Wahl direkt und über Listen Henning Wandel,Monika Jäger Minden. Gleich vier Kreuze mussten die Wahlberechtigten am Sonntag machen: Gewählt wurden die Bürgermeister und die Räte in den Städten und Gemeinden sowie ein neuer Landrat oder eine neue Landrätin und der Kreistag. Wahlberechtigt waren alle Einwohner, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und mindestens seit 16 Tagen vor der Wahl ihren Wohnsitz am Ort der Stimmabgabe haben. Insgesamt gab es 255.520 Wahlberechtigte im Kreis, und da so viele wie noch nie von der Möglichkeit zur Briefwahl Gebrauch machten, hatten vor allem diejenigen viel zu tun, die diese Stimmen zählen mussten. Die Wahlbeteiligung spielte für den Ausgang der Wahl übrigens keine Rolle. So gewann der aktuelle Landrat Dr. Ralf Niermann vor sechs Jahren zwar mit knapp 64 Prozent die Stichwahl. Da die Wahlbeteiligung aber nur bei 24,6 Prozent lag, hatten ihm lediglich knapp 16 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme gegeben. Mit der Wahl werden die politischen Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Wer Landrat oder Bürgermeister werden wollte, brauchte mehr als 50 Prozent der Stimmen. Stichwahlen sind nun überall da nötig, wo kein Kandidat oder Kandidatin das erreichen konnte. Bei den Stadt- und Gemeinderäten und dem Kreistag zählte jedes Kreuz auf dem Stimmzettel doppelt. Zum einen wurde in jedem Stimmbezirk mit einfacher Mehrheit ein Direktkandidat gewählt. Das bedeutet, dass anders als zum Beispiel bei der Bürgermeisterwahl nicht die 50 Prozent überschritten werden mussten. Über diese Direktmandate wurde die Hälfte der Ratssitze vergeben. Die zweite Hälfte der Sitze wird über die Reserveliste vergeben. Hierfür wurden die Stimmen für die Direktkandidaten der jeweiligen Partei oder Wählervereinigung zugeordnet und für die Kommune zusammengezählt. Auf diese Weise ergibt sich ein Gesamtverhältnis.

Wahl direkt und über Listen

Vier Kreuze galt es gestern zu machen. © Foto: Alex Lehn

Minden. Gleich vier Kreuze mussten die Wahlberechtigten am Sonntag machen: Gewählt wurden die Bürgermeister und die Räte in den Städten und Gemeinden sowie ein neuer Landrat oder eine neue Landrätin und der Kreistag. Wahlberechtigt waren alle Einwohner, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und mindestens seit 16 Tagen vor der Wahl ihren Wohnsitz am Ort der Stimmabgabe haben.

Insgesamt gab es 255.520 Wahlberechtigte im Kreis, und da so viele wie noch nie von der Möglichkeit zur Briefwahl Gebrauch machten, hatten vor allem diejenigen viel zu tun, die diese Stimmen zählen mussten. Die Wahlbeteiligung spielte für den Ausgang der Wahl übrigens keine Rolle. So gewann der aktuelle Landrat Dr. Ralf Niermann vor sechs Jahren zwar mit knapp 64 Prozent die Stichwahl. Da die Wahlbeteiligung aber nur bei 24,6 Prozent lag, hatten ihm lediglich knapp 16 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme gegeben.

Mit der Wahl werden die politischen Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Wer Landrat oder Bürgermeister werden wollte, brauchte mehr als 50 Prozent der Stimmen. Stichwahlen sind nun überall da nötig, wo kein Kandidat oder Kandidatin das erreichen konnte.

Bei den Stadt- und Gemeinderäten und dem Kreistag zählte jedes Kreuz auf dem Stimmzettel doppelt. Zum einen wurde in jedem Stimmbezirk mit einfacher Mehrheit ein Direktkandidat gewählt. Das bedeutet, dass anders als zum Beispiel bei der Bürgermeisterwahl nicht die 50 Prozent überschritten werden mussten. Über diese Direktmandate wurde die Hälfte der Ratssitze vergeben.

Die zweite Hälfte der Sitze wird über die Reserveliste vergeben. Hierfür wurden die Stimmen für die Direktkandidaten der jeweiligen Partei oder Wählervereinigung zugeordnet und für die Kommune zusammengezählt. Auf diese Weise ergibt sich ein Gesamtverhältnis.

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