Tausendschön bietet unter anderem Mini-Skulpturen und fantastische Welten Ursula Koch Minden (mt). Die alte Gartenschere hat zwei Arme und ein Gesicht bekommen. Jetzt ist sie ein Eisläufer und bewegt sich sogar. Upcycling nennt man das, wenn Abfälle, wie leere Tuben oder Dosen ein neues Leben als amüsante Kleinskulpturen bekommen. Die Designerin Irmgard Wiesbrock aus Werther vertritt diesen Trend ebenso wie das Duo Schwesternherz aus Hiddenhausen bei dem Kunst- und Kunsthandwerkermarkt „Tausendschön“ an diesem Wochenende im Preußen-Museum.Irmgard Wiesbrock ist Designerin mit Schwerpunkt Baukeramik. Bunte Mosaike aus Murano-Glas und Fliesenstücken sind seit mehr als 20 Jahren ihre Spezialität. Für eine Schule hat sie ein großes Mosaik geschaffen, das ein Motiv des westfälischen Expressionisten Peter-August Böckstiegel aufgreift. Im Preußen-Museum zeigt sie Tische und ein Vasenobjekt. Wer die Bilder aus bunten Steinen und Glas näher betrachtet, der findet bereits Hinweise auf Irmgard Wiesbrocks Sammelleidenschaft: Ein metallener Untersetzer wird zum Zentrum eines Motivs. Die Designerin verwendet für ihre Gestaltungen Muranoglas und hochwertige Fliesen, fertigt aber auch selber Elemente an und gießt Trittsteine, die als dekoratives Element in Pflaster eingesetzt werden können.Als Ergebnis ihrer Sammelleidenschaft entstehen auch kleine Skulpturen - aus einer Dachrinne, einem Pinsel und etwas Farbe wird ein stolzer Vogel, Frosch und Prinzessin begegnen sich in einem Einmachglas.Fantastische Welten in Gläsern erschafft auch das Duo Schwesternherz aus Hiddenhausen, das seit sechs Jahren aus der Textildesignerin Stephanie Ende und Frauke Strehl besteht. Ihr bevorzugtes Arbeitsmaterial sind Wolle und Stoffe. Aus Wollresten häkeln sie eine Miniaturwüste oder ein Korallenriff, beides steckt jetzt in einem Glas mit Solarleuchte, die ein Fairtrade-Projekt aus Afrika liefert.Sie verarbeiten alles, was ihnen in die Finger fällt, zu etwas Neuem. Aus dem Fallschirm eines Bekannten wurden viele, mit anderen Stoffen kombinierte, individuell gestaltete Einkaufstaschen. Ein Stück enthält noch das Prüfzeichen. Aus alten Socken entstehen Puppen, die Bündchen von Jeans sind jetzt ein Teppich.Neben Kunst und Handwerk kann am Wochenende auch ein letzter Blick in die Ausstellung im Preußen-Museum geworfen werden, die sich bereits im Abbau befindet. Im Januar will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Trägerschaft für das Museum übernehmen und die Präsentation neu konzipieren.

Tausendschön bietet unter anderem Mini-Skulpturen und fantastische Welten

Die Zopfträgerin mit Hund schufen Irmgard Wiesbrock und ein Mitstreiter aus einer Muschel und einer leeren Tube. © MT-Foto: Alex Lehn

Minden (mt). Die alte Gartenschere hat zwei Arme und ein Gesicht bekommen. Jetzt ist sie ein Eisläufer und bewegt sich sogar. Upcycling nennt man das, wenn Abfälle, wie leere Tuben oder Dosen ein neues Leben als amüsante Kleinskulpturen bekommen. Die Designerin Irmgard Wiesbrock aus Werther vertritt diesen Trend ebenso wie das Duo Schwesternherz aus Hiddenhausen bei dem Kunst- und Kunsthandwerkermarkt „Tausendschön“ an diesem Wochenende im Preußen-Museum.

Irmgard Wiesbrock ist Designerin mit Schwerpunkt Baukeramik. Bunte Mosaike aus Murano-Glas und Fliesenstücken sind seit mehr als 20 Jahren ihre Spezialität. Für eine Schule hat sie ein großes Mosaik geschaffen, das ein Motiv des westfälischen Expressionisten Peter-August Böckstiegel aufgreift. Im Preußen-Museum zeigt sie Tische und ein Vasenobjekt. Wer die Bilder aus bunten Steinen und Glas näher betrachtet, der findet bereits Hinweise auf Irmgard Wiesbrocks Sammelleidenschaft: Ein metallener Untersetzer wird zum Zentrum eines Motivs. Die Designerin verwendet für ihre Gestaltungen Muranoglas und hochwertige Fliesen, fertigt aber auch selber Elemente an und gießt Trittsteine, die als dekoratives Element in Pflaster eingesetzt werden können.

Als Ergebnis ihrer Sammelleidenschaft entstehen auch kleine Skulpturen - aus einer Dachrinne, einem Pinsel und etwas Farbe wird ein stolzer Vogel, Frosch und Prinzessin begegnen sich in einem Einmachglas.

Fantastische Welten in Gläsern erschafft auch das Duo Schwesternherz aus Hiddenhausen, das seit sechs Jahren aus der Textildesignerin Stephanie Ende und Frauke Strehl besteht. Ihr bevorzugtes Arbeitsmaterial sind Wolle und Stoffe. Aus Wollresten häkeln sie eine Miniaturwüste oder ein Korallenriff, beides steckt jetzt in einem Glas mit Solarleuchte, die ein Fairtrade-Projekt aus Afrika liefert.

Sie verarbeiten alles, was ihnen in die Finger fällt, zu etwas Neuem. Aus dem Fallschirm eines Bekannten wurden viele, mit anderen Stoffen kombinierte, individuell gestaltete Einkaufstaschen. Ein Stück enthält noch das Prüfzeichen. Aus alten Socken entstehen Puppen, die Bündchen von Jeans sind jetzt ein Teppich.

Neben Kunst und Handwerk kann am Wochenende auch ein letzter Blick in die Ausstellung im Preußen-Museum geworfen werden, die sich bereits im Abbau befindet. Im Januar will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Trägerschaft für das Museum übernehmen und die Präsentation neu konzipieren.

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