Über die Rampe direkt ins Becken: Sommerbad bietet Lösung für Rollator- und Rollstuhlfahrer Jürgen Langenkämper Minden. Das Sommerbad ist seinem Anspruch, ein Bad für alle Bürger, für Jung und Alt zu sein, einen großen Schritt näher gekommen. „Wir haben eine Rampe für Rollstuhlfahrer in Betrieb genommen“, freut sich Ulla Vogt vom Förderverein. Damit können Menschen trotz eines Handicaps barrierefrei ins Wasser gelangen. Auch für ältere Menschen ist die Rampe zum Nichtschwimmerbecken von großem Nutzen. Ernst Berg braucht wegen eines Knieproblems aktuell einen Rollator. Mit dem Gefährt kann der Dützer langsam auf der sanft abfallenden Schräge ins Wasser schieben. Als zusätzliche Sicherheit gibt es auf beiden Seiten ein Geländer. „Auch den Weg zum Nichtschwimmerbecken haben wir barrierefrei gestaltet“, sagt Elke Bischoff vom Förderverein. Ohne Stufen gelangen Rollstuhl- und Rollatorfahrer auf einem Plattenweg jetzt vom Eingangsbereich über die Liegewiese in den hinteren Teil des Geländes. Auch ein Durchschreitebecken, in dem Schmutz von den Füßen gespült werden soll, ist umgestaltet, um es ohne Hindernis zu passieren. „Das ist auch für Eltern mit Kinderwagen oder -karre gut“, sagt die Vorsitzende Katrin Kosiek. Schon früher waren Duschen und Toiletten so umgebaut worden, dass Menschen mit Behinderungen sie problemlos nutzen können. Ermöglicht hat dies alles eine großzügige Förderung durch den Bund. Noch nicht verwirklicht worden ist der Plan, einen transportablen Lifter für das Schwimmerbecken anzuschaffen, mit dem vor allem Rollstuhlfahrer direkt von ihrem Gefährt ins zwei Meter tiefe Wasser hinabgelassen werden und von dort wieder herausgeholt werden können. Doch viel wichtiger ist aus Sicht des Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen, Eckhard Rüter, dass es die Rolli-Rampe gibt. „Das ist eine echte Verbesserung.“ Vor allem Kinder mit Handicap könnten so „eine wirklich neue Erfahrung“ machen. Für sie sei es ein Erlebnis, selbst ins Wasser zu können und nicht nur im Rollstuhl am Beckenrand zu stehen und den anderen zuzusehen. „Auch einen Lifter anzuschaffen, ist wirklich gut“, so Rüter, „aber die Niedrigschwelligkeit einer Rampe ist noch viel besser, weil derjenige selbst ins Wasser rollen kann und nur wenig Hilfe benötigt“. Bei einem Lifter dagegen sei fremde Hilfe nötig. Der Beirat erfuhr zwar erst im Nachhinein, dass die Rampe gebaut worden ist. „Aber da sind wir nicht böse“, sagt Eckhard Rüter. Viel wichtiger ist der praktische Nutzen. Sachverstand und Beratung hatten sich der Fördervereinsmitglieder bei Rollstuhlfahrern geholt, die regelmäßig ins Sommerbad kommen. Jetzt müssen nur noch die Temperaturen steigen für einen perfekten Badesommer.

Über die Rampe direkt ins Becken: Sommerbad bietet Lösung für Rollator- und Rollstuhlfahrer

Wasser marsch: Dank der neuen Rampe kann Ernst Berg gemächlich mit seinem Rollator ins Nichtschwimmerbecken gleiten. Elke Bischoff (rechts) und Ulla Vogt vom Förderverein freuen sich. MT-Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Das Sommerbad ist seinem Anspruch, ein Bad für alle Bürger, für Jung und Alt zu sein, einen großen Schritt näher gekommen. „Wir haben eine Rampe für Rollstuhlfahrer in Betrieb genommen“, freut sich Ulla Vogt vom Förderverein. Damit können Menschen trotz eines Handicaps barrierefrei ins Wasser gelangen.

Auch für ältere Menschen ist die Rampe zum Nichtschwimmerbecken von großem Nutzen. Ernst Berg braucht wegen eines Knieproblems aktuell einen Rollator. Mit dem Gefährt kann der Dützer langsam auf der sanft abfallenden Schräge ins Wasser schieben. Als zusätzliche Sicherheit gibt es auf beiden Seiten ein Geländer.

„Auch den Weg zum Nichtschwimmerbecken haben wir barrierefrei gestaltet“, sagt Elke Bischoff vom Förderverein. Ohne Stufen gelangen Rollstuhl- und Rollatorfahrer auf einem Plattenweg jetzt vom Eingangsbereich über die Liegewiese in den hinteren Teil des Geländes. Auch ein Durchschreitebecken, in dem Schmutz von den Füßen gespült werden soll, ist umgestaltet, um es ohne Hindernis zu passieren. „Das ist auch für Eltern mit Kinderwagen oder -karre gut“, sagt die Vorsitzende Katrin Kosiek.


Schon früher waren Duschen und Toiletten so umgebaut worden, dass Menschen mit Behinderungen sie problemlos nutzen können. Ermöglicht hat dies alles eine großzügige Förderung durch den Bund. Noch nicht verwirklicht worden ist der Plan, einen transportablen Lifter für das Schwimmerbecken anzuschaffen, mit dem vor allem Rollstuhlfahrer direkt von ihrem Gefährt ins zwei Meter tiefe Wasser hinabgelassen werden und von dort wieder herausgeholt werden können.

Doch viel wichtiger ist aus Sicht des Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen, Eckhard Rüter, dass es die Rolli-Rampe gibt. „Das ist eine echte Verbesserung.“ Vor allem Kinder mit Handicap könnten so „eine wirklich neue Erfahrung“ machen. Für sie sei es ein Erlebnis, selbst ins Wasser zu können und nicht nur im Rollstuhl am Beckenrand zu stehen und den anderen zuzusehen.

„Auch einen Lifter anzuschaffen, ist wirklich gut“, so Rüter, „aber die Niedrigschwelligkeit einer Rampe ist noch viel besser, weil derjenige selbst ins Wasser rollen kann und nur wenig Hilfe benötigt“. Bei einem Lifter dagegen sei fremde Hilfe nötig.

Der Beirat erfuhr zwar erst im Nachhinein, dass die Rampe gebaut worden ist. „Aber da sind wir nicht böse“, sagt Eckhard Rüter. Viel wichtiger ist der praktische Nutzen. Sachverstand und Beratung hatten sich der Fördervereinsmitglieder bei Rollstuhlfahrern geholt, die regelmäßig ins Sommerbad kommen.

Jetzt müssen nur noch die Temperaturen steigen für einen perfekten Badesommer.

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