„Vertane Chance“ - Der Verein für aktuelle Kunst kritisiert geplante „Pegelschlange“ Minden (mt/dh). Eine Pegelschlange soll die Stadtblänke verschönern. Seit Bekanntwerden dieses Kunstprojektes gibt es viel Widerspruch. Auch Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke, zählt zu den Kritikern. Er spricht von einer „vertanen Chance“, weil sich ein kleines Gremium aus Weserfreunden, Rotariern und der städtischen Kultur-Beigeordneten für die Pegelschlange entschieden habe, ohne heimische Künstler einzubeziehen. Diese seien mit der Topografie vertraut, könnten über aktuelle künstlerische Ansätze und konzeptuelle Möglichkeiten informieren und mit den Weserfreunden die künstlerische Zielsetzung diskutieren. Reinboth, der das Kulturforum im zuständigen Fachausschuss des Rates vertritt, geht es nach eigener Aussage nicht darum, dass eine Künstlerin oder ein Künstler aus der Region hätte beauftragt werden müssen. „Es geht aber um einen anspruchsvollen hinführenden Prozess für ein eigentlich anspruchsvolles Projekt.“ Im Kulturausschuss habe sich die Frage gestellt, wer eigentlich über die Platzierung von fest installierten Kunstwerken im Stadtgebiet entscheiden kann. In diesem Fall habe das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sein Einverständnis geben müssen. Das sei für Sicherheitsfragen zuständig, interessiere sich aber nicht für künstlerische Aspekte. Reinboth vermisst in Minden „ein Gremium, in dem vor allem auch künstlerische Expertise vertreten sein muss, das in solchen Fällen zumindest gehört, besser noch frühzeitig einbezogen sein müsste“. Dieses Gremium sollte jetzt geschaffen werden.

„Vertane Chance“ - Der Verein für aktuelle Kunst kritisiert geplante „Pegelschlange“

Die Weserfreunde und der Rotary Club Minden wollen eine Skulptur auf der Stadtblänke errichten. Die "Pegelschlange" des Berliner Büros "Inges Idee" wurde unter mehreren Vorschlägen ausgewählt. Repro: MT

Minden (mt/dh). Eine Pegelschlange soll die Stadtblänke verschönern. Seit Bekanntwerden dieses Kunstprojektes gibt es viel Widerspruch. Auch Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke, zählt zu den Kritikern. Er spricht von einer „vertanen Chance“, weil sich ein kleines Gremium aus Weserfreunden, Rotariern und der städtischen Kultur-Beigeordneten für die Pegelschlange entschieden habe, ohne heimische Künstler einzubeziehen. Diese seien mit der Topografie vertraut, könnten über aktuelle künstlerische Ansätze und konzeptuelle Möglichkeiten informieren und mit den Weserfreunden die künstlerische Zielsetzung diskutieren. Reinboth, der das Kulturforum im zuständigen Fachausschuss des Rates vertritt, geht es nach eigener Aussage nicht darum, dass eine Künstlerin oder ein Künstler aus der Region hätte beauftragt werden müssen. „Es geht aber um einen anspruchsvollen hinführenden Prozess für ein eigentlich anspruchsvolles Projekt.“

Im Kulturausschuss habe sich die Frage gestellt, wer eigentlich über die Platzierung von fest installierten Kunstwerken im Stadtgebiet entscheiden kann. In diesem Fall habe das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sein Einverständnis geben müssen. Das sei für Sicherheitsfragen zuständig, interessiere sich aber nicht für künstlerische Aspekte. Reinboth vermisst in Minden „ein Gremium, in dem vor allem auch künstlerische Expertise vertreten sein muss, das in solchen Fällen zumindest gehört, besser noch frühzeitig einbezogen sein müsste“. Dieses Gremium sollte jetzt geschaffen werden.

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