Vier Corona-Todesfälle in zweieinhalb Wochen: Waren die Verstorbenen geimpft? Lea Oetjen Minden. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr vergangenen Jahres sind im Kreis Minden-Lübbecke 267 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Während zu Beginn des Jahres bis zu acht Todesfälle an nur einem Tag vom Gesundheitsamt gemeldet worden waren, ging die Zahl danach deutlich zurück: Nur je eine infizierte Person starb im Juni und Juli. Parallel zum Anstieg der Infektionszahlen steigen nun aber auch wieder die Zahlen der tödlich verlaufenden Infektionen im Kreisgebiet an: Seit dem 22. August sind bereits vier Menschen an einer Corona-Infektion gestorben - eine 82-jährige Frau aus Hüllhorst, eine 80-jährige Frau aus Hüllhorst, eine 85-jährige Fraus aus Bad Oeynhausen und ein 80-jähriger Mann aus Hüllhorst. In diesem Zusammenhang appelliert die Kreisverwaltung noch einmal, sich unbedingt gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Denn: „Nach Kenntnis des Gesundheitsamtes waren alle Verstorbenen ungeimpft", wie Pressesprecherin Mirjana Lenz auf MT-Anfrage erläutert. Wie der Kreis weiter mitteilt, sei die aktuelle Entwicklung mit erneut vielen Neuinfektionen überwiegend auf die Infektion von ungeimpften Personen zurückzuführen. Deshalb hatte der Krisenstab schon vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass weiterhin die bekannten Regeln wie Abstandhalten und das Tragen einer medizinischen Maske bei größeren Menschenansammlungen insbesondere in geschlossenen Räumen und dort, wo nicht geklärt ist, ob alle Personen getestet, geimpft oder genesen zu beachten sind. Wichtig sei ebenso, dass sich die Gastronomie entsprechende Nachweise vorlegen lässt und kontrolliert. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r

Vier Corona-Todesfälle in zweieinhalb Wochen: Waren die Verstorbenen geimpft?

Symbolbild: © Alex Lehn

Minden. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr vergangenen Jahres sind im Kreis Minden-Lübbecke 267 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Während zu Beginn des Jahres bis zu acht Todesfälle an nur einem Tag vom Gesundheitsamt gemeldet worden waren, ging die Zahl danach deutlich zurück: Nur je eine infizierte Person starb im Juni und Juli.

Parallel zum Anstieg der Infektionszahlen steigen nun aber auch wieder die Zahlen der tödlich verlaufenden Infektionen im Kreisgebiet an: Seit dem 22. August sind bereits vier Menschen an einer Corona-Infektion gestorben - eine 82-jährige Frau aus Hüllhorst, eine 80-jährige Frau aus Hüllhorst, eine 85-jährige Fraus aus Bad Oeynhausen und ein 80-jähriger Mann aus Hüllhorst. In diesem Zusammenhang appelliert die Kreisverwaltung noch einmal, sich unbedingt gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Denn: „Nach Kenntnis des Gesundheitsamtes waren alle Verstorbenen ungeimpft", wie Pressesprecherin Mirjana Lenz auf MT-Anfrage erläutert.

Wie der Kreis weiter mitteilt, sei die aktuelle Entwicklung mit erneut vielen Neuinfektionen überwiegend auf die Infektion von ungeimpften Personen zurückzuführen. Deshalb hatte der Krisenstab schon vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass weiterhin die bekannten Regeln wie Abstandhalten und das Tragen einer medizinischen Maske bei größeren Menschenansammlungen insbesondere in geschlossenen Räumen und dort, wo nicht geklärt ist, ob alle Personen getestet, geimpft oder genesen zu beachten sind. Wichtig sei ebenso, dass sich die Gastronomie entsprechende Nachweise vorlegen lässt und kontrolliert.


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Zwar sind inzwischen 204.105 Menschen im Kreis Minden-Lübbecke - also 65,75 Prozent mindestens einmal geimpft - 613 mehr als am Vortag. Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass für eine allgemeine Herdenimmunität eine Impfquote von mindestens 80 Prozent erfüllt sein muss. Für den Kreis Minden-Lübbecke bedeutet das, dass noch knapp 57.000 Menschen geimpft werden müssten. Aber: Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle, dass im Kreisgebiet knapp 35.000 Kinder unter zwölf Jahren leben, die noch gar nicht geimpft werden dürfen. 191.290 Menschen im Kreis sind mittlerweile vollständig geimpft - 591 mehr als am Vortag. Das entspricht 61,63 Prozent der Bevölkerung.

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Im OWL-Vergleich liegt der Kreis Minden-Lübbecke damit weiterhin auf Rang drei hinter Höxter (71,19 Prozent beziehungsweise 67,50 Prozent) und Bielefeld (71,07 Prozent beziehungsweise 65,88 Prozent). Am wenigsten weit mit den Impfungen ist bislang der Kreis Gütersloh vorangekommen. Nur 59,72 Prozent der Menschen sind dort erst- und 55,91 Prozent vollimmunisiert sind.

Diese Werte dürften allerdings noch etwas höher liegen, da die KVWL nur die Impfungen aus Arztpraxen, Impfzentren und über mobile Teams erfasst. Die Impfungen über Betriebsärzte und Krankenhäuser werden direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet und nicht kreisweit aufgeschlüsselt. Diese Zahlen fließen in die bundesweite Berechnung ein, die kleinste Aufschlüsselung seitens des RKI ist nur auf Landesebene zu sehen.

Hier beträgt laut RKI der Anteil der mindestens einmal geimpften Menschen 70,6 Prozent, der der vollständig Geimpften liegt bei 64,6 Prozent (Stand: 9. September 2021). Deutschlandweit sind mit dem aktuellen Datenstand 66,2 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft und 61,7 Prozent weisen den vollständigen Impfschutz auf (Stand: 9. September 2021).

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