Stirbt das Preußen-Museum? Minden (mt/och). Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat heute in Dortmund gar nicht erst über das Preußen-Museum beraten.Die FDP-Fraktion hatte die Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung beantragt, weil sie noch Fragen zur Vermietung des Gebäudes geklärt haben möchte, berichtet Markus Fischer, Pressreferent des LWL. Nur die CDU habe dagegen gestimmt. „Wer heute nicht entscheidet, will das Museum kaputt machen“, zitiert Fischer deren kulturpolitischen Sprecher Karl Dittmer. Damit kann nach Auskunft Fischers erst nach der Kommunalwahl (weil Kommunen und Kreise ihre Vertreter in die LWL-Landschaftsversammlung entsenden) wieder über die Zukunft des Preußen-Museums in Minden beraten.Damit sind die Befürchtungen eingetreten, die sowohl Birgit Härtel (SPD) als auch Friedrich Klanke (CDU) gegenüber dem MT (Dienstag-Ausgabe) geäußert hatten. „Offensichtlich will man die Trägerschaft durch den LWL nicht“, kommentierte Klanke die Ereignisse.Der Unionspolitiker aus Stemwede weist darauf hin, dass das Land in diesem Jahr über den Förderantrag zur Einrichtung des Netzwerks Preußen in Westfalen entscheiden will, dessen Ankerpunkt das Preußen-Museum werden soll. Auch die LWL-Planungen für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal sieht er in Frage gestellt. Stephen Paul (FDP) begründet in einer Pressemitteilung sein Vorgehen damit, dass der Druck auf die Landesregierung aufrecht erhalten werden soll, die vom LWL gestellten Bedingungen schriftlich zuzusagen.

Stirbt das Preußen-Museum?

© Archivfoto: Alex Lehn

Minden (mt/och). Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat heute in Dortmund gar nicht erst über das Preußen-Museum beraten.
Die FDP-Fraktion hatte die Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung beantragt, weil sie noch Fragen zur Vermietung des Gebäudes geklärt haben möchte, berichtet Markus Fischer, Pressreferent des LWL. Nur die CDU habe dagegen gestimmt. „Wer heute nicht entscheidet, will das Museum kaputt machen“, zitiert Fischer deren kulturpolitischen Sprecher Karl Dittmer. Damit kann nach Auskunft Fischers erst nach der Kommunalwahl (weil Kommunen und Kreise ihre Vertreter in die LWL-Landschaftsversammlung entsenden) wieder über die Zukunft des Preußen-Museums in Minden beraten.

Damit sind die Befürchtungen eingetreten, die sowohl Birgit Härtel (SPD) als auch Friedrich Klanke (CDU) gegenüber dem MT (Dienstag-Ausgabe) geäußert hatten. „Offensichtlich will man die Trägerschaft durch den LWL nicht“, kommentierte Klanke die Ereignisse.

Der Unionspolitiker aus Stemwede weist darauf hin, dass das Land in diesem Jahr über den Förderantrag zur Einrichtung des Netzwerks Preußen in Westfalen entscheiden will, dessen Ankerpunkt das Preußen-Museum werden soll. Auch die LWL-Planungen für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal sieht er in Frage gestellt. Stephen Paul (FDP) begründet in einer Pressemitteilung sein Vorgehen damit, dass der Druck auf die Landesregierung aufrecht erhalten werden soll, die vom LWL gestellten Bedingungen schriftlich zuzusagen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden