"Tag des Glacis": Das grüne Denkmal der Stadt Minden Über Geschichte und Zukunft informiert / Naturschützer setzen sich für den Erhalt der Anlage ein Von Dorothee Meinhardt Minden (mei). Premiere in Minden: Mit dem "Tag des Glacis" haben die Glacisschützer, eine Gruppe engagierter Mindener Bürger, den historischen Grüngürtel rund um die Innenstadt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. "Das Glacis ist die grüne Lunge unserer Stadt", hebt Schirmherr Michael Buhre bei der offiziellen Eröffnung im Botanischen Garten die Bedeutung der historischen Grünanlagen hervor. "Ich nutze das Glacis auch selbst gerne, hinaus aus dem Büro und man kann sofort chillen", fügt Mindens Bürgermeister hinzu.Rückblick auf 205 Jahre Botanischer GartenTrotz ungemütlichen Wetters und leichten Regens folgten Interessierte der Einladung der Glacisschützer und fanden sich am Kreuz im Botanischen Garten ein. Das Blechbläser-Quartett der Musikschule Minden unter Leitung von Andreas Neuhaus begleitete die Eröffnung musikalisch.Die historische Geschichte der ehemaligen Festungsanlage, ein Rückblick auf 205 Jahre denkmalgeschützten Botanischen Garten und ein Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt standen bei den unterschiedlichen Führungen im Mittelpunkt. An verschiedenen Infoständen hat der Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke über Fledermäuse im Glacis informiert, der BUND und die Biologische Station Minden stellten ihre Arbeit vor. Der Kneipp-Verein Minden und Essbare Stadt Minden bereicherten das Angebot an der Königsstraße.Die Idee, den "Tag des Glacis" mit dem "Tag des offenen Denkmals" zu verbinden, hatten Christiane Linder und ihre sieben Mitstreiter der Glacisschützer.Anderthalb Jahre haben sie gemeinsam auf diesen Tag hingearbeitet, alle acht Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für die Gruppe. Gegründet wurde diese im Frühjahr 2010 von Christiane Linder. Die Gruppe trifft sich drei bis vier Mal im Jahr, um ihre Aktionen und Projekte zu planen."Unser Ziel ist es, das gesamte Glacis in seiner Form und Größe zu erhalten", sagt Linder. Besonders wichtig ist ihnen die effektive Zusammenarbeit mit den Städtischen Betrieben, die offiziell für die Pflege der Grünanalgen verantwortlich sind.Rücksichtsvoller Umgang mit der RuhestätteNeben Führungen und öffentlichkeitswirksamer Arbeit fallen bei einer Anlage wie dem Glacis auch praktische Tätigkeiten an. Die Glacisschützer achten auf Ordnung und Sauberkeit in den Grünanlagen, versuchen Trampelpfade auszumerzen und wildes Parken in den Glacisbereichen zu verhindern.Ein aktuelles Problem, mit dem sich die Glacisschützer konfrontiert sehen, ist der Umgang einiger Besucher mit dem denkmalgeschützen Gelände.Die Tatsache, dass es sich bei dem Botanischen Garten um einen alten Friedhof handelt, auf dem auch aktuell wieder Urnen beigesetzt werden, unterscheidet das Areal von einer reinen Parkanlage. Häufig werden Radfahrverbot, Leinenpflicht für Hunde und die Beseitigung ihrer Hinterlassenschaften ignoriert.Gemeinsam mit den verantwortungsbewussten Nutzern des Botanischen Gartens appellieren die Glacisschützer an alle Besucher, sich rücksichtsvoll zu verhalten.Engagierte Bürger haben die Möglichkeit, Glacis-Pate zu werden. Das Grünflächenamt der Städtischen Betriebe Minden vergibt Patenschaften für einzelne Bäume oder ganze Abschnitte im Glacis.Die Paten sind dann für den Zustand ihres jeweiligen Abschnittes oder ihrer Pflanze zuständig. Derzeit gibt es etwa zehn Gruppierungen und Einzelpersonen, die eine Patenschaft übernommen haben.Neustes Mitglied ist seit dem "Tag des Glacis" das Ratsgymnasium, das als direkter Anlieger des Glacis jetzt dabei ist. Cordula Küpppers nahm als stellvertretende Direktorin die Paten-Urkunde entgegen.Alle Klassen der Schule haben nun in einem festen Turnus die Aufgabe, die Flächen von Müll zu säubern und nach dem Rechten zu schauen.

"Tag des Glacis": Das grüne Denkmal der Stadt Minden

Minden (mei). Premiere in Minden: Mit dem "Tag des Glacis" haben die Glacisschützer, eine Gruppe engagierter Mindener Bürger, den historischen Grüngürtel rund um die Innenstadt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Manfred Schülke führt Besucher am "Tag des Glacis" durch den Botanischen Garten und zeigt die Bedeutung des Denkmals für die Mindener Stadtgeschichte auf. - © Foto: Dorothee Meinhardt
Manfred Schülke führt Besucher am "Tag des Glacis" durch den Botanischen Garten und zeigt die Bedeutung des Denkmals für die Mindener Stadtgeschichte auf. - © Foto: Dorothee Meinhardt

"Das Glacis ist die grüne Lunge unserer Stadt", hebt Schirmherr Michael Buhre bei der offiziellen Eröffnung im Botanischen Garten die Bedeutung der historischen Grünanlagen hervor. "Ich nutze das Glacis auch selbst gerne, hinaus aus dem Büro und man kann sofort chillen", fügt Mindens Bürgermeister hinzu.

Rückblick auf 205 Jahre Botanischer Garten

Trotz ungemütlichen Wetters und leichten Regens folgten Interessierte der Einladung der Glacisschützer und fanden sich am Kreuz im Botanischen Garten ein. Das Blechbläser-Quartett der Musikschule Minden unter Leitung von Andreas Neuhaus begleitete die Eröffnung musikalisch.

Die historische Geschichte der ehemaligen Festungsanlage, ein Rückblick auf 205 Jahre denkmalgeschützten Botanischen Garten und ein Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt standen bei den unterschiedlichen Führungen im Mittelpunkt. An verschiedenen Infoständen hat der Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke über Fledermäuse im Glacis informiert, der BUND und die Biologische Station Minden stellten ihre Arbeit vor. Der Kneipp-Verein Minden und Essbare Stadt Minden bereicherten das Angebot an der Königsstraße.

Die Idee, den "Tag des Glacis" mit dem "Tag des offenen Denkmals" zu verbinden, hatten Christiane Linder und ihre sieben Mitstreiter der Glacisschützer.

Anderthalb Jahre haben sie gemeinsam auf diesen Tag hingearbeitet, alle acht Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für die Gruppe. Gegründet wurde diese im Frühjahr 2010 von Christiane Linder. Die Gruppe trifft sich drei bis vier Mal im Jahr, um ihre Aktionen und Projekte zu planen.

"Unser Ziel ist es, das gesamte Glacis in seiner Form und Größe zu erhalten", sagt Linder. Besonders wichtig ist ihnen die effektive Zusammenarbeit mit den Städtischen Betrieben, die offiziell für die Pflege der Grünanalgen verantwortlich sind.

Rücksichtsvoller Umgang mit der Ruhestätte

Neben Führungen und öffentlichkeitswirksamer Arbeit fallen bei einer Anlage wie dem Glacis auch praktische Tätigkeiten an. Die Glacisschützer achten auf Ordnung und Sauberkeit in den Grünanlagen, versuchen Trampelpfade auszumerzen und wildes Parken in den Glacisbereichen zu verhindern.

Ein aktuelles Problem, mit dem sich die Glacisschützer konfrontiert sehen, ist der Umgang einiger Besucher mit dem denkmalgeschützen Gelände.

Die Tatsache, dass es sich bei dem Botanischen Garten um einen alten Friedhof handelt, auf dem auch aktuell wieder Urnen beigesetzt werden, unterscheidet das Areal von einer reinen Parkanlage. Häufig werden Radfahrverbot, Leinenpflicht für Hunde und die Beseitigung ihrer Hinterlassenschaften ignoriert.

Gemeinsam mit den verantwortungsbewussten Nutzern des Botanischen Gartens appellieren die Glacisschützer an alle Besucher, sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Engagierte Bürger haben die Möglichkeit, Glacis-Pate zu werden. Das Grünflächenamt der Städtischen Betriebe Minden vergibt Patenschaften für einzelne Bäume oder ganze Abschnitte im Glacis.

Die Paten sind dann für den Zustand ihres jeweiligen Abschnittes oder ihrer Pflanze zuständig. Derzeit gibt es etwa zehn Gruppierungen und Einzelpersonen, die eine Patenschaft übernommen haben.

Neustes Mitglied ist seit dem "Tag des Glacis" das Ratsgymnasium, das als direkter Anlieger des Glacis jetzt dabei ist. Cordula Küpppers nahm als stellvertretende Direktorin die Paten-Urkunde entgegen.

Alle Klassen der Schule haben nun in einem festen Turnus die Aufgabe, die Flächen von Müll zu säubern und nach dem Rechten zu schauen.

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