Tucholskybühne feiert im Fort A ihren 25. Geburtstag Rolf Graff Minden. Seit 25 Jahren überrascht die Tucholskybühne die Mindener immer wieder mit neuen Projekten. Bei der Suche nach außergewöhnlichen Spielorten fanden die Akteure nach dem Besucherbergwerk, dem Preußenmuseum, dem Botanischen Garten oder dem Rampenloch letztlich das Fort A, das mit viel Aufwand umgebaut wurde und so zur festen Spielstätte wurde. Dort wurde nun natürlich auch das Jubiläum gefeiert. Eduard Schynol, Leiter und Initiator der Bühne, betonte bei seiner Begrüßung die Wichtigkeit von Schauspiel und Satire für die Gesellschaft und beschreibt die Anfänge im Fort A mit einem Zitat von Hilde Domin: „Ich setzte meinen Fuß in die Luft, und sie trug.“ Bürgermeister Michael Jäcke erkannte in seinem Grußwort die Leistung der Vereinsmitglieder und die Wichtigkeit der Bühne für die Mindener an, nachdem die Stadt sich anfangs alles andere als hilfreich erwies. Dem Bundestagsabgeordneten Achim Post hatte Schynol eine besondere Aufgabe zugedacht. Er durfte dem Kinder- und Jugendhospizdienst die Summe von 3.000 Euro verkünden, die von der Tucholskybühne mit dem Projekt „Himmelszelt“ eingenommen wurde. Auch Kabarettist Bernd Gieseking überbrachte Glück und Wünsche zum 25. Geburtstag. Humorvoll bekannte er: „Wir sind so eitel im Theater, und nur das Publikum kann uns erlösen“ und stellte fest, dass Theater immer Gemeinschaft ist und besonders auch die wichtig sind, die hinter den Kulissen wirken. Den zweiten Teil der Feier gestaltete die niederländisch-deutsche Sängerin und Komponistin Marijke Jährling mit einer Tucholsky-Weill-Revue, begleitet von Klavier, Holzblasinstrumenten und Kontrabass. Die beiden Herren mit dem Vornamen Kurt lebten zur gleichen Zeit in Berlin und später auch im Pariser Exil, sind sich jedoch wohl nie begegnet. Leider hatte die Musikerin die Idee, während der erzwungenen Corona-Pause die Texte der beiden Dichter ins Französische zu übersetzten und in der Mehrzahl auch so zu singen. Das schloss einen Teil des Publikums vom lyrischen Genuss aus, was leider auch nicht von der Qualität der musikalischen Darbietung ausgeglichen wurde.

Tucholskybühne feiert im Fort A ihren 25. Geburtstag

Jubiläum Tucholskybühne © Rolf Graff

Minden. Seit 25 Jahren überrascht die Tucholskybühne die Mindener immer wieder mit neuen Projekten. Bei der Suche nach außergewöhnlichen Spielorten fanden die Akteure nach dem Besucherbergwerk, dem Preußenmuseum, dem Botanischen Garten oder dem Rampenloch letztlich das Fort A, das mit viel Aufwand umgebaut wurde und so zur festen Spielstätte wurde. Dort wurde nun natürlich auch das Jubiläum gefeiert. Eduard Schynol, Leiter und Initiator der Bühne, betonte bei seiner Begrüßung die Wichtigkeit von Schauspiel und Satire für die Gesellschaft und beschreibt die Anfänge im Fort A mit einem Zitat von Hilde Domin: „Ich setzte meinen Fuß in die Luft, und sie trug.“ Bürgermeister Michael Jäcke erkannte in seinem Grußwort die Leistung der Vereinsmitglieder und die Wichtigkeit der Bühne für die Mindener an, nachdem die Stadt sich anfangs alles andere als hilfreich erwies.

Dem Bundestagsabgeordneten Achim Post hatte Schynol eine besondere Aufgabe zugedacht. Er durfte dem Kinder- und Jugendhospizdienst die Summe von 3.000 Euro verkünden, die von der Tucholskybühne mit dem Projekt „Himmelszelt“ eingenommen wurde.

Auch Kabarettist Bernd Gieseking überbrachte Glück und Wünsche zum 25. Geburtstag. Humorvoll bekannte er: „Wir sind so eitel im Theater, und nur das Publikum kann uns erlösen“ und stellte fest, dass Theater immer Gemeinschaft ist und besonders auch die wichtig sind, die hinter den Kulissen wirken.


Den zweiten Teil der Feier gestaltete die niederländisch-deutsche Sängerin und Komponistin Marijke Jährling mit einer Tucholsky-Weill-Revue, begleitet von Klavier, Holzblasinstrumenten und Kontrabass. Die beiden Herren mit dem Vornamen Kurt lebten zur gleichen Zeit in Berlin und später auch im Pariser Exil, sind sich jedoch wohl nie begegnet.

Jubiläum Tucholskybühne - © Rolf Graff
Jubiläum Tucholskybühne - © Rolf Graff

Leider hatte die Musikerin die Idee, während der erzwungenen Corona-Pause die Texte der beiden Dichter ins Französische zu übersetzten und in der Mehrzahl auch so zu singen. Das schloss einen Teil des Publikums vom lyrischen Genuss aus, was leider auch nicht von der Qualität der musikalischen Darbietung ausgeglichen wurde.

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