Update: Unbekannte sprengen Geldautomat am Domhof Nina Könemann,Jan Henning Rogge Minden (mt). Unbekannte haben am frühen Montagmorgen einen Geldautomat im Vorraum der Commerzbankfiliale am Großen Domhof gesprengt. Wie die Polizei berichtet, richteten sie dabei zwar Sachschaden an, an Beute gelangten sie aber nicht. Sie entkamen unerkannt, die Kripo Minden-Lübbecke hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach bisherigem Kenntnisstand brachen die Täter gegen 3.25 Uhr zunächst gewaltsam die Eingangstür auf. Dann machten sie sich am Geldautomaten zu schaffen: Sie leiteten Gas in das Gerät, um es dann zu sprengen. Doch der große Knall blieb aus, es kam lediglich zu einer Verpuffung. Der Automat hielt stand, das Innere und die dort verbaute Geldkassette wurden aber erheblich beschädigt. Nach dem fehlgeschlagenen Sprengversuch flüchteten die Täter dann in unbekannte Richtung. Bereits kurz nach der Tat trafen erste Streifenwagen der Polizei sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr ein. Vor Ort musste die Feuerwehrleute im Selbstbedienungsbereich ein kleines Feuer löschen, während die Polizei gleichzeitig die Fahndung nach den Einbrechern einleitete. Bis in die Morgenstunden suchten Beamte auch bei Verkehrskontrollen nach den Unbekannten – doch die konnten unerkannt entkommen. Auch wenn sie ohne Beute bleiben, die Zerstörung, die sie anrichteten, ist erheblich: Auf mehrere Tausend Euro schätzt die Polizei die Höhe des Sachschadens. Am Montagmorgen waren Sicherheitskräfte dann damit beschäftigt, den defekten Automaten zu öffnen, um die verbeulte Geldkassette sicherzustellen. Im Vorraum der Bank roch es nach verbranntem Plastik. Laut Auskunft von Sonja Habig, Commerzbank-Pressesprecherin der Region Nord/West, lief der Filialbetrieb normal weiter, auch Geld abheben sei möglich gewesen. „Das betroffene Gerät ist defekt, es gibt aber einen weiteren Automaten", so Habig. Zu den Details des Vorfalls äußert sich das Unternehmen nicht. Immer wieder hatten es Kriminelle in der Region aus Geldautomaten abgesehen: Im März hatten Unbekannte einen Automaten in Espelkamp in die Luft gejagt. Auch damals waren sie nicht an die Geldkassette gelangt. Sie verursachten jedoch ein Feuer, bei dem ein Mensch verletzt wurde. Im April war in Spenge ein historisches Haus bei einer solchen Straftat zerstört worden. In Löhne gab es im Mai eine Attacke auf einen Geldautomaten.

Update: Unbekannte sprengen Geldautomat am Domhof

Der Geldautomat der Commerzbank in Minden. © Nina Könemann

Minden (mt). Unbekannte haben am frühen Montagmorgen einen Geldautomat im Vorraum der Commerzbankfiliale am Großen Domhof gesprengt. Wie die Polizei berichtet, richteten sie dabei zwar Sachschaden an, an Beute gelangten sie aber nicht. Sie entkamen unerkannt, die Kripo Minden-Lübbecke hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach bisherigem Kenntnisstand brachen die Täter gegen 3.25 Uhr zunächst gewaltsam die Eingangstür auf. Dann machten sie sich am Geldautomaten zu schaffen: Sie leiteten Gas in das Gerät, um es dann zu sprengen. Doch der große Knall blieb aus, es kam lediglich zu einer Verpuffung. Der Automat hielt stand, das Innere und die dort verbaute Geldkassette wurden aber erheblich beschädigt. Nach dem fehlgeschlagenen Sprengversuch flüchteten die Täter dann in unbekannte Richtung.

Bereits kurz nach der Tat trafen erste Streifenwagen der Polizei sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr ein. Vor Ort musste die Feuerwehrleute im Selbstbedienungsbereich ein kleines Feuer löschen, während die Polizei gleichzeitig die Fahndung nach den Einbrechern einleitete. Bis in die Morgenstunden suchten Beamte auch bei Verkehrskontrollen nach den Unbekannten – doch die konnten unerkannt entkommen. Auch wenn sie ohne Beute bleiben, die Zerstörung, die sie anrichteten, ist erheblich: Auf mehrere Tausend Euro schätzt die Polizei die Höhe des Sachschadens.

Am Montagmorgen waren Sicherheitskräfte dann damit beschäftigt, den defekten Automaten zu öffnen, um die verbeulte Geldkassette sicherzustellen. Im Vorraum der Bank roch es nach verbranntem Plastik. Laut Auskunft von Sonja Habig, Commerzbank-Pressesprecherin der Region Nord/West, lief der Filialbetrieb normal weiter, auch Geld abheben sei möglich gewesen. „Das betroffene Gerät ist defekt, es gibt aber einen weiteren Automaten", so Habig. Zu den Details des Vorfalls äußert sich das Unternehmen nicht.

Immer wieder hatten es Kriminelle in der Region aus Geldautomaten abgesehen: Im März hatten Unbekannte einen Automaten in Espelkamp in die Luft gejagt. Auch damals waren sie nicht an die Geldkassette gelangt. Sie verursachten jedoch ein Feuer, bei dem ein Mensch verletzt wurde. Im April war in Spenge ein historisches Haus bei einer solchen Straftat zerstört worden. In Löhne gab es im Mai eine Attacke auf einen Geldautomaten.

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