Trotz Pandemie auf dem Weg zur deutschen Sprache Minden (mt/sk). Viele gute Dinge passieren dann, wenn man sich überwindet und den ersten Schritt geht. Das haben auch Lina aus Syrien und Meneskse aus der Türkei getan. Die beiden jungen Frauen sind beim Sprachkurs „Wir machen uns auf den Weg“ im Begegnungszentrum Bärenkämpen dabei. Lina lernt dort seit zwei Jahren, wie sie sich in ihrer neuen Heimat verständlich machen kann. Dabei kommt es nicht darauf an, die gesamte deutsche Grammatik perfekt wiedergeben zu können, sie sollen sich in Alltagssituationen zurechtfinden. Meneskse wurde durch Mundpropaganda auf den Kurs aufmerksam. Die beiden jungen Frauen sind sich darin einig, dass es ohne Sprache und Lesen einfach nicht geht. Begonnen hat das Projekt vor rund zwei Jahren in der Mosaikschule über einen Antrag des Fördervereins im Quartiersbeirat Bärenkämpen. Die Kursleiterin Gudrun Egger und die Integrationsassistentin Akila Cheich Houssein sind mit viel Engagement und Begeisterung mit einem Kurs pro Woche gestartet. „Nicht jede Frau kommt mit denselben Voraussetzungen an. Jetzt gibt es einen A-Kurs für Fortgeschrittene und einen B-Kurs für Analphabetinnen“, erklärt Egger. Unterstützt wird das Kursangebot von der Quartiersmanagerin Elke Ruhe-Hartmann, die die Teilnehmerinnen bei Anfragen auch berät und an weitergehende Angebote weiter verweist. Lina hat sprachlich bei null angefangen, sich aber kontinuierlich gesteigert. Der regelmäßige Austausch innerhalb des Kurses und die vielen weiteren Angebote im Begegnungszentrum haben beim Deutschlernen sehr geholfen. „Jetzt muss ich aber mit meinen Kindern und meinem Mann zuhause lernen“, sagt sie. Die Corona-Pandemie hat den Kurs durcheinander gewirbelt. Treffen in der Gruppe dürfen momentan nicht sein. Aber die jungen Frauen sollten und wollten weiter lernen und daraus entstand die Idee für Lernhefte, hebt Akila Cheich Houssein hervor. „Gudrun fand meine Idee super und hat sich gleich dran gesetzt rund 30 Lernhefte per Hand zu gestalten“, sagt die Integrationsassistentin. Die Ausgabe der Lernhefte ging dann ganz pragmatisch: kurze Nachricht über den Messenger-Dienst, Termine verabredet und nach wenigen Tagen waren alle Hefte über das Fenster im Begegnungszentrum verteilt. Ute Hildebrandt, Leiterin des städtischen Quartiersmanagements, fügt hinzu: „Unser Angebot ist nicht im klassischen Sinn ein Sprachkurs, es geht darum, dass die jungen Frauen gut im Alltag in Deutschland zurechtkommen.“ Ermöglicht wird die finanzielle und organisatorische Umsetzung des Projektes durch eine Kooperation mit der Integrationsbeauftragten Selvi Arslan, dem Bildungsplaner Tobias Haring sowie Carmela Vitiello vom Bildungsforum Lernwelten.

Trotz Pandemie auf dem Weg zur deutschen Sprache

Am Sprachkurs beteiligt sind (von links) Ute Hildebrandt, Leiterin Quartiersmanagement, Integrationsassistentin Akila Cheich Houssein, die Teilnehmerinnen Lina und Meneskse, Lehrerin Gudrun Egger, sowie Quartiersmanagerin Elke Ruhe-Hartmanne. Foto: Stadt Minden © Stadt Minden

Minden (mt/sk). Viele gute Dinge passieren dann, wenn man sich überwindet und den ersten Schritt geht. Das haben auch Lina aus Syrien und Meneskse aus der Türkei getan. Die beiden jungen Frauen sind beim Sprachkurs „Wir machen uns auf den Weg“ im Begegnungszentrum Bärenkämpen dabei. Lina lernt dort seit zwei Jahren, wie sie sich in ihrer neuen Heimat verständlich machen kann. Dabei kommt es nicht darauf an, die gesamte deutsche Grammatik perfekt wiedergeben zu können, sie sollen sich in Alltagssituationen zurechtfinden. Meneskse wurde durch Mundpropaganda auf den Kurs aufmerksam. Die beiden jungen Frauen sind sich darin einig, dass es ohne Sprache und Lesen einfach nicht geht.

Begonnen hat das Projekt vor rund zwei Jahren in der Mosaikschule über einen Antrag des Fördervereins im Quartiersbeirat Bärenkämpen. Die Kursleiterin Gudrun Egger und die Integrationsassistentin Akila Cheich Houssein sind mit viel Engagement und Begeisterung mit einem Kurs pro Woche gestartet. „Nicht jede Frau kommt mit denselben Voraussetzungen an. Jetzt gibt es einen A-Kurs für Fortgeschrittene und einen B-Kurs für Analphabetinnen“, erklärt Egger. Unterstützt wird das Kursangebot von der Quartiersmanagerin Elke Ruhe-Hartmann, die die Teilnehmerinnen bei Anfragen auch berät und an weitergehende Angebote weiter verweist.

Lina hat sprachlich bei null angefangen, sich aber kontinuierlich gesteigert. Der regelmäßige Austausch innerhalb des Kurses und die vielen weiteren Angebote im Begegnungszentrum haben beim Deutschlernen sehr geholfen. „Jetzt muss ich aber mit meinen Kindern und meinem Mann zuhause lernen“, sagt sie.

Die Corona-Pandemie hat den Kurs durcheinander gewirbelt. Treffen in der Gruppe dürfen momentan nicht sein. Aber die jungen Frauen sollten und wollten weiter lernen und daraus entstand die Idee für Lernhefte, hebt Akila Cheich Houssein hervor. „Gudrun fand meine Idee super und hat sich gleich dran gesetzt rund 30 Lernhefte per Hand zu gestalten“, sagt die Integrationsassistentin. Die Ausgabe der Lernhefte ging dann ganz pragmatisch: kurze Nachricht über den Messenger-Dienst, Termine verabredet und nach wenigen Tagen waren alle Hefte über das Fenster im Begegnungszentrum verteilt.

Ute Hildebrandt, Leiterin des städtischen Quartiersmanagements, fügt hinzu: „Unser Angebot ist nicht im klassischen Sinn ein Sprachkurs, es geht darum, dass die jungen Frauen gut im Alltag in Deutschland zurechtkommen.“

Ermöglicht wird die finanzielle und organisatorische Umsetzung des Projektes durch eine Kooperation mit der Integrationsbeauftragten Selvi Arslan, dem Bildungsplaner Tobias Haring sowie Carmela Vitiello vom Bildungsforum Lernwelten.

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