"Verbesserungen": Deswegen wird der Westfalen-Tarif teurer Minden (mt/sk). Zum 1. August werden die Tickets im Westfalen-Tarif teurer. Die Westfalen-Tarif GmbH mit Sitz in Bielefeld erklärt das mit Verbesserungen im Nahverkehrsangebot in Westfalen-Lippe. Hierzu würden neue Tickets eingeführt und das bestehende Angebot überarbeitet. Die Anhebung der Preise sei mit durchschnittlich 1,86 Prozent moderat. Zudem werde die vom Bundeskabinett beschlossene temporäre Mehrwertsteuer-Senkung weitergegeben. Weniger Preisstufen Ab dem 1. August wird die Anzahl der Preisstufen für mehr Übersichtlichkeit reduziert. Damit ist die höchste Preisstufe die „10W“. Tickets mit dieser Preisstufe sind dann für den gesamten Westfalen-Tarif-Raum gültig. Dabei konnten die Preise für Tickets der Preisstufe 10W mehrheitlich stabil gehalten werden. Mehr Flexibilität Das Monats-Ticket wird vom 30 Tage-Ticket abgelöst. Das bedeutet mehr Flexibilität für die Fahrgäste: Das 30-Tage-Ticket ist nicht mehr an einen Kalendermonat gebunden, sondern kann zu jedem beliebigen Tag gestartet werden und gilt dann für 30 aufeinanderfolgende Tage. Die Konditionen des bisherigen Monats-Tickets bleiben dabei erhalten: übertragbar auf andere, Mitnahme von Personen und Fahrrädern montags bis freitags ab 19 Uhr, am Wochenende und NRW-Feiertagen ganztägig, kombinierbar mit dem Anschluss- und Fahr-Weiter-Ticket Westfalen. Das 30-Tage-Ticket ist auch als 9-Uhr-Variante und als 30-Tage-Ticket-Fahrrad erhältlich. Fahrrad-Tickets Das Ticketangebot für die Mitnahme von Fahrrädern wird vereinfacht. Es gibt nur noch zwei Preisstufen: eine Stadt oder Gemeinde im Westfalen-Tarif oder das gesamte Netz Westfalen. Zudem sind die dazugehörigen Preise harmonisiert worden und nun für den ganzen Westfalen-Tarif-Raum einheitlich. Fast alle Preise konnten dabei gesenkt werden – und das um bis zu mehr als fünf Euro. Das Fahrrad-Tages-Ticket für eine Stadt oder Gemeinde kostet 1,50 Euro, für das Netz Westfalen drei Euro. Der Preis für eine Stadt oder Gemeinde für das 30 Tage-Ticket Fahrrad und das Fahrradabo beträgt 17 Euro und für den gesamten Westfalen-Tarif-Raum 25 Euro. Erste Klasse Die Nutzung der Ersten Wagenklasse wird ab dem 1. August zum Pauschalpreis angeboten. Dadurch werde die Preisstruktur vereinfacht, denn es gebe nur noch vier Preise. Hier profitieren die Fahrgäste vor allem bei längeren Fahrten, bei denen die Erste Klasse überwiegend genutzt wird: Denn für weite Strecken wurden die Preise teilweise um bis zu mehr als 20 Euro reduziert. Die Aufpreise für die Erste Klasse kosten für das Einzel-Ticket 3,50 Euro, Sieben-Tage-Ticket 14 Euro, 30-Tage-Ticket 44 Euro und für das Abo sind es 39 Euro. Mehrwertsteuer Die Bundesregierung hat auch für den ÖPNV eine temporäre Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf fünf Prozent vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 beschlossen. Die Verkehrsunternehmen des Westfalen-Tarifs geben diese Mehrwertsteuer-Senkung direkt an ihre Fahrgäste weiter. Wegen des Aufwandes bei der Umstellung wird dies erst ab dem 1. Oktober möglich sein. Die Mehrwertsteuer-Senkung wird zwar nur für einen Zeitraum von drei Monaten umgesetzt, dafür erhalten die Fahrgäste aber die doppelte Ermäßigung. Ab dem 1. Januar gelten dann wieder die Preise, die zum 1. August in Kraft treten.

"Verbesserungen": Deswegen wird der Westfalen-Tarif teurer

Wer den Öffentlichen Personennahverkehr mittels des Westfalen-Tarifs nutzt muss ab dem 1. August mehr bezahlen. Foto: Westfalenbahn/privat © privat/Westfalenbahn

Minden (mt/sk). Zum 1. August werden die Tickets im Westfalen-Tarif teurer. Die Westfalen-Tarif GmbH mit Sitz in Bielefeld erklärt das mit Verbesserungen im Nahverkehrsangebot in Westfalen-Lippe. Hierzu würden neue Tickets eingeführt und das bestehende Angebot überarbeitet. Die Anhebung der Preise sei mit durchschnittlich 1,86 Prozent moderat. Zudem werde die vom Bundeskabinett beschlossene temporäre Mehrwertsteuer-Senkung weitergegeben.

Weniger Preisstufen

Ab dem 1. August wird die Anzahl der Preisstufen für mehr Übersichtlichkeit reduziert. Damit ist die höchste Preisstufe die „10W“. Tickets mit dieser Preisstufe sind dann für den gesamten Westfalen-Tarif-Raum gültig. Dabei konnten die Preise für Tickets der Preisstufe 10W mehrheitlich stabil gehalten werden.

Mehr Flexibilität

Das Monats-Ticket wird vom 30 Tage-Ticket abgelöst. Das bedeutet mehr Flexibilität für die Fahrgäste: Das 30-Tage-Ticket ist nicht mehr an einen Kalendermonat gebunden, sondern kann zu jedem beliebigen Tag gestartet werden und gilt dann für 30 aufeinanderfolgende Tage. Die Konditionen des bisherigen Monats-Tickets bleiben dabei erhalten: übertragbar auf andere, Mitnahme von Personen und Fahrrädern montags bis freitags ab 19 Uhr, am Wochenende und NRW-Feiertagen ganztägig, kombinierbar mit dem Anschluss- und Fahr-Weiter-Ticket Westfalen. Das 30-Tage-Ticket ist auch als 9-Uhr-Variante und als 30-Tage-Ticket-Fahrrad erhältlich.

Fahrrad-Tickets

Das Ticketangebot für die Mitnahme von Fahrrädern wird vereinfacht. Es gibt nur noch zwei Preisstufen: eine Stadt oder Gemeinde im Westfalen-Tarif oder das gesamte Netz Westfalen. Zudem sind die dazugehörigen Preise harmonisiert worden und nun für den ganzen Westfalen-Tarif-Raum einheitlich. Fast alle Preise konnten dabei gesenkt werden – und das um bis zu mehr als fünf Euro. Das Fahrrad-Tages-Ticket für eine Stadt oder Gemeinde kostet 1,50 Euro, für das Netz Westfalen drei Euro. Der Preis für eine Stadt oder Gemeinde für das 30 Tage-Ticket Fahrrad und das Fahrradabo beträgt 17 Euro und für den gesamten Westfalen-Tarif-Raum 25 Euro.

Erste Klasse

Die Nutzung der Ersten Wagenklasse wird ab dem 1. August zum Pauschalpreis angeboten. Dadurch werde die Preisstruktur vereinfacht, denn es gebe nur noch vier Preise. Hier profitieren die Fahrgäste vor allem bei längeren Fahrten, bei denen die Erste Klasse überwiegend genutzt wird: Denn für weite Strecken wurden die Preise teilweise um bis zu mehr als 20 Euro reduziert. Die Aufpreise für die Erste Klasse kosten für das Einzel-Ticket 3,50 Euro, Sieben-Tage-Ticket 14 Euro, 30-Tage-Ticket 44 Euro und für das Abo sind es 39 Euro.

Mehrwertsteuer

Die Bundesregierung hat auch für den ÖPNV eine temporäre Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf fünf Prozent vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 beschlossen. Die Verkehrsunternehmen des Westfalen-Tarifs geben diese Mehrwertsteuer-Senkung direkt an ihre Fahrgäste weiter. Wegen des Aufwandes bei der Umstellung wird dies erst ab dem 1. Oktober möglich sein. Die Mehrwertsteuer-Senkung wird zwar nur für einen Zeitraum von drei Monaten umgesetzt, dafür erhalten die Fahrgäste aber die doppelte Ermäßigung. Ab dem 1. Januar gelten dann wieder die Preise, die zum 1. August in Kraft treten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden