangs zahlen. Nach dem kommunalen Abgabegesetz müssen die Anlieger – der größte ist die Edeka Minden-Hannover – 30 Prozent für Fahrbahn, Beleuchtung und Entwässerung zahlen. Zudem wird die Hälfte der Kosten für Gehwege und Parkstreifen auf die Anlieger umgelegt.

Der Stadtverordnete Gerhard Förster-Vehring (Die Linke) bezweifelte die Notwendigkeit der Maßnahme und regte an, die Wittelsbacherallee verkehrstechnisch zu beruhigen, wenn sie ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen sei. „Die Edeka wird ohnehin bald wegziehen“, meinte er. Dem entgegnete Hikmet Celik (CDU), dass hier ein Arbeitgeber auf Parkplätze seiner Belegschaft angewiesen sei und Unternehmensinteressen mit denen der Stadt verbunden seien. Auch Karl-Ludwig Sierig (Mindener Initiative) erklärte: „Gewerbe braucht ordnungsgemäße und vernünftige Erschließung.“

So empfahl der Bauausschuss mehrheitlich mit der Gegenstimme von Förster-Vehring, die weitere Fortsetzung des Projektes. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erforderliche Bürgerbeteiligung durchzuführen.

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