Überzeugt er die Investoren? Mindener in TV-Show "Die Höhle der Löwen" zu Gast Christian Bendig Minden. Eike Meyer ist vielen Mindenern bekannt. Nach morgen Abend vielleicht sogar noch einigen mehr. Der 37-Jährige stellt sich am Montagabend (Ausstrahlung um 20.15 Uhr) in der „Höhle der Löwen" nicht nur einem Millionenpublikum, sondern buhlt auch um Vertrauen der Investoren. Das Ziel: Meyer möchte seinem vor wenigen Monaten gegründetem Unternehmen „Twentyless" mit dem Auftritt in der Vox-Show den nächsten Wachstumsschub ermöglichen. Die Beschreibung „nachhaltig unkonventionell" passt auf den Mindener, der sich vor einigen Jahren mit seiner Möbelmarke „Livinxsten" einen Platz in Ladengeschäften, Wohnzimmern und Fluren „erschreinerte". Das Konzept hinter den Möbel-Unikaten war denkbar einfach. Mit Kreativität aus altem Gerümpel Unikate mit einem eigenen Stil zu schaffen. „Was andere Leute wegschmeißen, habe ich einfach in etwas Neues verwandelt", meint Meyer, der Livinxsten neben seinem eigentlichen Hauptberuf auf die Beine stellte und betrieb. Im Mühlenkreis hat es Meyer bereits in die Wohnstuben geschafft, nun will er es mit Twentyless auch in die Abstellkammern oder die Badschränke der Menschen schaffen. Und das möglichst deutschlandweit. „Da gibt es natürlich keine bessere Möglichkeit, als die Höhle der Löwen", sagt Meyer und hofft auf den Zuschlag von einem der fünf Investoren. Der Finanzbedarf für das angestrebte Wachstum, beträgt 70.000 Euro. Im Gegenzug würde Meyer 15 Prozent der Firmenanteile an einen interessierten Investor abtreten. Meyer ist überzeugt, dass sein Produkt auf dem hart umkämpften Reinigungsmittel-Markt bestehen kann. Obwohl die Idee, Glas-, Bad- und Allzweckreiniger zum Nachfüllen anzubieten, nicht sonderlich revolutionär ist. Dessen ist sich der Mindener bewusst. „Man muss das Rad nicht neu erfinden. Aber ich kann es eben auf eine neue Art und Weise machen." Der Anstoß, einen biologischen Reiniger herzustellen und zu vertreiben, kam von seinen Kindern. Die wollten, dass wir plastikfrei leben", erzählt der Firmengründer. Die Umstellung war eigentlich ganz leicht. Nur eben bei den Reinigungsmitteln nicht. Zumindest wurde Meyer auf der Suche nach Reinigungsmitteln in Glasflaschen nicht fündig. Und dachte sich kurzerhand: „Das mache ich dann einfach selbst". Gesagt, getan. Gemeinsam mit der Firma Veboschmidt wurden die Reiniger entwickelt. Das Mindener Familien-Unternehmen stellt Spezial-Reinigungsmittel her. Die gemeinsam entwickelten Rezepturen für die Twentyless-Produktreihe basieren auf biologischen Inhaltsstoffen wie Milchsäure, Zitronensäure oder Zuckertensiden und ergeben ein hockkonzentriertes Gemisch, dass der Kunde lediglich mit Wasser verdünnen muss. „Insgesamt werden auf diese Weise 20 Plastikflaschen eingespart", rechnet Meyer vor. Der eingängige Produktname war somit schnell gefunden, der Vertrieb konnte beginnen. Die noch junge Firmengeschichte begann im vergangenen November. Um das nötige Startkapital für Twentyless zusammen zu bekommen, startete Meyer eine Crowdfunding-Aktion. Die für den Anfang benötigten 5.000 Euro kommen schneller als in der auf sechs Wochen angelegten Aktion angestrebt, zusammen. Am Ende sind es mehr als 8.000 Euro, die Meyer zur Verfügung stehen. Die Unterstützer, die Meyer das Kapital zur Verfügung stellten, erhielten als Gegenleistung Produkte aus dem Twentyless-Sortiment. „Das waren unsere ersten Kunden", erinnert sich der Unternehmer an die Anfänge, die zeitlich weniger als ein Jahr zurückliegen, ihm aber irgendwie schon weit weg erscheinen. Denn in den Folgemonaten wuchs Twentyless aus den Kinderschuhen und auch aus dem heimischen Keller heraus. „Anfangs haben wir als Familie die Flaschen mit Etiketten beklebt und die Pakete versandfertig gemacht", erzählt Meyer. Abgefüllt wurde bei Veboschmidt. „Ohne die Familie Schmidt wäre Twentyless sicher nicht so schnell an den Start gegangen", dankt der Gründer der Unternehmerfamilie. Das Wachstum hielt an, weil neben dem eigenen Online-Shop noch zwei auf nachhaltige Produkte spezialisierte Plattformen die Reiniger in ihr Programm aufnahmen. Der stationäre Handel läuft bisher hauptsächlich über die Unverpackt-Läden. Jener in Minden war der erste Abnehmer aus diesem Segment. Inzwischen zählen einige Geschäfte dieser Art zum Kundenstamm. Auch deshalb musste sich Meyer neue Räumlichkeiten suchen. „Wir haben jetzt ein richtiges Lager und Büroräume", schildert der Mindener und vergleicht die Entwicklung des Unternehmens mit der eines Menschen. „Das Kind ist ein Jugendlicher geworden. Jetzt wollen wir erwachsen werden."

Überzeugt er die Investoren? Mindener in TV-Show "Die Höhle der Löwen" zu Gast

Im vergangenen November ging der Unternehmer Eike Meyer mit Twentyless an den Start. In etwas weniger als einem Jahr wuchs die Firma aus dem Keller heraus. Nun hofft der Mindener auf den nächsten Schub. © Foto: Bendig

Minden. Eike Meyer ist vielen Mindenern bekannt. Nach morgen Abend vielleicht sogar noch einigen mehr. Der 37-Jährige stellt sich am Montagabend (Ausstrahlung um 20.15 Uhr) in der „Höhle der Löwen" nicht nur einem Millionenpublikum, sondern buhlt auch um Vertrauen der Investoren. Das Ziel: Meyer möchte seinem vor wenigen Monaten gegründetem Unternehmen „Twentyless" mit dem Auftritt in der Vox-Show den nächsten Wachstumsschub ermöglichen.

Die Beschreibung „nachhaltig unkonventionell" passt auf den Mindener, der sich vor einigen Jahren mit seiner Möbelmarke „Livinxsten" einen Platz in Ladengeschäften, Wohnzimmern und Fluren „erschreinerte". Das Konzept hinter den Möbel-Unikaten war denkbar einfach. Mit Kreativität aus altem Gerümpel Unikate mit einem eigenen Stil zu schaffen. „Was andere Leute wegschmeißen, habe ich einfach in etwas Neues verwandelt", meint Meyer, der Livinxsten neben seinem eigentlichen Hauptberuf auf die Beine stellte und betrieb. Im Mühlenkreis hat es Meyer bereits in die Wohnstuben geschafft, nun will er es mit Twentyless auch in die Abstellkammern oder die Badschränke der Menschen schaffen. Und das möglichst deutschlandweit. „Da gibt es natürlich keine bessere Möglichkeit, als die Höhle der Löwen", sagt Meyer und hofft auf den Zuschlag von einem der fünf Investoren. Der Finanzbedarf für das angestrebte Wachstum, beträgt 70.000 Euro. Im Gegenzug würde Meyer 15 Prozent der Firmenanteile an einen interessierten Investor abtreten.

Meyer ist überzeugt, dass sein Produkt auf dem hart umkämpften Reinigungsmittel-Markt bestehen kann. Obwohl die Idee, Glas-, Bad- und Allzweckreiniger zum Nachfüllen anzubieten, nicht sonderlich revolutionär ist. Dessen ist sich der Mindener bewusst. „Man muss das Rad nicht neu erfinden. Aber ich kann es eben auf eine neue Art und Weise machen." Der Anstoß, einen biologischen Reiniger herzustellen und zu vertreiben, kam von seinen Kindern. Die wollten, dass wir plastikfrei leben", erzählt der Firmengründer. Die Umstellung war eigentlich ganz leicht. Nur eben bei den Reinigungsmitteln nicht. Zumindest wurde Meyer auf der Suche nach Reinigungsmitteln in Glasflaschen nicht fündig. Und dachte sich kurzerhand: „Das mache ich dann einfach selbst". Gesagt, getan. Gemeinsam mit der Firma Veboschmidt wurden die Reiniger entwickelt.

Das Mindener Familien-Unternehmen stellt Spezial-Reinigungsmittel her. Die gemeinsam entwickelten Rezepturen für die Twentyless-Produktreihe basieren auf biologischen Inhaltsstoffen wie Milchsäure, Zitronensäure oder Zuckertensiden und ergeben ein hockkonzentriertes Gemisch, dass der Kunde lediglich mit Wasser verdünnen muss. „Insgesamt werden auf diese Weise 20 Plastikflaschen eingespart", rechnet Meyer vor. Der eingängige Produktname war somit schnell gefunden, der Vertrieb konnte beginnen.

Die noch junge Firmengeschichte begann im vergangenen November. Um das nötige Startkapital für Twentyless zusammen zu bekommen, startete Meyer eine Crowdfunding-Aktion. Die für den Anfang benötigten 5.000 Euro kommen schneller als in der auf sechs Wochen angelegten Aktion angestrebt, zusammen. Am Ende sind es mehr als 8.000 Euro, die Meyer zur Verfügung stehen. Die Unterstützer, die Meyer das Kapital zur Verfügung stellten, erhielten als Gegenleistung Produkte aus dem Twentyless-Sortiment. „Das waren unsere ersten Kunden", erinnert sich der Unternehmer an die Anfänge, die zeitlich weniger als ein Jahr zurückliegen, ihm aber irgendwie schon weit weg erscheinen. Denn in den Folgemonaten wuchs Twentyless aus den Kinderschuhen und auch aus dem heimischen Keller heraus. „Anfangs haben wir als Familie die Flaschen mit Etiketten beklebt und die Pakete versandfertig gemacht", erzählt Meyer. Abgefüllt wurde bei Veboschmidt. „Ohne die Familie Schmidt wäre Twentyless sicher nicht so schnell an den Start gegangen", dankt der Gründer der Unternehmerfamilie. Das Wachstum hielt an, weil neben dem eigenen Online-Shop noch zwei auf nachhaltige Produkte spezialisierte Plattformen die Reiniger in ihr Programm aufnahmen. Der stationäre Handel läuft bisher hauptsächlich über die Unverpackt-Läden. Jener in Minden war der erste Abnehmer aus diesem Segment. Inzwischen zählen einige Geschäfte dieser Art zum Kundenstamm. Auch deshalb musste sich Meyer neue Räumlichkeiten suchen. „Wir haben jetzt ein richtiges Lager und Büroräume", schildert der Mindener und vergleicht die Entwicklung des Unternehmens mit der eines Menschen. „Das Kind ist ein Jugendlicher geworden. Jetzt wollen wir erwachsen werden."

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