W-Lan-Ausbau am Mindener Markt nur mit Sponsoren-Abos Nina Könemann Minden (mt). Das W-Lan am Markt hat seine Feuertaufe bestanden. „Trotz Glühweinbuden, Riesentanne und zahlreicher Weihnachtsmarktbesucher lief alles stabil“, zieht Dr. Jörg Friedrich Sander, Chef der Minden Marketing (MMG), Bilanz. Im Dezember war das kostenfreie W-Lan auf dem Marktplatz an den Start gegangen. Während des Weihnachtsmarktes sollte getestet werden, ob die Technik so mitspielt, wie sich das alle Beteiligten im Vorfeld ausgemalt hatten (wir berichteten).„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärt Marc Keilwerth, Geschäftsführer bei MK Netzdienste, ein Vierteljahr später. Sein Unternehmen wickelt die technische Seite des Projekts ab. Bisher haben sich im Mindener W-Lan rund 1000 Nutzer registriert. Viele davon kehren regelmäßig zurück.Möglicherweise kommt ihnen das W-Lan künftig aber auch entgegen. Wenn es nach Jörg-Friedrich Sander geht, ist irgendwann der gesamte engere Innenstadtbereich vernetzt. „Wir wünschen uns Access Points an allen wichtigen Anlaufstellen“, sagt er und spricht zum Beispiel von der Bäckerstraße, Kanzlers Weide, der Obermarktstraße oder auch dem Bahnhof.Dafür braucht es laut Sander aber erst mal weitere Sponsoren. Und die haben derzeit noch Berührungsängste. Mit dem Geld der ersten Geldgeber wird derzeit am Scharn W-Lan installiert. Auch auf dem Platz zwischen der Ameise Kulturhügel und der MMG-Geschäftsstelle können Nutzer bald kostenfrei surfen. Weitere Punkte des „Minden W-Lans“ sind sonst aber nur in den Filialen der „Kotelett Schmiede“ zu finden.Wenn der Ausbau voran gehen soll, müssen laut Sander weitere Geldgeber einsteigen. „Wir wollen keine zweite Weihnachtsbeleuchtung“, spielt er auf die jährliche Not hin, Geld für die Beleuchtung der Einkaufsstraßen zusammen zu bekommen. „Das muss sich schon von allein finanzieren.“Laut dem MMG-Chef liegt das Zögern der Unternehmen an den Befürchtungen, die viele beim Thema kostenfreies Internet haben. „Die Minden Marketing und MK Netzdienste haben den gesamten rechtlichen Teil abgesichert“, wirbt er für seine Sache. Der Nutzer bestätige die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Haftung sei damit klar. „Sponsoren müssten sich also nur an einem bestehenden System beteiligen und keine Eigenleistung erbringen.“Marc Keilwerth erklärt das so: „Die Geldgeber unterschreiben einen Vertrag für drei Jahre und zahlen monatlich ihre Gebühr.“ Kleine Lösungen seien bereits ab 20 Euro im Monat zu haben. Je größer oder bebauter der Bereich, der mit W-Lan ausgestattet werden soll, desto teurer das Sponsoren-Abo. „Insgesamt ist das aber immer noch günstig“, sagt Sander. Und kostenfreies W-Lan sei ja auch ein Argument für Menschen, in die Stadt zu kommen - also im Sinne von Händlern, Ärzten und anderen Firmen. „Mitmachen kann jeder.“

W-Lan-Ausbau am Mindener Markt nur mit Sponsoren-Abos

Seit Dezember können Nutzer auf dem Mindener Marktplatz kostenfrei im Internet surfen. Derzeit wird das Netz auch auf den Scharn ausgeweitet. Foto: dpa

Minden (mt). Das W-Lan am Markt hat seine Feuertaufe bestanden. „Trotz Glühweinbuden, Riesentanne und zahlreicher Weihnachtsmarktbesucher lief alles stabil“, zieht Dr. Jörg Friedrich Sander, Chef der Minden Marketing (MMG), Bilanz. Im Dezember war das kostenfreie W-Lan auf dem Marktplatz an den Start gegangen. Während des Weihnachtsmarktes sollte getestet werden, ob die Technik so mitspielt, wie sich das alle Beteiligten im Vorfeld ausgemalt hatten (wir berichteten).

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärt Marc Keilwerth, Geschäftsführer bei MK Netzdienste, ein Vierteljahr später. Sein Unternehmen wickelt die technische Seite des Projekts ab. Bisher haben sich im Mindener W-Lan rund 1000 Nutzer registriert. Viele davon kehren regelmäßig zurück.

Möglicherweise kommt ihnen das W-Lan künftig aber auch entgegen. Wenn es nach Jörg-Friedrich Sander geht, ist irgendwann der gesamte engere Innenstadtbereich vernetzt. „Wir wünschen uns Access Points an allen wichtigen Anlaufstellen“, sagt er und spricht zum Beispiel von der Bäckerstraße, Kanzlers Weide, der Obermarktstraße oder auch dem Bahnhof.

Dafür braucht es laut Sander aber erst mal weitere Sponsoren. Und die haben derzeit noch Berührungsängste. Mit dem Geld der ersten Geldgeber wird derzeit am Scharn W-Lan installiert. Auch auf dem Platz zwischen der Ameise Kulturhügel und der MMG-Geschäftsstelle können Nutzer bald kostenfrei surfen. Weitere Punkte des „Minden W-Lans“ sind sonst aber nur in den Filialen der „Kotelett Schmiede“ zu finden.

Wenn der Ausbau voran gehen soll, müssen laut Sander weitere Geldgeber einsteigen. „Wir wollen keine zweite Weihnachtsbeleuchtung“, spielt er auf die jährliche Not hin, Geld für die Beleuchtung der Einkaufsstraßen zusammen zu bekommen. „Das muss sich schon von allein finanzieren.“

Laut dem MMG-Chef liegt das Zögern der Unternehmen an den Befürchtungen, die viele beim Thema kostenfreies Internet haben. „Die Minden Marketing und MK Netzdienste haben den gesamten rechtlichen Teil abgesichert“, wirbt er für seine Sache. Der Nutzer bestätige die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Haftung sei damit klar. „Sponsoren müssten sich also nur an einem bestehenden System beteiligen und keine Eigenleistung erbringen.“

Marc Keilwerth erklärt das so: „Die Geldgeber unterschreiben einen Vertrag für drei Jahre und zahlen monatlich ihre Gebühr.“ Kleine Lösungen seien bereits ab 20 Euro im Monat zu haben. Je größer oder bebauter der Bereich, der mit W-Lan ausgestattet werden soll, desto teurer das Sponsoren-Abo. „Insgesamt ist das aber immer noch günstig“, sagt Sander. Und kostenfreies W-Lan sei ja auch ein Argument für Menschen, in die Stadt zu kommen - also im Sinne von Händlern, Ärzten und anderen Firmen. „Mitmachen kann jeder.“

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