Verspätungen, Ausfälle und fehlende Ortskenntnis: Start des neuen Bus-Unternehmens TWV läuft nicht rund Nadine Conti Minden (mt). Im Mai wurde bekannt gemacht, dass die französische Unternehmensgruppe Transdev die Ausschreibung für den Mindener Stadtverkehr gewonnen hat. Und am vergangenen Sonntag, 1. Dezember, ist die Transdev-Tochterfirma Teutoburger Wald Verkehr (TWV) nun auch ganz praktisch auf den Mindener Straßen gestartet – aber rund läuft das noch lange nicht. Die Beschwerden, die nicht nur beim MT auflaufen, reichen von Verspätungen und Ausfällen, über veraltete und nicht barrierefreie Busse, von nicht funktionierenden Ticketdruckern bis zu fehlenden Aushangfahrplänen, von Fahrern, denen es an Ortskenntnissen fehlt, bis zu solchen, denen es auch an Deutschkenntnissen fehlt. Auch das Unternehmen selbst arbeitet offenbar noch mit Provisorien. Das Betriebsgelände an der Karlstraße ist (noch) nicht mehr als eine Betonfläche. Es fehlt an Sozialräumen und Toiletten für die Fahrer, sowie an Kapazitäten für das Reparieren, Reinigen und Tanken der Fahrzeuge. Betroffen sind neben dem Stadtverkehr Minden auch Teile des Schulbusverkehrs und des Regionalverkehrs in Porta Westfalica, sowie einzelne Linien Richtung Petershagen und Bad Oeynhausen. 15 Linien bündelt die Ausschreibung insgesamt, sie wurden vorher von der Bahntochter Busverkehr Ostwestfalen (BVO) bedient. Die Geschäftsführung der TWV und der zuständige Beigeordnete bei der Stadt, Lars Bursian, beschwichtigen und bitten um Geduld: Es handle sich um typische Anfangsschwierigkeiten, und man sei mit Hochdruck dabei, diese zu beseitigen. Neben dem Betreiberwechsel gab es auch Veränderungen beim Netz und im Fahrplan: Neu sind zwei Ringlinien und einige zusätzliche Touren in den Abendstunden bei den bestehenden Linien. Lesen Sie auch Neues Busunternehmen in Minden: Es ruckelt und knirscht

Verspätungen, Ausfälle und fehlende Ortskenntnis: Start des neuen Bus-Unternehmens TWV läuft nicht rund

Minden (mt). Im Mai wurde bekannt gemacht, dass die französische Unternehmensgruppe Transdev die Ausschreibung für den Mindener Stadtverkehr gewonnen hat. Und am vergangenen Sonntag, 1. Dezember, ist die Transdev-Tochterfirma Teutoburger Wald Verkehr (TWV) nun auch ganz praktisch auf den Mindener Straßen gestartet – aber rund läuft das noch lange nicht.

„Das weiße Ballett“ nennt der Betriebsleiter die schönen neuen Iveco-Busse, sagt TWV-Geschäftsführer Stephan Malenica. Leider reicht die eigene Flotte bei Weitem nicht. Und die Subunternehmer sind mit älteren Bussen unterwegs. Foto: TWV/pr - © TWV/pr
„Das weiße Ballett“ nennt der Betriebsleiter die schönen neuen Iveco-Busse, sagt TWV-Geschäftsführer Stephan Malenica. Leider reicht die eigene Flotte bei Weitem nicht. Und die Subunternehmer sind mit älteren Bussen unterwegs. Foto: TWV/pr - © TWV/pr

Die Beschwerden, die nicht nur beim MT auflaufen, reichen von Verspätungen und Ausfällen, über veraltete und nicht barrierefreie Busse, von nicht funktionierenden Ticketdruckern bis zu fehlenden Aushangfahrplänen, von Fahrern, denen es an Ortskenntnissen fehlt, bis zu solchen, denen es auch an Deutschkenntnissen fehlt.

Auch das Unternehmen selbst arbeitet offenbar noch mit Provisorien. Das Betriebsgelände an der Karlstraße ist (noch) nicht mehr als eine Betonfläche. Es fehlt an Sozialräumen und Toiletten für die Fahrer, sowie an Kapazitäten für das Reparieren, Reinigen und Tanken der Fahrzeuge.

Betroffen sind neben dem Stadtverkehr Minden auch Teile des Schulbusverkehrs und des Regionalverkehrs in Porta Westfalica, sowie einzelne Linien Richtung Petershagen und Bad Oeynhausen. 15 Linien bündelt die Ausschreibung insgesamt, sie wurden vorher von der Bahntochter Busverkehr Ostwestfalen (BVO) bedient.

Die Geschäftsführung der TWV und der zuständige Beigeordnete bei der Stadt, Lars Bursian, beschwichtigen und bitten um Geduld: Es handle sich um typische Anfangsschwierigkeiten, und man sei mit Hochdruck dabei, diese zu beseitigen. Neben dem Betreiberwechsel gab es auch Veränderungen beim Netz und im Fahrplan: Neu sind zwei Ringlinien und einige zusätzliche Touren in den Abendstunden bei den bestehenden Linien.

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