Über 80-Jährige haben bei der Corona-Impfung Vorrang: So hoch ist der Anteil im Mühlenkreis Jürgen Langenkämper Minden. In Corona-Zeiten schauen die Planer der schleppend anlaufenden Impfaktion zu allererst auf die Spitze der Alterspyramide. Die über 80-Jährigen sollen zuerst geimpft werden. Aber wie groß ist deren Anteil an der Gesamtbevölkerung? Dazu hat das Statistische Landesamt IT.NRW jetzt eine landesweite Übersicht ausgearbeitet. 1.216.715 Menschen in Nordrhein-Westfalen waren am 31. Dezember 2019 – also vor Ausbruch der Corona-Pandemie – älter als 80 Jahre. Das waren gut 6,8 Prozent der Gesamtbevölkerung von 17,95 Millionen Einwohnern an Rhein und Weser. Die gute Nachricht: In Ostwestfalen-Lippe und im Kreis Minden-Lübbecke überschreiten noch mehr Menschen diese Altersschwelle, nämlich 7,0 Prozent im Regierungsbezirk und 7,5 Prozent im Mühlenkreis. Die Folge: Es kommt auf die mobilen Impfteams und die Impfzentren in diesen Wochen noch mehr Arbeit zu als anderswo in NRW. 23.319 der 143.991 über 80-Jährigen entfallen der Statistik zufolge auf Minden-Lübbecke. Am höchsten ist deren Anteil in Stemwede mit 8,4 Prozent (1.090 Personen) am niedrigsten in Hüllhorst mit 6,5 Prozent (850). Die meisten Senioren weist natürlich Minden als größte Stadt mit 5.999 über 80-Jährigen auf (7,3 Prozent), gefolgt von Bad Oeynhausen (3.804) und Porta Westfalica (2.796). Beide Städte haben einen gleich hohen Anteil Älterer: 7,8 Prozent. Knapp darunter liegen Petershagen mit 1.901 Älteren (7,6 Prozent) und Hille mit 1.186 über 80-Jährigen (7,7 Prozent). Bis zu dreimal so hoch ist der Anteil der nächsten Altersgruppe, also der 60- bis 80-Jährigen, für die ebenfalls ein höheres Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs bei einer Covid-19-Infektion befürchtet wird. Damit gibt es in Minden-Lübbecke weitere 67.878 Menschen – insgesamt also 91.197 über 60-Jährige –, die in den nächsten Wochen und Monaten früher als ihre jüngeren Mitmenschen gegen Corona geimpft werden sollten – wenn sie das wünschen. Das sind zusammengenommen 29,4 Prozent der Einwohner. Gemeinsam mit dem Kreis Herford ist das der dritthöchste Bevölkerungsanteil in OWL hinter den Kreisen Höxter (30,6 Prozent) und Lippe (29,8 Prozent). Landesweit machen die über 60-Jährigen mehr als fünf Millionen aus – nämlich 28 Prozent. Im Regierungsbezirk Detmold liegt der Anteil mit 27,8 Prozent unter dem Durchschnitt, weil die Universitätsstädte Bielefeld (26 Prozent) und Paderborn (23,5 Prozent) sowie auch der Kreis Gütersloh (26,4 Prozent) niedrigere Anteile verzeichnen. Unter dem landesweiten Durchschnittswert von 21,2 Prozent Anteil der 60- bis 80-Jährigen liegen im Mühlenkreis nur Espelkamp (19,9 Prozent) und Hüllhorst (20,7 Prozent). Am weitesten darüber liegen Petershagen (23,7 Prozent), Stemwede (22,9 Prozent) und Hille (22,5 Prozent) sowie Porta Westfalica (22,2 Prozent). Minden weicht wie Bad Oeynhausen – 21,8 beziehungsweise 21,7 Prozent – nicht so stark vom Landesmittel ab, hat aber die höchste Kopfzahl im Stadtgebiet. 17.820 Mindener waren zum Jahreswechsel 2019/2020 zwischen 60 und 80 Jahre alt. An den Größenordnungen, die mutmaßlich die Berechnungsgrundlage für die Zuweisung von Impfdosen bilden, dürfte sich kaum etwas geändert haben. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"])for(var e in a.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&&(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}}))}();

Über 80-Jährige haben bei der Corona-Impfung Vorrang: So hoch ist der Anteil im Mühlenkreis

Im Kreis Minden-Lübbecke ist der Anteil an Menschen, die über 80 Jahre alt sind, erhöht. © imago images/Marius Schwarz

Minden. In Corona-Zeiten schauen die Planer der schleppend anlaufenden Impfaktion zu allererst auf die Spitze der Alterspyramide. Die über 80-Jährigen sollen zuerst geimpft werden. Aber wie groß ist deren Anteil an der Gesamtbevölkerung? Dazu hat das Statistische Landesamt IT.NRW jetzt eine landesweite Übersicht ausgearbeitet.

1.216.715 Menschen in Nordrhein-Westfalen waren am 31. Dezember 2019 – also vor Ausbruch der Corona-Pandemie – älter als 80 Jahre. Das waren gut 6,8 Prozent der Gesamtbevölkerung von 17,95 Millionen Einwohnern an Rhein und Weser. Die gute Nachricht: In Ostwestfalen-Lippe und im Kreis Minden-Lübbecke überschreiten noch mehr Menschen diese Altersschwelle, nämlich 7,0 Prozent im Regierungsbezirk und 7,5 Prozent im Mühlenkreis.

Die Folge: Es kommt auf die mobilen Impfteams und die Impfzentren in diesen Wochen noch mehr Arbeit zu als anderswo in NRW. 23.319 der 143.991 über 80-Jährigen entfallen der Statistik zufolge auf Minden-Lübbecke. Am höchsten ist deren Anteil in Stemwede mit 8,4 Prozent (1.090 Personen) am niedrigsten in Hüllhorst mit 6,5 Prozent (850).

Die meisten Senioren weist natürlich Minden als größte Stadt mit 5.999 über 80-Jährigen auf (7,3 Prozent), gefolgt von Bad Oeynhausen (3.804) und Porta Westfalica (2.796). Beide Städte haben einen gleich hohen Anteil Älterer: 7,8 Prozent. Knapp darunter liegen Petershagen mit 1.901 Älteren (7,6 Prozent) und Hille mit 1.186 über 80-Jährigen (7,7 Prozent).

Bis zu dreimal so hoch ist der Anteil der nächsten Altersgruppe, also der 60- bis 80-Jährigen, für die ebenfalls ein höheres Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs bei einer Covid-19-Infektion befürchtet wird. Damit gibt es in Minden-Lübbecke weitere 67.878 Menschen – insgesamt also 91.197 über 60-Jährige –, die in den nächsten Wochen und Monaten früher als ihre jüngeren Mitmenschen gegen Corona geimpft werden sollten – wenn sie das wünschen. Das sind zusammengenommen 29,4 Prozent der Einwohner. Gemeinsam mit dem Kreis Herford ist das der dritthöchste Bevölkerungsanteil in OWL hinter den Kreisen Höxter (30,6 Prozent) und Lippe (29,8 Prozent). Landesweit machen die über 60-Jährigen mehr als fünf Millionen aus – nämlich 28 Prozent.

Im Regierungsbezirk Detmold liegt der Anteil mit 27,8 Prozent unter dem Durchschnitt, weil die Universitätsstädte Bielefeld (26 Prozent) und Paderborn (23,5 Prozent) sowie auch der Kreis Gütersloh (26,4 Prozent) niedrigere Anteile verzeichnen.

Unter dem landesweiten Durchschnittswert von 21,2 Prozent Anteil der 60- bis 80-Jährigen liegen im Mühlenkreis nur Espelkamp (19,9 Prozent) und Hüllhorst (20,7 Prozent). Am weitesten darüber liegen Petershagen (23,7 Prozent), Stemwede (22,9 Prozent) und Hille (22,5 Prozent) sowie Porta Westfalica (22,2 Prozent).

Minden weicht wie Bad Oeynhausen – 21,8 beziehungsweise 21,7 Prozent – nicht so stark vom Landesmittel ab, hat aber die höchste Kopfzahl im Stadtgebiet. 17.820 Mindener waren zum Jahreswechsel 2019/2020 zwischen 60 und 80 Jahre alt. An den Größenordnungen, die mutmaßlich die Berechnungsgrundlage für die Zuweisung von Impfdosen bilden, dürfte sich kaum etwas geändert haben.

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