Tucholsky-Bühne startet mit abgespecktem Programm im Fort A Kerstin Rickert Minden. Später als geplant, mit einem abgespeckten Programm und Einschränkungen, aber immerhin: Am Sonntag, 7. Juni, öffnet die Tucholsky-Bühne ihre Pforte zum Fort A. Mit der Green Cabbage Band zieht dann ab 11 Uhr erstmals in diesem Jahr wieder Leben auf die von Festungsmauern umgebene Open-Air-Bühne ein. Konzerte, Lesungen, Theater und Kabarett: Bis Ende August sind bislang elf Veranstaltungen geplant, weitere könnten noch hinzukommen. „Wir stehen in den Startlöchern und freuen uns, dass es wieder los geht“, sagt Eduard Schynol. Gleich zum Saisonstart steht auch noch ein Nachholtermin auf dem Programm. Die im Mai abgesagte erste Lesung zum „Pfad der Menschenrechte“ findet nun am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr, statt. Gelesen werden unter anderem Werke von Mascha Kaléko, die genau an diesem Tag vor 113 Jahren geboren wurde. Am Fort A steht die elfte von insgesamt 15 Kunststelen auf dem Mindener „Pfad der Menschenrechte“, der am 3. Mai eröffnet wurde. „Zwei Stunden Gute-Laune-Musik“ erwarten die Besucher laut Schynol, wenn die Kota Brass Band aus Hessisch Oldendorf am Freitag, 12. Juni, auf der Bühne steht. Am Tag darauf ist das Trio Dorado Vagabundi um die Sängerin und Gitarristin Helga Freude und Geiger Anton Sjarov mit Klezmer, Swing und Bossa zu Gast. Mit Stimme, Piano und einer Mischung aus Pop, Rock, Jazz, Blues und Reggae kommt der Singer/ Songwriter Ralph Maten am Samstag, 20. Juni, und eine Woche später (Samstag, 27. Juni) serviert das Quartett Cowhouse aus Bückeburg stimmungsvolle Folk- und Soul-Balladen aus eigener Feder. Der Musik des Liedermachers Reinhard Mey widmet sich am Sonntag, 5. Juli, der Gitarrist und Sänger Reiner Roßkopf. Blues in all seinen Facetten von temperamentvoll-rockig bis gefühlvoll bringen die vier Musiker von Blues Corp. Ltd. aus Minden am Freitag, 10. Juli, auf die Bühne. Am Samstag, 11. Juli, gibt sich mit Ulla Meinecke eine Grande Dame der poetischen deutschen Pop-Musik die Ehre. An dem Abend ebenfalls auf dem Programm stehen Musik-Kabarett und Chansons von und mit Lucy van Kuhl. Für August sind bislang zwei Veranstaltungen geplant: In der Reihe „Pfad der Menschenrechte“ zeigt die Tucholsky-Bühne am Sonntag, 24. August, das Schauspiel „Die Krögers – eine preußische Familiengeschichte“ von Jochen Lewin. Einen unterhaltsamen Abend verspricht der Mindener Kabarettist und Autor Bernd Gieseking am Donnerstag, 27. August. Weitere Veranstaltungen seien nicht ausgeschlossen, sagt Eduard Schynol und appelliert: „Wenn es Künstler gibt, die Interesse haben, im Fort A aufzutreten, dann können sie sich sehr gerne bei mir melden.“ Schynol und sein Team haben sich in den vergangenen Wochen auf die Öffnung vorbereitet und ein Konzept erarbeitet, um die in Coronazeiten erforderlichen Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln zu gewährleisten. Das letzte Beratungsgespräch mit der Ordnungsbehörde vor Ort sei positiv verlaufen, nun gehe es für den Verein an die Umsetzung. Neben letzten Aufräum- und Renovierungsarbeiten steht eine Stellprobe der Bestuhlung an, die zeigen soll, ob das angedachte Konzept funktioniert. Schon jetzt ist klar, dass das Fassungsvermögen des Spielortes bei weitem nicht ausgenutzt werden kann: Statt der üblichen 140 Sitzplätze werden lediglich 50 zur Verfügung stehen. Mit den auftretenden Künstlern seien hinsichtlich ihrer Gagen einvernehmliche Regelungen getroffen worden, die die veränderten Bedingungen berücksichtigten, so Schynol. Auch aus dem Verein komme jede Menge Unterstützung. „Alle wollen, dass es wieder losgeht und packen kräftig mit an.“ Entgegenkommen und Rücksichtnahme ist auch vonseiten der Besucher gefordert. Am Eingang werden Faltblätter verteilt, die über die veränderten Abläufe und Regeln informieren. Der Zugang zu den Toiletten etwa ist nur einzeln gestattet. Zurück nach draußen geht es auf einem anderen Weg, damit Begegnungen vermieden werden. Außerdem werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Und: „Die Einhaltung der Regeln wird von uns kontrolliert“, sagt Schynol. Denn die Tucholsky-Bühne stehe als Veranstalter letztlich auch in der Verantwortung. Das sei auch der Grund, warum Veranstaltungen wie der Mitternachtsmarkt und der Muckertreff in diesem Jahr nicht stattfinden könnten. „Die wären für uns unter den gegebenen Umständen nicht steuerbar“, sagt Schynol im Hinblick auf zu erwartende Besucherströme und die räumliche Situation. Der Mitternachtsmarkt etwa sei eine Indoor-Veranstaltung. In diesem Jahr solle jedoch ausschließlich der Außenbereich genutzt werden. „Klein und openair, das ist unser Riesenvorteil“, blickt Eduard Schynol zuversichtlich auf die kommende Saison. Auch ein paar Regentropfen scheut er nicht. Die Bühne ist seit der vergangenen Saison überdacht, und für die Besucher stünden Regencapes zur Verfügung. Wegen der begrenzten Platzkapazitäten rät er, den Vorverkauf zu nutzen. Dieser beginne für die einzelnen Veranstaltungen jeweils 14 Tage vorher und ausschließlich über die Internetseite der Tucholsky-Bühne. Das habe den Vorteil, auch kurzfristig auf die aktuell geltende Rechtslage reagieren und entscheiden zu können, ob eine Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden könne und unter welchen Bedingungen, so Schynol. Sofern das Kartenkontingent im Vorverkauf nicht ausgeschöpft wurde, werde eine Abendkasse eingerichtet. Weitere Informationen zu Programm und Kartenvorverkauf gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.tucholsky-buehne.de. Künstler können sich bei Interesse an einem Auftritt unter Telefon (0157) 884 829 02 an Eduard Schynol wenden.

Tucholsky-Bühne startet mit abgespecktem Programm im Fort A

Eduard Schynol und sein Team haben sich in den vergangenen Wochen auf die Öffnung des Fort A vorbereitet und ein Konzept erarbeitet, um die Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln zu gewährleisten. Foto: Kerstin Rickert © Kerstin Rickert

Minden. Später als geplant, mit einem abgespeckten Programm und Einschränkungen, aber immerhin: Am Sonntag, 7. Juni, öffnet die Tucholsky-Bühne ihre Pforte zum Fort A. Mit der Green Cabbage Band zieht dann ab 11 Uhr erstmals in diesem Jahr wieder Leben auf die von Festungsmauern umgebene Open-Air-Bühne ein. Konzerte, Lesungen, Theater und Kabarett: Bis Ende August sind bislang elf Veranstaltungen geplant, weitere könnten noch hinzukommen.

„Wir stehen in den Startlöchern und freuen uns, dass es wieder los geht“, sagt Eduard Schynol. Gleich zum Saisonstart steht auch noch ein Nachholtermin auf dem Programm. Die im Mai abgesagte erste Lesung zum „Pfad der Menschenrechte“ findet nun am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr, statt. Gelesen werden unter anderem Werke von Mascha Kaléko, die genau an diesem Tag vor 113 Jahren geboren wurde. Am Fort A steht die elfte von insgesamt 15 Kunststelen auf dem Mindener „Pfad der Menschenrechte“, der am 3. Mai eröffnet wurde.

„Zwei Stunden Gute-Laune-Musik“ erwarten die Besucher laut Schynol, wenn die Kota Brass Band aus Hessisch Oldendorf am Freitag, 12. Juni, auf der Bühne steht. Am Tag darauf ist das Trio Dorado Vagabundi um die Sängerin und Gitarristin Helga Freude und Geiger Anton Sjarov mit Klezmer, Swing und Bossa zu Gast. Mit Stimme, Piano und einer Mischung aus Pop, Rock, Jazz, Blues und Reggae kommt der Singer/ Songwriter Ralph Maten am Samstag, 20. Juni, und eine Woche später (Samstag, 27. Juni) serviert das Quartett Cowhouse aus Bückeburg stimmungsvolle Folk- und Soul-Balladen aus eigener Feder.

Der Musik des Liedermachers Reinhard Mey widmet sich am Sonntag, 5. Juli, der Gitarrist und Sänger Reiner Roßkopf. Blues in all seinen Facetten von temperamentvoll-rockig bis gefühlvoll bringen die vier Musiker von Blues Corp. Ltd. aus Minden am Freitag, 10. Juli, auf die Bühne. Am Samstag, 11. Juli, gibt sich mit Ulla Meinecke eine Grande Dame der poetischen deutschen Pop-Musik die Ehre. An dem Abend ebenfalls auf dem Programm stehen Musik-Kabarett und Chansons von und mit Lucy van Kuhl.

Für August sind bislang zwei Veranstaltungen geplant: In der Reihe „Pfad der Menschenrechte“ zeigt die Tucholsky-Bühne am Sonntag, 24. August, das Schauspiel „Die Krögers – eine preußische Familiengeschichte“ von Jochen Lewin. Einen unterhaltsamen Abend verspricht der Mindener Kabarettist und Autor Bernd Gieseking am Donnerstag, 27. August. Weitere Veranstaltungen seien nicht ausgeschlossen, sagt Eduard Schynol und appelliert: „Wenn es Künstler gibt, die Interesse haben, im Fort A aufzutreten, dann können sie sich sehr gerne bei mir melden.“

Schynol und sein Team haben sich in den vergangenen Wochen auf die Öffnung vorbereitet und ein Konzept erarbeitet, um die in Coronazeiten erforderlichen Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln zu gewährleisten. Das letzte Beratungsgespräch mit der Ordnungsbehörde vor Ort sei positiv verlaufen, nun gehe es für den Verein an die Umsetzung. Neben letzten Aufräum- und Renovierungsarbeiten steht eine Stellprobe der Bestuhlung an, die zeigen soll, ob das angedachte Konzept funktioniert.

Schon jetzt ist klar, dass das Fassungsvermögen des Spielortes bei weitem nicht ausgenutzt werden kann: Statt der üblichen 140 Sitzplätze werden lediglich 50 zur Verfügung stehen. Mit den auftretenden Künstlern seien hinsichtlich ihrer Gagen einvernehmliche Regelungen getroffen worden, die die veränderten Bedingungen berücksichtigten, so Schynol. Auch aus dem Verein komme jede Menge Unterstützung. „Alle wollen, dass es wieder losgeht und packen kräftig mit an.“

Entgegenkommen und Rücksichtnahme ist auch vonseiten der Besucher gefordert. Am Eingang werden Faltblätter verteilt, die über die veränderten Abläufe und Regeln informieren. Der Zugang zu den Toiletten etwa ist nur einzeln gestattet. Zurück nach draußen geht es auf einem anderen Weg, damit Begegnungen vermieden werden. Außerdem werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Und: „Die Einhaltung der Regeln wird von uns kontrolliert“, sagt Schynol. Denn die Tucholsky-Bühne stehe als Veranstalter letztlich auch in der Verantwortung.

Das sei auch der Grund, warum Veranstaltungen wie der Mitternachtsmarkt und der Muckertreff in diesem Jahr nicht stattfinden könnten. „Die wären für uns unter den gegebenen Umständen nicht steuerbar“, sagt Schynol im Hinblick auf zu erwartende Besucherströme und die räumliche Situation. Der Mitternachtsmarkt etwa sei eine Indoor-Veranstaltung. In diesem Jahr solle jedoch ausschließlich der Außenbereich genutzt werden.

„Klein und openair, das ist unser Riesenvorteil“, blickt Eduard Schynol zuversichtlich auf die kommende Saison. Auch ein paar Regentropfen scheut er nicht. Die Bühne ist seit der vergangenen Saison überdacht, und für die Besucher stünden Regencapes zur Verfügung. Wegen der begrenzten Platzkapazitäten rät er, den Vorverkauf zu nutzen.

Dieser beginne für die einzelnen Veranstaltungen jeweils 14 Tage vorher und ausschließlich über die Internetseite der Tucholsky-Bühne. Das habe den Vorteil, auch kurzfristig auf die aktuell geltende Rechtslage reagieren und entscheiden zu können, ob eine Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden könne und unter welchen Bedingungen, so Schynol. Sofern das Kartenkontingent im Vorverkauf nicht ausgeschöpft wurde, werde eine Abendkasse eingerichtet.

Weitere Informationen zu Programm und Kartenvorverkauf gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.tucholsky-buehne.de. Künstler können sich bei Interesse an einem Auftritt unter Telefon (0157) 884 829 02 an Eduard Schynol wenden.

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