U16-Wahl in Minden: Jäcke mit absoluter Mehrheit, Grüne holen 27 Prozent Minden (mt/ps). Das Ergebnis der U16-Wahl in Minden steht nach Auszählung aller Stimmen fest - und die SPD bekam mit 28 Prozent die meisten Stimmen. Dies teilt die Stadt Minden in einer Pressemitteilung mit. Hinter der SPD reihen sich Bündnis 90/Die Grünen (27 %), CDU (20 %), Die Linke (7 %) , AfD (5 %), FDP (3 %), die Mindener Initiative (3 %) , Wir für Minden (3 %) und das Bürger Bündnis Minden (2 %) ein. Der in seinem Amt bestätigte Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) konnte mit 58 Prozent die meisten Stimmen für sich gewinnen. Dr. Konrad Winckler (CDU) erhielt 21 Prozent, Claudia Herziger-Möhlmann (BBM) 14 Prozent und Sebastian Landwehr (AfD) 6 Prozent der Stimmen. Der Bereich Jugendarbeit/Jugendschutz des Jugendamtes der Stadt Minden organisierte gemeinsam mit den Mitarbeitern der städtischen Jugendhäuser Wahllokale über das gesamte Stadtgebiet. In den Wahllokalen konnten die Kinder und Jugendliche im Rahmen der Wahlsimulation per Stimmzettel, wie bei der echten Kommunalwahl, ihre*n Bürgermeister*in sowie die Mindener Stadtverordneten wählen. Abgestimmt haben sie vom 31. August bis zum 4. September. In diesem Jahr gab es erstmalig die Möglichkeit auch online einen digitalen Stimmzettel auszufüllen. In den Wahllokalen wurden Kinder und Jugendliche unparteiisch über Demokratie, Kommunalwahlen und antretende Bürgermeisterkandidat*innen sowie Parteien und Wählergemeinschaften bzw. Wählervereinigungen, die zur Wahl für den Mindener Stadtrat antreten, informiert. Die Gesamtergebnisse der Wahlsimulation und die Ergebnisse ihres Wahllokals werden den Jugendhäusern und weiterführenden Schulen zur Veröffentlichung sowie weiterführenden pädagogischen Arbeit zur Verfügung gestellt. Der Landesjugendring NRW zieht Bilanz nach der landesweiten U16-Kommunalwahl in NRW. „Die hohe Wahlbeteiligung an der U16-Wahl trotz der erschwerenden Umstände durch Corona ist ein wichtiges Signal: damit zeigen Kinder und Jugendliche deutlich, dass sie ihre Meinung politisch vertreten wollen und politisch interessiert sind“, erklärt Max Pilger, Vorsitzender des Landesjugendrings NRW. „Das bestätigt uns in unserer Forderung, das Wahlalter auf 14 Jahre abzusenken“. Die Ergebnisse in NRW für die Abgaben der Stimmen für Stadt- und Gemeinderäte verteilt sich wie folgt: Favorit bei den unter 16-jährigen Wählenden in NRW ist die Partei Bündnis 90/Die Grünen mit 27 Prozent. Darauf folgen mit 24 Prozent die CDU, mit 23 Prozent die SPD, mit 6 Prozent die FDP, mit 6 Prozent kommunale Wählergemeinschaften, mit 5 die Linke, mit 3 Prozent Die Partei und mit 2 Prozent die AfD. Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung waren neben den Auswirkungen von Corona die wichtigsten Themen für junge Menschen. „Dieses Ergebnis für NRW widerlegt die Befürchtung vieler Erwachsener und Politiker, dass junge Menschen eher extreme Parteien wählen. Vielmehr zeigt das Ergebnis, dass die AfD bei jungen Menschen im Vergleich zu aktuellen Umfragen deutlich weniger beliebt ist als bei Erwachsenen“, erläutert Max Pilger. „Es zeigt, dass für eine politische Meinung und eine Auseinandersetzung mit der bestehenden Demokratie kein bestimmtes Alter erreicht sein muss. Vielmehr könnten junge Menschen durch ein Wahlrecht ab 14 Jahren ihre Zukunft mitbestimmen und für eine aktive Teilnahme im demokratischen Prozess gewonnen werden. Wir hoffen, dass unsere heutige U16-Wahl die Skepsis der Politik in NRW verringert und wir mit ihr die Absenkung des Wahlalters neu diskutieren können.“ Nach dem Landesjugendring NRW ist das Wahlergebnis auch ein Auftrag junger Menschen an Politiker, sich stärker um die Belange von Kindern und Jugendlichen zu kümmern. Bei der U16-Wahl können Kinder und Jugendliche bis zu neun Tage vor der eigentlichen Wahl ihre Stimme abgeben. Stimmberechtigt ist jedes Kind und jeder Jugendliche unter 16 Jahren – egal wie alt, ob mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Ziel ist es, bei ihnen das Interesse für Politik und demokratische Prozesse zu wecken. Die U16-Wahl will Politikerauf die Interessen von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen und deren Bereitschaft wecken, sich für die Interessen junger Menschen einzusetzen. Für inhaltliche Informationen zu diesem Projekt steht Benedikt Bögge als Ansprechperson der Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Minden (E-Mail: jugendbeteiligung@minden.de und Telefon: 0571 89-726) zur Verfügung. Weitere Informationen zum gesamten landesweiten Projekt gibt es hier.

U16-Wahl in Minden: Jäcke mit absoluter Mehrheit, Grüne holen 27 Prozent

Auch bei der U16-Wahl in Minden hat Bürgermeister Michael Jäcke die meisten Stimmen und eine absolute Mehrheit bekommen. © MT-Foto: Alex Lehn

Minden (mt/ps). Das Ergebnis der U16-Wahl in Minden steht nach Auszählung aller Stimmen fest - und die SPD bekam mit 28 Prozent die meisten Stimmen. Dies teilt die Stadt Minden in einer Pressemitteilung mit. Hinter der SPD reihen sich Bündnis 90/Die Grünen (27 %), CDU (20 %), Die Linke (7 %) , AfD (5 %), FDP (3 %), die Mindener Initiative (3 %) , Wir für Minden (3 %) und das Bürger Bündnis Minden (2 %) ein.

Der in seinem Amt bestätigte Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) konnte mit 58 Prozent die meisten Stimmen für sich gewinnen. Dr. Konrad Winckler (CDU) erhielt 21 Prozent, Claudia Herziger-Möhlmann (BBM) 14 Prozent und Sebastian Landwehr (AfD) 6 Prozent der Stimmen.

Der Bereich Jugendarbeit/Jugendschutz des Jugendamtes der Stadt Minden organisierte gemeinsam mit den Mitarbeitern der städtischen Jugendhäuser Wahllokale über das gesamte Stadtgebiet. In den Wahllokalen konnten die Kinder und Jugendliche im Rahmen der Wahlsimulation per Stimmzettel, wie bei der echten Kommunalwahl, ihre*n Bürgermeister*in sowie die Mindener Stadtverordneten wählen. Abgestimmt haben sie vom 31. August bis zum 4. September. In diesem Jahr gab es erstmalig die Möglichkeit auch online einen digitalen Stimmzettel auszufüllen. In den Wahllokalen wurden Kinder und Jugendliche unparteiisch über Demokratie, Kommunalwahlen und antretende Bürgermeisterkandidat*innen sowie Parteien und Wählergemeinschaften bzw. Wählervereinigungen, die zur Wahl für den Mindener Stadtrat antreten, informiert.

Die Gesamtergebnisse der Wahlsimulation und die Ergebnisse ihres Wahllokals werden den Jugendhäusern und weiterführenden Schulen zur Veröffentlichung sowie weiterführenden pädagogischen Arbeit zur Verfügung gestellt.

Der Landesjugendring NRW zieht Bilanz nach der landesweiten U16-Kommunalwahl in NRW. „Die hohe Wahlbeteiligung an der U16-Wahl trotz der erschwerenden Umstände durch Corona ist ein wichtiges Signal: damit zeigen Kinder und Jugendliche deutlich, dass sie ihre Meinung politisch vertreten wollen und politisch interessiert sind“, erklärt Max Pilger, Vorsitzender des Landesjugendrings NRW. „Das bestätigt uns in unserer Forderung, das Wahlalter auf 14 Jahre abzusenken“.

Die Ergebnisse in NRW für die Abgaben der Stimmen für Stadt- und Gemeinderäte verteilt sich wie folgt: Favorit bei den unter 16-jährigen Wählenden in NRW ist die Partei Bündnis 90/Die Grünen mit 27 Prozent. Darauf folgen mit 24 Prozent die CDU, mit 23 Prozent die SPD, mit 6 Prozent die FDP, mit 6 Prozent kommunale Wählergemeinschaften, mit 5 die Linke, mit 3 Prozent Die Partei und mit 2 Prozent die AfD.

Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung waren neben den Auswirkungen von Corona die wichtigsten Themen für junge Menschen. „Dieses Ergebnis für NRW widerlegt die Befürchtung vieler Erwachsener und Politiker, dass junge Menschen eher extreme Parteien wählen. Vielmehr zeigt das Ergebnis, dass die AfD bei jungen Menschen im Vergleich zu aktuellen Umfragen deutlich weniger beliebt ist als bei Erwachsenen“, erläutert Max Pilger.

„Es zeigt, dass für eine politische Meinung und eine Auseinandersetzung mit der bestehenden Demokratie kein bestimmtes Alter erreicht sein muss. Vielmehr könnten junge Menschen durch ein Wahlrecht ab 14 Jahren ihre Zukunft mitbestimmen und für eine aktive Teilnahme im demokratischen Prozess gewonnen werden. Wir hoffen, dass unsere heutige U16-Wahl die Skepsis der Politik in NRW verringert und wir mit ihr die Absenkung des Wahlalters neu diskutieren können.“ Nach dem Landesjugendring NRW ist das Wahlergebnis auch ein Auftrag junger Menschen an Politiker, sich stärker um die Belange von Kindern und Jugendlichen zu kümmern.

Bei der U16-Wahl können Kinder und Jugendliche bis zu neun Tage vor der eigentlichen Wahl ihre Stimme abgeben. Stimmberechtigt ist jedes Kind und jeder Jugendliche unter 16 Jahren – egal wie alt, ob mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Ziel ist es, bei ihnen das Interesse für Politik und demokratische Prozesse zu wecken. Die U16-Wahl will Politikerauf die Interessen von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen und deren Bereitschaft wecken, sich für die Interessen junger Menschen einzusetzen.

Für inhaltliche Informationen zu diesem Projekt steht Benedikt Bögge als Ansprechperson der Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Minden (E-Mail: jugendbeteiligung@minden.de und Telefon: 0571 89-726) zur Verfügung.

Weitere Informationen zum gesamten landesweiten Projekt gibt es hier.

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