Volksbank-Vertreter bilanzieren virtuell: Unter den Top 50 bundesweit Herford/Minden (mt/lkp). Bei ihrer ersten virtuellen Vertreterversammlung konnte sich die Volksbank Herford-Mindener Land über eine um 8,3 Prozent gestiegene Bilanzsumme von rund 4,3 Milliarden Euro freuen. Damit gehört sie zu den bedeutendsten Instituten in OWL und zählt mittlerweile zu den 50 größten Genossenschaftsbanken bundesweit. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch Corona und Fusion sei das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich verlaufen, erklärte Vorstandsmitglied Oliver Ohm. Das betreute Kundenkreditvolumen wuchs demnach um 9,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung sei insbesondere auf die Vergabe von Baufinanzierungskrediten und das Firmenkundengeschäft zurückzuführen. „Da wir über dem Marktdurchschnitt gewachsen sind, konnte unser Marktanteil weiter ausgebaut werden“, schlussfolgerte Ohm. Das betreute Kundenanlagevolumen wuchs um 8,2 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Allein 1,7 Milliarden Euro davon sind betreute Einlagen bei Verbundpartnern in Form von Bausparguthaben, Lebensversicherungen, Fonds, Aktien und Ansparplänen. Das Eigenkapital der Bank konnte im vergangenen Jahr auf 462 Millionen Euro erhöht werden. Mit einer Gesamtkapitalquote von 17 Prozent liegt die Volksbank Herford-Mindener Land somit deutlich über dem Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken. Im laufenden Geschäftsjahr sei es bereits gelungen, das Zins- und Provisionsergebnis weiter auszubauen und die Aufwandsseite zu stabilisieren. „Sollte sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzen, rechnen wir mit einem guten Geschäftsjahr 2021“, so Ohm. Die Redebeiträge des gesamten Vorstands und des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Kemper waren vorab aufgezeichnet worden. Die Videos standen zusammen mit ergänzenden Texten und Grafiken über ein geschlossenes Portal im Netz zur Verfügung. Im Rahmen dieser Premiere fand auch die Beschlussfassung komplett online statt. Die Entscheidung für diese virtuelle Form der ersten Versammlung nach der Fusion der ehemals eigenständigen Volksbanken Bad Oeynhausen-Herford und Mindener Land sei nicht leichtgefallen, erklärte Vorstandssprecher Andreas Kämmerling. Doch man habe bei der Planung von einem möglichen Verbot von Präsenzveranstaltungen im Herbst ausgehen müssen und sich daher für diese sichere Variante entschieden. Die Gesundheit aller Beteiligten habe dabei an erster Stelle gestanden. Die gewählten Vertreter belohnten diese Entscheidung mit einer regen Teilnahme an der virtuellen Abstimmung. Dabei wurde neben einigen Satzungsänderungen auch über die Verwendung des Jahresüberschusses der Bank entschieden. Die Vertreter folgten dabei mit großer Mehrheit dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Demnach erhalten alle Mitglieder der Volksbank Herford-Mindener Land eG in diesem Jahr wieder eine Dividende, nachdem im vergangenen Jahr aufgrund einer Empfehlung der EZB angesichts der Corona-Pandemie in beiden Vorgängerinstituten auf eine Auszahlung verzichtet wurde. Neben einer Basisdividende von 0,5 Prozent je Geschäftsguthaben wird ein Mitglieder-Bonus in Höhe von insgesamt rund einer Million Euro an die Mitglieder ausgeschüttet, was einer Gesamtdividende von 4,85 Prozent entspricht. Weitere 2,8 Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn fließen gemäß dem Beschluss in die gesetzliche Rücklage. 2,9 Millionen Euro wandern in die anderen Ergebnisrücklagen der Bank.

Volksbank-Vertreter bilanzieren virtuell: Unter den Top 50 bundesweit

Vorstandssprecher Andreas Kämmerling (von links), Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Kemper sowie die Vorstandsmitglieder Peter Scherf und Oliver Ohm bei der Aufzeichnung der ersten virtuellen Vertreterversammlung der Volksbank Herford-Mindener Land eG. Foto: pr

Herford/Minden (mt/lkp). Bei ihrer ersten virtuellen Vertreterversammlung konnte sich die Volksbank Herford-Mindener Land über eine um 8,3 Prozent gestiegene Bilanzsumme von rund 4,3 Milliarden Euro freuen. Damit gehört sie zu den bedeutendsten Instituten in OWL und zählt mittlerweile zu den 50 größten Genossenschaftsbanken bundesweit.

Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch Corona und Fusion sei das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich verlaufen, erklärte Vorstandsmitglied Oliver Ohm. Das betreute Kundenkreditvolumen wuchs demnach um 9,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung sei insbesondere auf die Vergabe von Baufinanzierungskrediten und das Firmenkundengeschäft zurückzuführen. „Da wir über dem Marktdurchschnitt gewachsen sind, konnte unser Marktanteil weiter ausgebaut werden“, schlussfolgerte Ohm. Das betreute Kundenanlagevolumen wuchs um 8,2 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Allein 1,7 Milliarden Euro davon sind betreute Einlagen bei Verbundpartnern in Form von Bausparguthaben, Lebensversicherungen, Fonds, Aktien und Ansparplänen.

Das Eigenkapital der Bank konnte im vergangenen Jahr auf 462 Millionen Euro erhöht werden. Mit einer Gesamtkapitalquote von 17 Prozent liegt die Volksbank Herford-Mindener Land somit deutlich über dem Durchschnitt der Volks- und Raiffeisenbanken. Im laufenden Geschäftsjahr sei es bereits gelungen, das Zins- und Provisionsergebnis weiter auszubauen und die Aufwandsseite zu stabilisieren. „Sollte sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzen, rechnen wir mit einem guten Geschäftsjahr 2021“, so Ohm.

Malina Reckordt

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Die Redebeiträge des gesamten Vorstands und des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Kemper waren vorab aufgezeichnet worden. Die Videos standen zusammen mit ergänzenden Texten und Grafiken über ein geschlossenes Portal im Netz zur Verfügung. Im Rahmen dieser Premiere fand auch die Beschlussfassung komplett online statt.

Die Entscheidung für diese virtuelle Form der ersten Versammlung nach der Fusion der ehemals eigenständigen Volksbanken Bad Oeynhausen-Herford und Mindener Land sei nicht leichtgefallen, erklärte Vorstandssprecher Andreas Kämmerling. Doch man habe bei der Planung von einem möglichen Verbot von Präsenzveranstaltungen im Herbst ausgehen müssen und sich daher für diese sichere Variante entschieden. Die Gesundheit aller Beteiligten habe dabei an erster Stelle gestanden.

Die gewählten Vertreter belohnten diese Entscheidung mit einer regen Teilnahme an der virtuellen Abstimmung. Dabei wurde neben einigen Satzungsänderungen auch über die Verwendung des Jahresüberschusses der Bank entschieden. Die Vertreter folgten dabei mit großer Mehrheit dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Demnach erhalten alle Mitglieder der Volksbank Herford-Mindener Land eG in diesem Jahr wieder eine Dividende, nachdem im vergangenen Jahr aufgrund einer Empfehlung der EZB angesichts der Corona-Pandemie in beiden Vorgängerinstituten auf eine Auszahlung verzichtet wurde.

Neben einer Basisdividende von 0,5 Prozent je Geschäftsguthaben wird ein Mitglieder-Bonus in Höhe von insgesamt rund einer Million Euro an die Mitglieder ausgeschüttet, was einer Gesamtdividende von 4,85 Prozent entspricht. Weitere 2,8 Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn fließen gemäß dem Beschluss in die gesetzliche Rücklage. 2,9 Millionen Euro wandern in die anderen Ergebnisrücklagen der Bank.

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