Während andernorts das Geschäft läuft, bleibt der Bahnhofskiosk in Minden dicht Stefan Koch Minden. Was bedeutet „vorübergehend“ bei der Schließung eines Geschäftes? Das fragen sich jetzt viele Reisende angesichts des immer noch geschlossenen Bahnhofshops in Minden. Während sich das öffentliche Leben nach dem Lockdown mittlerweile wieder normalisiert und die Läden geöffnet sind, bleibt der Kiosk für Lesestoff, Tabakwaren und anderen Reisebedarf dicht und wünscht den Kunden per Aushang ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ob damit der vergangene oder bereits auch die kommenden Jahreswechsel gemeint sind? Der Mindener Bahnhofskiosk gehört zur Kette Relay, die wiederum von dem französischen Unternehmen Lagardère Travel Retail Deutschland übernommen wurde. „Wir sind Händler und erwirtschaften Ergebnisse, das muss aber profitabel sein und aktuell ist das in Minden noch nicht gegeben“, sagt Benjamin Keuchel, Director Strategy & Business Development der Lagadère Travel Retail Deutschland GmbH. Er gehe jedoch davon aus, das sich das noch ändern könne. Die Probleme des Mindener Bahnhofsshops sind laut Keuchel die noch zu geringen Zahlen an Kunden, weil die Personenbeförderung der Bahn noch nicht das Niveau aus Vorcoronazeiten erreicht hat. „Wenn mehr Frequenz auf den Routen ist, eröffnen wir auch wieder“, so sein Versprechen. Dazu werde sein Unternehmen erst einmal die Sommerferien beobachten. Außerdem sei Lagadère in Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG als Vermieterin der Räume. Welche Rolle Bahnhofsshops für die Aufenthaltsqualität in deutschen Bahnhöfen spielt und wie die Bahn dies fördert, wollte das MT von der Pressestelle des Schienentransporteurs wissen und bekam keine Antwort. In anderen Städten sind übrigens die Relay-Läden längst wieder offen. Und im Herforder Bahnhof hatte der als Franchise-Unternehmen geführte Relay-Kiosk wegen der Coronakrise nie schließen müssen. Lediglich während des massiven Schneefalls im Februar sei der Betrieb auf zwei bis drei Stunden beschränkt gewesen, erklärt ein Mitarbeiter. Allerdings sei das geringe Fahrgastaufkommen immer noch deutlich zu spüren. Lagardère ist ein weltweit aktives Unternehmen, das sich auch in Deutschland an mehr als 30 Standorten auf den Betrieb von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat. Darunter sind Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin, Hannover oder Wiesbaden. Auch das Geschäft in Flughäfen der deutschen Großstädte gehört zum Bestand.

Während andernorts das Geschäft läuft, bleibt der Bahnhofskiosk in Minden dicht

Vor dem Weihnachtsfest hatte sich der Betreiber des Bahnhofskiosks von seinen Kunden verabschiedet. Seitdem ist der Laden geschlossen. MT-Foto: Stefan Koch © OOOOOOO

Minden. Was bedeutet „vorübergehend“ bei der Schließung eines Geschäftes? Das fragen sich jetzt viele Reisende angesichts des immer noch geschlossenen Bahnhofshops in Minden. Während sich das öffentliche Leben nach dem Lockdown mittlerweile wieder normalisiert und die Läden geöffnet sind, bleibt der Kiosk für Lesestoff, Tabakwaren und anderen Reisebedarf dicht und wünscht den Kunden per Aushang ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ob damit der vergangene oder bereits auch die kommenden Jahreswechsel gemeint sind? Der Mindener Bahnhofskiosk gehört zur Kette Relay, die wiederum von dem französischen Unternehmen Lagardère Travel Retail Deutschland übernommen wurde. „Wir sind Händler und erwirtschaften Ergebnisse, das muss aber profitabel sein und aktuell ist das in Minden noch nicht gegeben“, sagt Benjamin Keuchel, Director Strategy & Business Development der Lagadère Travel Retail Deutschland GmbH. Er gehe jedoch davon aus, das sich das noch ändern könne.

Die Probleme des Mindener Bahnhofsshops sind laut Keuchel die noch zu geringen Zahlen an Kunden, weil die Personenbeförderung der Bahn noch nicht das Niveau aus Vorcoronazeiten erreicht hat. „Wenn mehr Frequenz auf den Routen ist, eröffnen wir auch wieder“, so sein Versprechen. Dazu werde sein Unternehmen erst einmal die Sommerferien beobachten. Außerdem sei Lagadère in Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG als Vermieterin der Räume. Welche Rolle Bahnhofsshops für die Aufenthaltsqualität in deutschen Bahnhöfen spielt und wie die Bahn dies fördert, wollte das MT von der Pressestelle des Schienentransporteurs wissen und bekam keine Antwort.


In anderen Städten sind übrigens die Relay-Läden längst wieder offen. Und im Herforder Bahnhof hatte der als Franchise-Unternehmen geführte Relay-Kiosk wegen der Coronakrise nie schließen müssen. Lediglich während des massiven Schneefalls im Februar sei der Betrieb auf zwei bis drei Stunden beschränkt gewesen, erklärt ein Mitarbeiter. Allerdings sei das geringe Fahrgastaufkommen immer noch deutlich zu spüren.

Lagardère ist ein weltweit aktives Unternehmen, das sich auch in Deutschland an mehr als 30 Standorten auf den Betrieb von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat. Darunter sind Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin, Hannover oder Wiesbaden. Auch das Geschäft in Flughäfen der deutschen Großstädte gehört zum Bestand.

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