Tiefgarage bleibt länger zu: Neue Verzögerungen beim Umbau der Stadtverwaltung Monika Jäger Minden. Autofahrer werden sich im kommenden Weihnachtsgeschäft andere Parkmöglichkeiten als in der Tiefgarage unter dem Stadthaus suchen müssen. Eigentlich sollte die linke Seite bereits im November freigegeben werden. Doch Mitte dieser Woche erfuhr die Stadt, dass das nun doch nicht möglich ist. Vor allem wegen der nötigen Rauch-Simulation könnte die Garage nur als Ganzes freigegeben werden, so Stadtkämmerer Norbert Kresse. Er berichtete auch dem Hauptausschuss davon. Warum die Planer das nicht eher erkannt hätten, sei ihm unverständlich. „Wir haben hoch spezialisierte Planungsbüros und erwarten von denen, dass sie das alles durchdenken.“ Die Stadt habe immer deutlich gemacht, dass eine Teilöffnung angestrebt werde und sich da auf die Fachleute verlassen. Wie nun im November und Dezember Abhilfe geschaffen werden könne, sei gerade in Absprache. Sicher sei aber, dass der Große Domhof nicht freigegeben werde. Als erfolgreich habe sich bisher erwiesen, das Parken im Parkhaus Marienwall für die erste Stunde kostenlos zu ermöglichen; auch in die Richtung könne gedacht werden. Verzögern wird sich auch die Fertigstellung des nächsten Abschnitts des Deilmann-Baus. Der erste Teil ist bereits bezogen, und auch die Arbeiten im neuen Konferenzareal sollen bis Februar erledigt sein. Doch im nächsten Bauteil gibt es mehr zu tun als gedacht: Deckenhöhen weichen von den Plänen ab, an manchen Stellen muss die Tragfähigkeit geprüft werden, und ansonsten kämpfen die Planer hier auch mit den aktuellen Grundproblemen jeder Baustelle: Termine mit Sachverständigen sind schwer zu bekommen, Material ist knapp, Personal fehlt. Um Platz fürs Bauen zu haben, hatte die Verwaltung das Regierungsgebäude am Weserglacis gemietet. Nach mehreren Verlängerungen endet der Vertrag nun am 1. April 2022. Damit die Nachfolger dort mit dem Bau ihrer Seniorenresidenz beginnen können, sollten die Stadt-Mitarbeiter ausziehen, findet Kresse. Nur: wohin? In der Verwaltung selbst ist zurzeit kein Platz. Insgesamt sind 174 Arbeitsplätze betroffen – für 90 davon war sowieso bereits eine weitere Zwischenlösung geplant. Die Mietverträge dafür soll der Haupt-und Finanzausschuss im November beschließen. Für die übrigen etwa 85 Personen gibt es noch keine klare Lösung. Ideen reichen von temporärem Home Office über „zwei Leute, ein Schreibtisch“ bis hin zu Zwischenlösungen im Haus. Kresse allerdings denkt schon weiter: Wenn der gesamte Umbau erledigt ist, soll dann ja die benachbarte ehemalige Sparkasse renoviert und saniert werden, die die Stadt als Bürohaus mietet. Das wird Ende des Jahres der Rat noch zu beraten und zu beschließen haben. Auch dafür würde dann eine Zwischenlösung für die Mitarbeiter nötig sein. Möglicherweise könnten dann die jetzt zu mietenden Büroräume nach der aktuellen Überbrückung dafür verwendet werden. Geht alles glatt, ist der 2. Bauabschnitt im August 2022 fertig.

Tiefgarage bleibt länger zu: Neue Verzögerungen beim Umbau der Stadtverwaltung

Einfahrt zur Tiefgarage. Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Autofahrer werden sich im kommenden Weihnachtsgeschäft andere Parkmöglichkeiten als in der Tiefgarage unter dem Stadthaus suchen müssen. Eigentlich sollte die linke Seite bereits im November freigegeben werden. Doch Mitte dieser Woche erfuhr die Stadt, dass das nun doch nicht möglich ist. Vor allem wegen der nötigen Rauch-Simulation könnte die Garage nur als Ganzes freigegeben werden, so Stadtkämmerer Norbert Kresse. Er berichtete auch dem Hauptausschuss davon. Warum die Planer das nicht eher erkannt hätten, sei ihm unverständlich. „Wir haben hoch spezialisierte Planungsbüros und erwarten von denen, dass sie das alles durchdenken.“ Die Stadt habe immer deutlich gemacht, dass eine Teilöffnung angestrebt werde und sich da auf die Fachleute verlassen.

Wie nun im November und Dezember Abhilfe geschaffen werden könne, sei gerade in Absprache. Sicher sei aber, dass der Große Domhof nicht freigegeben werde. Als erfolgreich habe sich bisher erwiesen, das Parken im Parkhaus Marienwall für die erste Stunde kostenlos zu ermöglichen; auch in die Richtung könne gedacht werden.

Verzögern wird sich auch die Fertigstellung des nächsten Abschnitts des Deilmann-Baus. Der erste Teil ist bereits bezogen, und auch die Arbeiten im neuen Konferenzareal sollen bis Februar erledigt sein. Doch im nächsten Bauteil gibt es mehr zu tun als gedacht: Deckenhöhen weichen von den Plänen ab, an manchen Stellen muss die Tragfähigkeit geprüft werden, und ansonsten kämpfen die Planer hier auch mit den aktuellen Grundproblemen jeder Baustelle: Termine mit Sachverständigen sind schwer zu bekommen, Material ist knapp, Personal fehlt.


Um Platz fürs Bauen zu haben, hatte die Verwaltung das Regierungsgebäude am Weserglacis gemietet. Nach mehreren Verlängerungen endet der Vertrag nun am 1. April 2022. Damit die Nachfolger dort mit dem Bau ihrer Seniorenresidenz beginnen können, sollten die Stadt-Mitarbeiter ausziehen, findet Kresse. Nur: wohin? In der Verwaltung selbst ist zurzeit kein Platz.

Insgesamt sind 174 Arbeitsplätze betroffen – für 90 davon war sowieso bereits eine weitere Zwischenlösung geplant. Die Mietverträge dafür soll der Haupt-und Finanzausschuss im November beschließen.

Für die übrigen etwa 85 Personen gibt es noch keine klare Lösung. Ideen reichen von temporärem Home Office über „zwei Leute, ein Schreibtisch“ bis hin zu Zwischenlösungen im Haus. Kresse allerdings denkt schon weiter: Wenn der gesamte Umbau erledigt ist, soll dann ja die benachbarte ehemalige Sparkasse renoviert und saniert werden, die die Stadt als Bürohaus mietet. Das wird Ende des Jahres der Rat noch zu beraten und zu beschließen haben. Auch dafür würde dann eine Zwischenlösung für die Mitarbeiter nötig sein. Möglicherweise könnten dann die jetzt zu mietenden Büroräume nach der aktuellen Überbrückung dafür verwendet werden. Geht alles glatt, ist der 2. Bauabschnitt im August 2022 fertig.

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