Symbolische Hinrichtung: Unbekannte hängen Puppe mit Presseschild auf Jürgen Langenkämper Minden. Bundesweit Aufsehen erregt hat am Samstag eine medienfeindliche Aktion in Minden. Unbekannte hatten in der vorhergehenden Nacht an der Glacisbrücke eine Schaufensterpuppe aufgehängt. Um den Hals baumelte ein Schild mit der Aufschrift „Covid-Presse", zudem trug die Puppe vor den Augen einen Mundschutz mit dem Schriftzug „blind". Spaziergänger, die die Puppe gefunden hatten, alarmierten die Polizei und erstatteten Anzeige. „Ganz offensichtlich soll mit dieser Installierung eine Hinrichtung von Medienschaffenden assoziiert werden", schrieb die Gruppe „Minden gegen Rechts", die den Vorfall publik machte, auf ihrer Facebook-Seite. Wer hinter der Aktion steckt, ist noch nicht bekannt. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen, wie die Polizei in Bielefeld auf MT-Anfrage bestätigte. Keine Bestätigung gab es seitens der Polizei in Minden über den Verbleib der Puppe und darüber, ob diese als Beweismittel sichergestellt wurde. „Minden gegen Rechts" weist darauf hin, dass seit dem Sommer im Glacis und Innenstadtbereich Sticker mit Motiven und Sprüchen aus der Szene von Verschwörungstheoretikern aufgetaucht seien. Der Post wurde bis Sonntagmittag hundertfach geteilt und kommentiert – auch von Anhängern von Verschwörungstheorien, die „Galgen für die Presse" rechtfertigen wollten. Diese Kommentare seien entfernt worden. Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) berichtete.

Symbolische Hinrichtung: Unbekannte hängen Puppe mit Presseschild auf

Hetze: Unbekannte hängten eine Puppe mit dem Schild „Covid-Presse" an der Glacisbrücke auf. © Foto: Minden gegen Rechts

Minden. Bundesweit Aufsehen erregt hat am Samstag eine medienfeindliche Aktion in Minden. Unbekannte hatten in der vorhergehenden Nacht an der Glacisbrücke eine Schaufensterpuppe aufgehängt. Um den Hals baumelte ein Schild mit der Aufschrift „Covid-Presse", zudem trug die Puppe vor den Augen einen Mundschutz mit dem Schriftzug „blind".

Spaziergänger, die die Puppe gefunden hatten, alarmierten die Polizei und erstatteten Anzeige. „Ganz offensichtlich soll mit dieser Installierung eine Hinrichtung von Medienschaffenden assoziiert werden", schrieb die Gruppe „Minden gegen Rechts", die den Vorfall publik machte, auf ihrer Facebook-Seite.

Wer hinter der Aktion steckt, ist noch nicht bekannt. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen, wie die Polizei in Bielefeld auf MT-Anfrage bestätigte. Keine Bestätigung gab es seitens der Polizei in Minden über den Verbleib der Puppe und darüber, ob diese als Beweismittel sichergestellt wurde.

„Minden gegen Rechts" weist darauf hin, dass seit dem Sommer im Glacis und Innenstadtbereich Sticker mit Motiven und Sprüchen aus der Szene von Verschwörungstheoretikern aufgetaucht seien. Der Post wurde bis Sonntagmittag hundertfach geteilt und kommentiert – auch von Anhängern von Verschwörungstheorien, die „Galgen für die Presse" rechtfertigen wollten. Diese Kommentare seien entfernt worden.

Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) berichtete.

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