Was nach der Fürstenhochzeit kam - die Abenteuer Heinrichs des Löwen als MT-Comic Christoph Pepper Minden (mt). Im Jahr 1168 wurden der Welfenherzog Heinrich der Löwe und Königstochter Mathilde von England im Dom zu Minden getraut. 850 Jahre später hat die Minden Marketing GmbH soeben die Fürstenhochzeit neu inszenieren lassen. Am vergangenen Wochenende bündelte sie rund um eine entsprechende Theateraufführung gleich eine ganze Reihe von historisch angehauchten Veranstaltungen - getreu ihrem Motto „Geschichte neu erleben in Minden“. . Geschichte - in diesem Fall allerdings wohl eher Geschichtchen - rund um Heinrich und Mathilde neu erleben lässt ab Donnerstag dann auch das Mindener Tageblatt. Und zwar auf augenzwinkernde und (Achtung: Warnhinweis für Fehlersucher!) keineswegs historisch korrekte Art: Auftritt „Heinrich“, der Zeitungscomic. Mit der geschichtlichen Exaktheit nimmt es Zeichner und Autor Mario Valentinelli dabei nicht ganz so genau. Bei ihm liefert das Mittelalter nur die pittoreske Kulisse für eher moderne, zumindest zeitlos menschliche Geschichten rund um die Protagonisten. Sein Heinrich muss sich im Ehealltag ebenso wie im Wirtshaus oder auf dem Kampfplatz behaupten. Er hat so seine Not mit dem Personal und den räuberischen Verwandten, pflegt eine eigene Ess- und Körperkultur und pflegt ein eher eigenwilliges Verhältnis zu Alkohol- und Medien(!)konsum. Auch die anderen Haupt- und Nebenfiguren haben, jede für sich, so ihre Eigenheiten. Etwa die im französischen Aquitanien aufgewachsene und deshalb stets um ein bisschen mehr Kultur am in dieser Hinsicht eher derben braunschweigischen Hof bemühte Gattin Mathilde, dies es nicht immer einfach hat im niedersächsischen. Da wären auch noch der Kampfkoloss Schwarzer Ritter, der Journalist Peter Scholl vom Turm, Leibgardenchef Haudrauf von Glokkow oder der Ritter-Azubi Hartwig vom Kleefelde, der schon zweimal durch die Ritterprüfung fiel. Nicht zu vergessen natürlich der berühmte Löwe, übrigens ein Mitbringsel von einer Pilgerfahrt. Alles in Allem: Schmunzeln garantiert. Valentinelli, 1963 in Hannover geboren und inzwischen als freiberuflicher Illustrator mit seiner Familie in Rostock ansässig, lebte viele Jahre in Braunschweig, der Stadt Heinrichs des Löwen. Hier entstand die Idee für die Comic-Figur Heinrich, die mit dem historischen Vorbild allerdings nicht viel mehr gemein hat als ein hohes Maß an Eigenwilligkeit. Der intelligent gemachte und aufwendig gestaltete Strip wurde bisher in Zeitungen in Peine, Braunschweig, Stadthagen, Rosenheim sowie in einer deutschsprachigen Zeitung in Moskau veröffentlicht. Jetzt nimmt das MT die Inszenierungen rund um das Jubiläum „850 Jahre Fürstenhochzeit“ zum Anlass, die gut 100 Folgen in regelmäßigen Abständen am Fuß der Seite Zwei abzudrucken, zunächst zweimal, vom Herbst an dann einmal pro Woche. So hat die - bildlich ohnehin nur in einer ziemlich fragwürdigen Phantasie des Minden-Malers Fritz Grotemeyer überlieferte - Fürstenhochzeit, im Gegensatz wohl zu ihrem historischen Vorbild, diesmal etwas nachhaltigere Folgen für die Weserstadt.

Was nach der Fürstenhochzeit kam - die Abenteuer Heinrichs des Löwen als MT-Comic

Minden (mt). Im Jahr 1168 wurden der Welfenherzog Heinrich der Löwe und Königstochter Mathilde von England im Dom zu Minden getraut. 850 Jahre später hat die Minden Marketing GmbH soeben die Fürstenhochzeit neu inszenieren lassen. Am vergangenen Wochenende bündelte sie rund um eine entsprechende Theateraufführung gleich eine ganze Reihe von historisch angehauchten Veranstaltungen - getreu ihrem Motto „Geschichte neu erleben in Minden“.

Haupt- und (einige) Nebenfiguren der neuen MT-Comicserie „Heinrich“, deren Folgen von Donnerstag an regelmäßig am Fuß der Seite 2 erscheinen sollen. Repros: TBM
Haupt- und (einige) Nebenfiguren der neuen MT-Comicserie „Heinrich“, deren Folgen von Donnerstag an regelmäßig am Fuß der Seite 2 erscheinen sollen. Repros: TBM

. Geschichte - in diesem Fall allerdings wohl eher Geschichtchen - rund um Heinrich und Mathilde neu erleben lässt ab Donnerstag dann auch das Mindener Tageblatt. Und zwar auf augenzwinkernde und (Achtung: Warnhinweis für Fehlersucher!) keineswegs historisch korrekte Art: Auftritt „Heinrich“, der Zeitungscomic.

Szenen einer Fürsten-Ehe: Heinrich kehrt von einem gemütlichen Beisammensein zurück...
Szenen einer Fürsten-Ehe: Heinrich kehrt von einem gemütlichen Beisammensein zurück...

Mit der geschichtlichen Exaktheit nimmt es Zeichner und Autor Mario Valentinelli dabei nicht ganz so genau. Bei ihm liefert das Mittelalter nur die pittoreske Kulisse für eher moderne, zumindest zeitlos menschliche Geschichten rund um die Protagonisten. Sein Heinrich muss sich im Ehealltag ebenso wie im Wirtshaus oder auf dem Kampfplatz behaupten. Er hat so seine Not mit dem Personal und den räuberischen Verwandten, pflegt eine eigene Ess- und Körperkultur und pflegt ein eher eigenwilliges Verhältnis zu Alkohol- und Medien(!)konsum.

Auch die anderen Haupt- und Nebenfiguren haben, jede für sich, so ihre Eigenheiten. Etwa die im französischen Aquitanien aufgewachsene und deshalb stets um ein bisschen mehr Kultur am in dieser Hinsicht eher derben braunschweigischen Hof bemühte Gattin Mathilde, dies es nicht immer einfach hat im niedersächsischen. Da wären auch noch der Kampfkoloss Schwarzer Ritter, der Journalist Peter Scholl vom Turm, Leibgardenchef Haudrauf von Glokkow oder der Ritter-Azubi Hartwig vom Kleefelde, der schon zweimal durch die Ritterprüfung fiel. Nicht zu vergessen natürlich der berühmte Löwe, übrigens ein Mitbringsel von einer Pilgerfahrt. Alles in Allem: Schmunzeln garantiert.

Valentinelli, 1963 in Hannover geboren und inzwischen als freiberuflicher Illustrator mit seiner Familie in Rostock ansässig, lebte viele Jahre in Braunschweig, der Stadt Heinrichs des Löwen. Hier entstand die Idee für die Comic-Figur Heinrich, die mit dem historischen Vorbild allerdings nicht viel mehr gemein hat als ein hohes Maß an Eigenwilligkeit.

Der intelligent gemachte und aufwendig gestaltete Strip wurde bisher in Zeitungen in Peine, Braunschweig, Stadthagen, Rosenheim sowie in einer deutschsprachigen Zeitung in Moskau veröffentlicht. Jetzt nimmt das MT die Inszenierungen rund um das Jubiläum „850 Jahre Fürstenhochzeit“ zum Anlass, die gut 100 Folgen in regelmäßigen Abständen am Fuß der Seite Zwei abzudrucken, zunächst zweimal, vom Herbst an dann einmal pro Woche. So hat die - bildlich ohnehin nur in einer ziemlich fragwürdigen Phantasie des Minden-Malers Fritz Grotemeyer überlieferte - Fürstenhochzeit, im Gegensatz wohl zu ihrem historischen Vorbild, diesmal etwas nachhaltigere Folgen für die Weserstadt.

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