Umzug in das alte Bowling-Center? Idil-Markt weicht Damaskus-Haus Anja Peper Minden. Temperaturen um die 30 Grad machen den Umzug zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. In der Oberen Altstadt packt Yousef Alhamzawi (24) gerade Lebensmittelkisten wie am Fließband. Nebenbei bedient er noch die Kunden und kassiert. Da ist es von Vorteil, dass die Wege mit der Sackkarre kurz sind: Mit seinem orientalischen Lebensmittelgeschäft Damaskus-Haus zieht er einmal quer über die Straße ins ehemalige Butterhaus an der Ecke (Simeonstraße 1). Das sind zwar keine hundert Meter, aber die Sonne knallt. Von Anfang Juli an hat Yousef Alhamzawi, der von seiner Familie unterstützt wird, etwa dreimal so viel Platz wie bisher. Darum möchte er auch das Sortiment erweitern: „Künftig soll es auch typische Lebensmittel aus Russland, Indien oder China geben." Leckereien aus aller Herren Länder, die Ausrichtung soll international werden. Die Küchen der Welt sollen sich hier wiederfinden. Folglich braucht er mehr Fläche. Auf den etwa 70 Quadratmetern in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Rolf wäre das nicht machbar gewesen. Seit 1. September 2018 verkauft die Familie hier Lebensmittel. In Zukunft steht dem Lebensmittelhändler eine deutlich größere Verkaufsfläche zur Verfügung, ohne dass die Stammkunden weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Das Erdgeschoss bietet auf 300 Quadratmetern auch mehr Platz für Kühltheken. Beliebt ist das syrische Geschäft unter anderem auch wegen der Hilfsbereitschaft: Wenn irgendwo Not am Mann ist, bringen die Mitarbeiter auch mal Milch, Joghurt oder Wurst zu den Kunden. Zum Beispiel, wenn jemand krank ist oder nicht mobil. Sein Warenangebot war von Anfang an an die Bedürfnisse von Einwanderern orientiert. In dem ehemaligen Butterhaus am Kaak war bisher die zweite Filiale des Idil-Marktes untergebracht. Deren Inhaber planen aktuell den Umzug in die ehemalige Bowlinghalle am Marienwall (neben dem Action-Markt), wo sich der Markt ebenfalls vergrößern würde. Sollte das klappen, müssen die Kunden allerdings noch Geduld aufbringen, denn der Umzug stünde erst im Frühjahr 2021 an. Allerdings gibt es als Alternative noch die Filiale im Allianzhaus an der Königstraße. Das Familienunternehmen Idil betreibt acht Märkte in der Region, darunter in Hameln, Stadthagen und Hannover sowie in Hildesheim, wo an diesem Wochenende ein neuer Markt eröffnet wird. Idil heißt übrigens die Kleinstadt im Südosten der Türkei, woher die Familie stammt. Drei kleine Lebensmittelgeschäfte haben sich in der Innenstadt etabliert, um die Lücke von Kaufland zu schließen. Ende September hatte die Einzelhandelskette ihre Filiale in der Obermarktpassage geschlossen. In der Folge reagierten kleinere Unternehmer der Branche auf den Bedarf. Am Rathaus gibt es den City-Markt.

Umzug in das alte Bowling-Center? Idil-Markt weicht Damaskus-Haus

Für internationale Lebensmittel hat Inhaber Yousef Alhamzawi vom Damaskus-Haus künftig dreimal so viel Platz wie bisher in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Rolf (Königstraße). MT-Foto: Anja Peper © Anja Peper

Minden. Temperaturen um die 30 Grad machen den Umzug zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. In der Oberen Altstadt packt Yousef Alhamzawi (24) gerade Lebensmittelkisten wie am Fließband. Nebenbei bedient er noch die Kunden und kassiert. Da ist es von Vorteil, dass die Wege mit der Sackkarre kurz sind: Mit seinem orientalischen Lebensmittelgeschäft Damaskus-Haus zieht er einmal quer über die Straße ins ehemalige Butterhaus an der Ecke (Simeonstraße 1). Das sind zwar keine hundert Meter, aber die Sonne knallt. Von Anfang Juli an hat Yousef Alhamzawi, der von seiner Familie unterstützt wird, etwa dreimal so viel Platz wie bisher. Darum möchte er auch das Sortiment erweitern: „Künftig soll es auch typische Lebensmittel aus Russland, Indien oder China geben." Leckereien aus aller Herren Länder, die Ausrichtung soll international werden. Die Küchen der Welt sollen sich hier wiederfinden.

Folglich braucht er mehr Fläche. Auf den etwa 70 Quadratmetern in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Rolf wäre das nicht machbar gewesen. Seit 1. September 2018 verkauft die Familie hier Lebensmittel. In Zukunft steht dem Lebensmittelhändler eine deutlich größere Verkaufsfläche zur Verfügung, ohne dass die Stammkunden weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Das Erdgeschoss bietet auf 300 Quadratmetern auch mehr Platz für Kühltheken. Beliebt ist das syrische Geschäft unter anderem auch wegen der Hilfsbereitschaft: Wenn irgendwo Not am Mann ist, bringen die Mitarbeiter auch mal Milch, Joghurt oder Wurst zu den Kunden. Zum Beispiel, wenn jemand krank ist oder nicht mobil. Sein Warenangebot war von Anfang an an die Bedürfnisse von Einwanderern orientiert.

In dem ehemaligen Butterhaus am Kaak war bisher die zweite Filiale des Idil-Marktes untergebracht. Deren Inhaber planen aktuell den Umzug in die ehemalige Bowlinghalle am Marienwall (neben dem Action-Markt), wo sich der Markt ebenfalls vergrößern würde. Sollte das klappen, müssen die Kunden allerdings noch Geduld aufbringen, denn der Umzug stünde erst im Frühjahr 2021 an. Allerdings gibt es als Alternative noch die Filiale im Allianzhaus an der Königstraße. Das Familienunternehmen Idil betreibt acht Märkte in der Region, darunter in Hameln, Stadthagen und Hannover sowie in Hildesheim, wo an diesem Wochenende ein neuer Markt eröffnet wird. Idil heißt übrigens die Kleinstadt im Südosten der Türkei, woher die Familie stammt.

Drei kleine Lebensmittelgeschäfte haben sich in der Innenstadt etabliert, um die Lücke von Kaufland zu schließen. Ende September hatte die Einzelhandelskette ihre Filiale in der Obermarktpassage geschlossen. In der Folge reagierten kleinere Unternehmer der Branche auf den Bedarf. Am Rathaus gibt es den City-Markt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden