Verhinderten Dealer kommt mit Bewährung davon Nils Middelhauve Minden/Bielefeld. Als die Polizei im Sommer 2019 die Wohnung eines 29 Jahre alten Mannes durchsuchte, fanden die Beamten Drogen und eine Druckluftpistole nebst Munition. Das Bielefelder Landgericht verurteilte nun den Mindener Olaf Z. (Name geändert) wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln in einem minderschweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. In der Nacht auf den 21. August des vergangenen Jahres hatten Nachbarn des in einem Mehrparteienhaus lebenden Angeklagten gleich zweimal wegen Ruhestörung die Polizei gerufen. Als die Beamten zum zweiten Mal bei Olaf Z. vorstellig wurden, reagierte dieser derart aggressiv, dass die Polizisten Pfefferspray einsetzen und dem sich sperrenden Mann schließlich Handschellen anlegen mussten. Sie nahmen den alkoholisierten Z. über Nacht in Gewahrsam, am Morgen durfte er die Zelle wieder verlassen. Doch hatten die Polizisten in der Wohnung des wegen Körperverletzungsdelikten vorbestraften Angeklagten – neben einer im Wohnzimmer liegenden toten Katze – auch 153 Gramm verkaufsfertig abgepacktes Marihuana gefunden. Darüber hinaus befand sich in unmittelbarer Nähe zu den Drogen eine Druckluftpistole nebst Munition in Form von Stahlkügelchen. In der Verhandlung vor der XX. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts hatte sich Olaf Z. bereits am ersten von nunmehr zwei Verhandlungstagen in einer Erklärung seines Verteidigers Tobias Diedrich weitgehend geständig gezeigt. Demnach hatte der 29-Jährige im Vorfeld der Durchsuchung 160 Gramm Marihuana erworben. Von diesen hatte er etwa sieben Gramm selber konsumiert, den Rest wollte er verkaufen – doch war es dazu aus genannten Gründen nicht mehr gekommen. Richtig sei auch, dass die aufgefundene Waffe ihm gehöre – doch sei diese nicht schussbereit gewesen, hieß es in der Erklärung. Die XX. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richterin Verena Willeke folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Verteidigung.

Verhinderten Dealer kommt mit Bewährung davon

Die XX. Große Sttrafkammer des Bielefelder Landgerichts folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Verteidigung: Ein Jahr und acht Monate auf Bewährung. Archivfoto: Eike J. Horstmann/nw © Eike J. Horstmann

Minden/Bielefeld. Als die Polizei im Sommer 2019 die Wohnung eines 29 Jahre alten Mannes durchsuchte, fanden die Beamten Drogen und eine Druckluftpistole nebst Munition. Das Bielefelder Landgericht verurteilte nun den Mindener Olaf Z. (Name geändert) wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln in einem minderschweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

In der Nacht auf den 21. August des vergangenen Jahres hatten Nachbarn des in einem Mehrparteienhaus lebenden Angeklagten gleich zweimal wegen Ruhestörung die Polizei gerufen. Als die Beamten zum zweiten Mal bei Olaf Z. vorstellig wurden, reagierte dieser derart aggressiv, dass die Polizisten Pfefferspray einsetzen und dem sich sperrenden Mann schließlich Handschellen anlegen mussten. Sie nahmen den alkoholisierten Z. über Nacht in Gewahrsam, am Morgen durfte er die Zelle wieder verlassen.

Doch hatten die Polizisten in der Wohnung des wegen Körperverletzungsdelikten vorbestraften Angeklagten – neben einer im Wohnzimmer liegenden toten Katze – auch 153 Gramm verkaufsfertig abgepacktes Marihuana gefunden. Darüber hinaus befand sich in unmittelbarer Nähe zu den Drogen eine Druckluftpistole nebst Munition in Form von Stahlkügelchen.

In der Verhandlung vor der XX. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts hatte sich Olaf Z. bereits am ersten von nunmehr zwei Verhandlungstagen in einer Erklärung seines Verteidigers Tobias Diedrich weitgehend geständig gezeigt. Demnach hatte der 29-Jährige im Vorfeld der Durchsuchung 160 Gramm Marihuana erworben. Von diesen hatte er etwa sieben Gramm selber konsumiert, den Rest wollte er verkaufen – doch war es dazu aus genannten Gründen nicht mehr gekommen. Richtig sei auch, dass die aufgefundene Waffe ihm gehöre – doch sei diese nicht schussbereit gewesen, hieß es in der Erklärung.

Die XX. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richterin Verena Willeke folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Verteidigung.

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