Studieren Uni Paderborn mit virtueller Hilfe für die Feuerwehr Entwickler präsentieren Software zur Optimierung von Rettungsübungen auf Cebit / Projekt läuft seit anderthalb Jahren Von Felix Eisele Hannover/Paderborn (nw). Feuerwehrautos und brennende Häuser gehören auf der Cebit nicht zu den oft gesehenen Bildern. Am Stand der Uni Paderborn aber wurden sie dennoch gezeigt - wenn auch nur als Modell. "Zur Verdeutlichung", wie Jan-Philipp Hülshoff sagt. In Wahrheit gehe es um eine eigens entwickelte Software zur Optimierung von Feuerwehrübungen. Und die könnte - bei ähnlichen Szenarien in der Realität - im Zweifel sogar Leben retten."Rescue Lab" nennt sich das Verbundprojekt, mit dem sich das Fachgebiet "Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung" (CIK) der Uni Paderborn auf der Computermesse präsentierte. Gezeigt wurden "IT-gestützte Übungsumgebungen für Bevölkerungsschutz- und Rettungskräfte", wie es in der Beschreibung etwas sperrig heißt.Nach- und Vorbereitung werden einfacherDiese, so sagt Hülshoff, sollen die bisherige handschriftliche Dokumentation von Feuerwehrübungen ablösen. "Dadurch wird den Brandbekämpfern die Möglichkeit gegeben, ihre Übungen umfassend nachzubereiten", erklärt er. Mit der speziell entwickelten Software werden sämtliche Daten ins System eingespeist - von den Befehlen des Einsatzleiters über Bewegungsabläufe einzelner Akteure bis hin zu bestimmten Ereignissen während des Einsatzes. Teilweise, so Hülshoff, geschieht dies sogar automatisiert per Smartphone.Übersichtlich werden diese Einzelheiten schließlich in Diagrammen, Zeitleisten und Protokollen ausgewertet und visualisiert. "Das erleichtert nicht nur die Nachbetrachtung, sondern auch die Vorbereitungen zur nächsten Übung und natürlich deren Durchführung", sagt Hülshoff, der als studentische Hilfskraft an dem Vorhaben beteiligt ist."Schließlich sieht man auch, an welcher Stelle eventuell Fehler gemacht wurden, Anweisungen nicht klar formuliert waren und an welchen Abläufen noch Optimierungsbedarf besteht."Weitere Tests sollen stattfindenSeit eineinhalb Jahren läuft das Projekt, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Die bisherigen Einsätze beim Technischen Hilfswerk Paderborn und bei der Feuerwehr Dortmund, mit der dank der Verbindungen von CIK-Leiter Rainer Koch eine enge Kooperation besteht, hinterließen auch bei den Projektpartnern einen positiven Eindruck."Demnächst soll ein weiterer Test stattfinden."
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Uni Paderborn mit virtueller Hilfe für die Feuerwehr

Hannover/Paderborn (nw). Feuerwehrautos und brennende Häuser gehören auf der Cebit nicht zu den oft gesehenen Bildern. Am Stand der Uni Paderborn aber wurden sie dennoch gezeigt - wenn auch nur als Modell. "Zur Verdeutlichung", wie Jan-Philipp Hülshoff sagt.

Jan-Philipp Hülshoff vom CIK an der Uni Paderborn erklärte das Projekt am Cebit-Stand. Die Übungsabläufe werden dabei auf dem Bildschirm visualisiert. - © Foto: NW / Felix Eisele
Jan-Philipp Hülshoff vom CIK an der Uni Paderborn erklärte das Projekt am Cebit-Stand. Die Übungsabläufe werden dabei auf dem Bildschirm visualisiert. - © Foto: NW / Felix Eisele

In Wahrheit gehe es um eine eigens entwickelte Software zur Optimierung von Feuerwehrübungen. Und die könnte - bei ähnlichen Szenarien in der Realität - im Zweifel sogar Leben retten.

"Rescue Lab" nennt sich das Verbundprojekt, mit dem sich das Fachgebiet "Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung" (CIK) der Uni Paderborn auf der Computermesse präsentierte. Gezeigt wurden "IT-gestützte Übungsumgebungen für Bevölkerungsschutz- und Rettungskräfte", wie es in der Beschreibung etwas sperrig heißt.

Nach- und Vorbereitung werden einfacher

Diese, so sagt Hülshoff, sollen die bisherige handschriftliche Dokumentation von Feuerwehrübungen ablösen. "Dadurch wird den Brandbekämpfern die Möglichkeit gegeben, ihre Übungen umfassend nachzubereiten", erklärt er. Mit der speziell entwickelten Software werden sämtliche Daten ins System eingespeist - von den Befehlen des Einsatzleiters über Bewegungsabläufe einzelner Akteure bis hin zu bestimmten Ereignissen während des Einsatzes. Teilweise, so Hülshoff, geschieht dies sogar automatisiert per Smartphone.

Übersichtlich werden diese Einzelheiten schließlich in Diagrammen, Zeitleisten und Protokollen ausgewertet und visualisiert. "Das erleichtert nicht nur die Nachbetrachtung, sondern auch die Vorbereitungen zur nächsten Übung und natürlich deren Durchführung", sagt Hülshoff, der als studentische Hilfskraft an dem Vorhaben beteiligt ist.

"Schließlich sieht man auch, an welcher Stelle eventuell Fehler gemacht wurden, Anweisungen nicht klar formuliert waren und an welchen Abläufen noch Optimierungsbedarf besteht."

Weitere Tests sollen stattfinden

Seit eineinhalb Jahren läuft das Projekt, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Die bisherigen Einsätze beim Technischen Hilfswerk Paderborn und bei der Feuerwehr Dortmund, mit der dank der Verbindungen von CIK-Leiter Rainer Koch eine enge Kooperation besteht, hinterließen auch bei den Projektpartnern einen positiven Eindruck.

"Demnächst soll ein weiterer Test stattfinden."

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